Skip Navigation Links  

[Mardin]


MARDIN      



Durch archäologische Grabungen stellte sich heraus, dass Mardin seit 4.500 v. Chr. als Siedlung bekannt war. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Stadt Mardin von den Subari, Hurritern, Sumerer, Akkad, Mitani, Hethiter, Assyrer, Skythen, Babyloner, Perser, Mazedonier, Abgar, Römer, Byzantiner, Araber, Seldschuken, Artuklu und Osmanen beherrscht.

Mardin und ihre Umgebung sind mit Trümmerfeldern, Schlössern, Festungen, Moscheen, Medressen (eine Art von Hochschulen), Klostern, Kirchen, Brunnen, Herbergen (Han), Badehäusern (Hamam), Heil- und Thermalbädern, Fachhäusern, Höhlen und Museen von weltweitem Ruhm ausgestattet.

Auf der anderen Seite sind die altertümlichen Dariustrümmer im Dorf Oğuz, das sich in Richtung Südosten und 30 km. entfernt von Mardin befindet, hochinteressant. Die vom persischen Monarch Darayuvaşi gegründete Stadt wurde in den verschiedenen Zeiten von Persern und Römern beherrscht. Diese Stadt wurde am Ende des VII. Jahrhunderts von Omaijade, danach von Abbasiden und im Laufe des XV. Jahrhunderts von Türken erobert. Die antike Stadt Darius ist mit Stadtmauer umfasst. Die sich innerhalb der Stadtmauern befindenden Bauwerke sind eine Festung, eine Kirche, ein Palast, ein Basar und Läden sowie ein Staudamm. Weiterhin befinden sich in der Umgebung vom Dorf Oğuz sog. Höhlenhäuser, die in der spätrömischen Zeit gebaut wurden.

4 km entfernt und im Norden von Nusaybin, einem Bezirk von Mardin, liegt das Dorf Çağlar, bei dem es sich um die antike Ortschaft Girnavaz mit ihren sehenswerten Ruinen handelt. Sie ist eine Siedlung mit Hügelgrabcharakteristik und hat ca. 300 m Durchmesser und 24 m Höhe. Durch die archäologischen Funde wurde festgestellt, dass die antike Ortschaft Girnavaz seit 4000 v. Chr. stets als Siedlung benutzt wurde. Nach der Durchführung der archäologischen Grabung wurden hier Gräber gefunden. In diesen Gräbern gab es Funde wie Metallwaffen, Metallschmuckwaren, Vasen, Öllampchen, Siegel und Tablette. Weiterhin glaubt man, dass in Girnavaz Geister leben. Daher werden geistlich behinderte Menschen zur Heilung hierher gebracht.

Die Festung von Mardin im Zentrum von Mardin, Kız im Dorf Eskikale, Erdemeşt und Arur im Zentrum von Mardin, Rabat im Dorf Hisaraltı, im Bezirk Derik, Demetinan im Dorf Gümüşova im Bezirk Mazıdağı, Savur im Zentrum von Bezirk Savur, Aznavur, Rahabdium, Merdis, Haytam im Zentrum vom Bezirk Nusaybin, El Nıhman im Dorf Bülbül vom Bezirk Yeşilli und Zarzavan in der Nähe von der Landstraße zwischen Mardin und Diyarbakır sind interessante Plätze für Touristen.

Mardin ist auch aus der Sicht der Religion sehr berühmt. Die Moscheen, die typischen Beispiele für die Architektur von Artuklu aufweisen, sind die Mardin Melikşah Ulu Moschee aus dem 11. Jahrhundert (Zentrum von Mardin), die Zeynel Abidin Moschee (Zentrum von Nusaybin), die Koçhisar Moschee (Zentrum von Dunaysır-Kızıltepe), die Melik Mahmut Moschee (Zentrum von Mardin) und die Latifiye Moschee (Zentrum von Mardin). Die wichtigsten Grabmäler sind Sultan Musa, Şeyh Salih, Şeyh Hamit und Musaip Grabmäler.

Die Kasımiye-Medresse, die sich im Zentrum von Mardin befindet und mit ihrer Steinverarbeitung berühmt ist, Zinciriye-Medresse mit ihrer geschnitzten Tür (Sultan İsa), Marufiye Medresse, Şehidiye Medresse und Hatuniye Medresse sind weitere Beispiele für die Bauwerke, die die Geschichte von Mardin zeigen.

Mardin ist gleichsam eine Museen- und Kirchenstadt mit zahlreichen Exemplaren wie die Meryem Ana Kirche und der Amtsitz der Patriarchen, der Mar Yusuf Kirche, die Mor Behnam (Vierzig Metropoliten) Kirche und das Deyr-ül Zarafan Kloster im Zentrum von Mardin; Meryem Ana Kirche, Mor Gabriel und Deyr-ül Umur Kloster in Midyat, Bezirk von Mardin, Mor Yakup Kloster in Nusaybin, Bezirk von Mardin, Mor Dımet Kloster im Dereiçi Dorf in Savur, Bezirk von Mardin. Das Kloster Dayr-ül Zarafan wurde auf dem Tempel-Sin erbaut und ist eine der Zentren von syrischen Christen. Innerhalb des Tempels befinden sich 52 Gräber von syrischen Erzbischöfen. In der Nähe vom Tempel steht die Festung von Kalitmara, die aus drei Teilen besteht und zur Verteidigung des Tempels gebaut wurde. Der Deyr-ül Umur Tempel, in 18 km Entfernung Richtung Osten von Midyat, besteht aus der Meryem Ana Kirche, der Resuller Kirche, der Kırk Şehir Kirche und dem Mor Şamuel Tempel sowie dem Mor Şemun Tempel.

Das archäologische Museum von Mardin hat eine große Sammlung, die die Epoche zwischen v. Chr. 4.000 – v. Chr. 7.000 widerspiegelt. Hier werden Tabletten, Siegel, Kultdeckel, Figuren, Metallschmuck und Keramik aus der Bronzezeit, aus der Zeit der Zivilisationen von Assyrien, Urartu, Griechen, Persern, Römern, Byzantiner, aus der hellenistischen Zeit, aus der Zeit des Großen Seldschuken Kaisertums, Artuklu und Osmanen ausgestellt.

Die Häuser aus Kalkstein in Mardin und die historischen großen und prächtigen Gebäude in Midyat, die ständigen Märkte Sipahiler, Un, Ayakkabıcılar, Hasan Ayyar, Meşkin, Nalburiyeciler, Marangozlar, Kasaplar und die wichtigsten Hans (orientalische Herberge, kleiner als ein Karawanserei) Sürür, Kayseriye, Çeço und Cumhuriyet; die Badehäuser Emir, Savurkapı, Yıldız, Ulu Cami, Meristen und Sıtrazaviye; das Thermalbad Gem-i Ab und der Brunnen in Dargeçit, Bezirk von Mardin, sind Plätze, die man unbedingt besuchen sollte.

Berühmte Handwerke in Mardin sind das Töpfergewerbe, der Eisenhandel, das Kupferschmiedgewerbe, das Handwerk des Verzinnens, die Gold- und Silberschmiedekunst (Telkani), die Spitzenhäkler, die Gewerbetätigkeit, der Farbenhandel (Sibbeğ), der Lederhandel (Dabbağ), der Seifenhandel, Webwarenhandel, die Weberei, die Kelimherstellung, die Teppichwebekunst, Herstellung und Verkauf von Pack- und Tragsätteln, Herstellung und Verkauf von Filz oder dünnen Teppichen sowie die Holz- und Perlmutverarbeitung.

Die wichtigsten traditionellen Speisen in Mardin: Kıbbe, Wurst mit Walnuss, verschiedene Arten vom türkischen Honig (Halwa; mst. aus Weizenmehl, Sesamöl- oder Mehl, Honig und Zucker, gel. mit Butterzusatz zubereitet) und Süßspeise mit Walnuss.

Hassıt Merene und Hıdır Ellez sind die Feiertage, die man in Mardin in der ersten Woche im Mai zur Begrüßung vom Frühling feiert; Girnavaz in Nusaybin. Außerdem feiert man jedes Jahr am 13. März, dass Atatürk, der Gründer der türkischen Republik, in Mardin ankam, und den 21. November, da Mardin an diesem Tag befreit wurde. Letztendlich werden in der zweiten Juniwoche das Kabala Kulturfest und das Kirschenfest organisiert.

www.mardinbelediyesi.com
www.mardin.gov.tr