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[Zivilisationen in Anatolien] [Die ersten Ansiedlungen in Anatolien]


ÇATALHÖYÜK (Ruinenhügel)      


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Çatalhöyük wurde etwa 7100-6300 v.Chr. besiedelt. Es befindet sich 50km südöstlich von Konya. Archäologische Siedlungsschichten aus verschiedenen Epochen wurden festgestellt und man schätzt die Bevölkerungszahl bis zu 5-6 tausend. Dies zeigt, dass Çatalhöyük zu jener Zeit ziemlich dicht besiedelt war. Der Ort ist reich an aluvialer Erde, geeignet für Landwirtschaft und reich an natürlichem Leben.


Baukunst


Die Architektur Çatalhöyüks setzt manche Eigenschaften der akeramisch- neolitischen Zeit und den mittelanatolischen Siedlungen Asıklıhöyük und Canhasan fort. Wohnsitze, Lager und heilige Orte, wurden innerhalb einer Stadtplanung unterstellt. Das Bild, dass an der Wand eines dieser Häuser hängt und den Stadtplan von Çatalhöyük darstellt, ist ein interresantes Beispiel.

Die Wände und Dächer der Häuser, wurden mit ungebranntem Ziegelmaterial erbaut und mit Querbalken und Säulen aus Holz gestützt. In den Ein- oder Zweizimmergebäuden gibt es einen Ofen; dieser Ofen befindet sich unter der Eingangsöffnung des Daches, und sichert somit auch die Durchlüftung des Raumes.

Sowie in Canhasan, gibt es in den Häusern Steinbänke zum Sitzen und Liegen. Diese Steinbänke sind auch ein Teil der traditionellen Leichenbegrabung. Die Knochen der Leichen wurden manchmal rot angemalt und unter den Steinbänken als Hocker untergebracht. Diese Situation zeigt uns Anhaltspunkte einer Tradition der Leichenbegrabung und damit verbunden auch die einer Glaubensrichtung.

Man sieht, dass in Çatalhöyük manche Häuser zu heiligen Orten errichtet wurden, um dieser Glaubensrichtung zu dienen. Auch wenn sich diese Häuser, plan- und gliederungsmäßig nicht unterscheiden, sieht man Anhand der Bilder, den Reliefen und Skulpturenfunden, dass sie einst als Tempel dienten.

In der Siedlung Çatalhöyük, wurden in den Geräumigkeiten, die man als Tempel einrichtete, einige kleine Skulpturen entdeckt. Man sieht, dass diese Skulpturen religiöse Gebrauchsgegenstände waren. Die früheren Beispiele wurden meist aus Marmor und Kalkstein, die späteren hingegen, aus gefärbtem Ton hergestellt. Es ist zu sehen, dass die kleinen Skulpturen, die nicht größer als 30cm sind, einzeln oder gruppenweise geformt wurden. Obwohl es auch einige männliche Figuren gibt, wurden meistens weibliche Figuren dargestellt. Hier wird die Fruchtbarkeit der Frau als Segen betrachtet und in den Vordergrund gestellt.

Die Skulptur der sitzend gebährenden Götterkönigin zwischen zwei Leoparden wird als eine der wichtigsten Werke angesehen. Mit der Skulptur aus Terrakotta (gebrannter Erde) wird wieder das Segensymbol zum Vorschein gebracht, dass bei den Nomadenstämmen mit Venusskulpturen verkörpert wird. Die Natur ist für Menschen, die zur eingerichteten Einsiedlung übergehen, die wichtigste Lebensquelle. Deswegen war die Götterköniginfigur, die den Segen der Natur und die Fruchtbarkeit symbolisiert, heilig für die Menschen in Çatalhöyük. Die Leoparden hingegen sollen das Zeichen der Macht darstellen.


Reliefe und Bilder


Die Reliefe, die auf den Wänden der Tempelbauten bearbeitet wurden, wurden auf Strohballen, Holz oder Schlamm aus feinem Ton hergestellt. Die Gestalt, in der zwei Leoparden angesicht zu angesicht und nebeneinander zu sehen sind, und eine weibliche Figur ihre Arme und Beine spreizt, ist unter diesen Reliefs besonders auffällig. Außerdem, sind hohe Reliefs und ganz aus Plastik verarbeitete Tierköpfe zu sehen. Aber die Stierköpfe aus Ton, deren Hörner echt sind, müssten Machtsymbole sein.

Die Themen der Bilder an der Wand, zeigen Unterschiedlichkeiten. Diese Bilder haben teilweise die Eigenschaft Fortsetzungen der Höhlenbilder von Nomadenstämmen zu sein.

In der Regel wurden Tiere wie Stiere, Wildhirsche, Wildschweine dargestellt. Bei den Wandgemälden wurden natürliche Farben wie mineralursprüngliches Rot, Gelb und Schwarz verwendet.


Keramik


Früher war in Catalhöyük die Gestaltung von Tontöpfen, Schüsseln und Gegenständen aus Terrakotta nicht verbreitet und sie wurden hauptsächlich aus Holz und Schilfgeflecht hergestellt. Die immer öfters verwendeten Töpfe mit grobem Teig und dickem Mantel sind in der Regel einfarbig und uneben. (Das Glättern der Außenseite von Keramiktöpfen geschah mit der scharfen Seite eines Metallstückes). Im letzten Stadium wurde ganz selten das Verzieren von beigefarbenen Töpfen mit roten Farbflecken bearbeitet.