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[Kırşehir]


KIRŞEHIR       



In der Periode der Hethiter wurde diese Stadt Assuva, in der Klassischen Periode Parhasus, in der Periode der Seldschuken Gülşehri genannt. Bei der Gründung der Stadt wurde in den Mörtel, wie behauptet wird, Rosenwasser beigefügt und die Stadt entstand aus Almen. Die Stadt ist leider nicht sehr reich an Wäldern und weist mehr ein Steppenbild auf. Seit den alten Zeiten liegt die Stadt auf einer betriebsamen Strasse, im Osten befinden sich Nevşehir und Yozgat, im Süden befinden sich Aksaray und Nevşehir, im Westen Ankara und im Norden befinden sich Kırıkkale und Yozgat. Im Umfeld des Landkreises, welches sich 90 km entfernt von dem Nevşehir Flughafen befindet, wurde bei Ausgrabungen festgestellt, dass diese Niederlassung bis auf eine Zeit 3000-2000 v. Chr. zurückgeht. Seit der Zeit 2000 v. Ch. wurde die Stadt von folgenden Völkern beherrscht: nach den Assyrischen Handelskolonien und die Periode der Hethiter, Frygier, Perser, Hellenistische und Kapadokia Herrschaften, Römer, Byzantiner, Seldschuken, Mengücekoğulları, das Ertana Fürstentum, Kahramanoğulları und die Osmanischen Herrschaften. Nach der Republikserklärung wurde Kırsehir im Jahre 1924 zum Landkreis. Nach dem 13. Jh. wurde in Kırsehir eine Organisation für Kaufmänner gegründet und hierdurch wurde Ehrlichkeit, Respekt und Hilfsbereitschaft erreicht. Diese Organisation hieß Ahilik und hat jahrelang in Anatolien eine wichtige Rolle in Handel und Wirtschaft gespielt.

Die Landkreise von Kırşehir sind Akçakent, Akpınar, Boztepe, Çiçekdağı, Kaman und Mucur. In dem Museum im Zentrum der Stadt gibt es über 3300 Werke wie Funde aus Kaman, Kale Tumulus und Malkaya und Dokumente über die Ahis und ethnographische Werke.


HISTORISCHE WERKE


Die Cacabey (Klerikal) Moschee und das Grabmal wurden 1272 von den Seldschuken gebaut. Während der Seldschuken- Periode wurde es als eine Schule für Astronomie benutzt und später zur Moschee umgewandelt, es befinden sich hinter diesem Bau mit den geschlossenen Höfen und den zwei Terrassen, ein Minarett mit blaufarbigen Fliesen und verzierten Ziegeln versehen, welches als Aussichtsturm benutzt wurde. Bei der Hauptterrasse wurden die Säulen aufeinander konisch und kreisförmig eingerichtet. Und bilden somit eine Einrichtung, die in Anatolien sonst nirgendwo zu sehen ist. In der Mitte der Front befindet sich ein hohes Portal, gebaut aus zweifarbigen Steinen und einer gewölbten, schrägen Bogenreihe. An den Seiten befinden sich Türme und auf der linken Seite ein Grabmal, welches aus Schnittstein gebaut wurde. Die Innenseite wurde mit einer gewölbten und eckigen Pyramide verarbeitet. Die Tür des Grabmals wurde mit weißen Fliessen und Schriften verziert. Zum Grabmal gelangt man durch einen Saal in der Moschee und die Fenster des Grabmals wurden mit einer bemerkenswerten Steinverarbeitung ausgestattet.

Eine andere Moschee wurde von den Seldschuken 1242 gebaut und im Jahr 1893 wurde sie erneut restauriert. Die sich in der Stadtmitte auf einer Burg befindende Moschee heißt „Alaeddin Camii“. Heute wird sie als Lager des Museums benutzt und es befindet sich dort ein Minarett mit einer Gesangstelle (Şerefe), die Moschee wurde aus Schnittstein gebaut.

Im Stadtzentrum befindet sich eine Moschee und ein Grabmal, welche auf den Namen Ahi Evran, der Gründer der Ahilik – Organisation, im Jahre 1482 gebaut wurde. Sie wurde eckig geplant und mit Schnittstein gebaut, es befindet sich dort ein Minarett und sie wurde quadratisch gebaut, darüber befinden sich drei Gewölbe. Das Grabmal befindet sich auf der rechten Seite.

Die Architektur weist auf das 13. Jh. und es wird heute vermutet, dass sie als Herberge oder eine Geldprägungsstelle gebaut wurde. Die Lala Moschee (Lale Camii) wurde mit auf Säulen und Arkaden aus Schnittstein überlaufenden 3 Kuppeln abgedeckt.

Die von Herrn Kapucu Mehmet gebaute Kapucu Moschee ist ein Osmanisches Werk. Das quadratisch geplante Gebäude wurde auf einer achteckigen Trommel verarbeitet und mit Gewölben bedeckt. Es befinden sich darin drei Gesellschaftsräume.

Die Çarşı Moschee im Stadtzentrum wurde im Jahr 1864 gebaut und ist eine Moschee ohne Minarett. Sie wurde quadratisch geplant und mit einer sogenannten Baumüberlappungstechnik angefertigt. Die Decke wurde mit einer als Schwalbendach (Kırlangıç çatı) bezeichneten Dachart bedeckt.

Eine interessante Besuchsstelle in der Stadt ist das Grabmal des Aşıkpaşa. Es wurde im Jahre 1322 gebaut und gehört dem mystischen Volksdichter namens Aşıkpaşa, der im 13. Jh. eine eigene Türkische Sprache gedichtet hatte. Dieses Grabmal wurde von der Herrschaft Ertena gebaut. Das Werk wurde quadratisch geplant und besteht komplett aus weißem Marmor. Es befindet sich dort eine asymmetrische Front und das Gewölbe als Abdeckung ergibt einen Zelteffekt. An der Seitenfront befindet sich ein denkmalartiger Eingang und die Fronterrichtung und Planung wirkt anders als die traditionellen Seldschuken Grabmäler-Architektur.

Im Osten der Stadt befindet sich das Süleyman Türkmanie Grabmal. Es befinden sich hier insgesamt 8 Truhen, einige gehören Aşıkpaşa und einige seinem Lehrer Şeyh Süleyman.

Ein weiteres Grabmal namens Muhterem Hatun, befindet sich auch in der Stadtmitte und ist in der Architekturart der Seldschuken gebaut worden.

Außerdem befindet sich im Umfeld der Stadt die Kuppel von Melik Gazi. Die Ecken wurden ausgeglichen und quadratisch geplant. Das Gebäude wurde auf einem achteckigen Körper zylinderartig, konisch als eine Becherform abgedeckt. Wie die Zapfen einer Zeltdecke, hängen die Zapfen an den oberen Kanten nach unten und laufen mit den Dreiecken zusammen, zu einen konischen Becher heraus. Die Marmortür des Grabmals wurde mit einer gewölbten Nische und reicher Verzierung ausgeschmückt.

Neben dem Heilbad namens Karakurt befindet sich die Kuppel Kalender Baba. Diese Kuppel wurde in der Zeit des Herrschers Kılıçarslan von den Seldschuken gebaut. Es wurde aus Schnittstein gebaut und weist die Eigenschaften der Seldschuken-Architektur auf. Neben der Kuppel befindet sich eine etwas niedrige, quadratische, mit einem Gewölbe bedeckte Moschee.

Die Kuppel der Fatma Hatun wurde im Jahre 1287 gebaut und die Ecken wurden ausgeglichen. Auf einem quadratischen Boden befindet sich ein achteckiges Gebäude.

Das Abdeckungssystem des Bauwerkes: Im Inneren ein Gewölbe aus Ziegelsteinen, außen ein konischer achteckiger Becher. Wie in vielen anderen Städten auch, befindet sich in Kırşehir ein Grabmal für den mystischen Türkischen Dichter Yunus Emre. In der Kleinstadt Ulupınar befindet sich ein Grabmal, wieder in der gleichen Art mit einem konischen achteckigen Becher.

Die Herberge namens „Kesikköprü Kervansaray“ bzw. Cacabey Han und die Brücke daneben befinden sich im Dorf Kesikköprü, neben dem Kızılırmak Fluss und sie wurde im Jahre 1268 vom Herren Caca Bey erbaut. Die Herberge, mit über 1000 Quadratmeter, wurde aus zweifarbigen Steinen gebaut, das Portal befindet sich unter einer Bogennische und in der Front befinden sich zwei Tigerfiguren als Relief. Außen an einem der Fenster ist eine Figur mit Stierkopf und zwei Schlangen sehr interessant. Bei der Terrasse am Eingang befindet sich links die Gebetsnische und sie ist mit verschiedenen Verzierungen ausgestattet.

Die Kirchen im Dorf Derefakılı des Kreises Akçakent und in den Dörfern Aflak und Aksaklı des Kreises Mucur sind die ersten religiösen Werke des Christentums.

Außerdem befindet sich dort die “Üçayak” Kirche, welche in der Zeit der Byzantiner aus Ziegelsteinen gebaut wurde und sich in der Nähe des Dorfes Taburoğlu, 37 km nördlich entfernt von Kırsehir, befindet. Die ersten Kirchen des Christentums kann man im Dorf Derefakılı des Kreise Akçakent und in den Dörfern Aflak und Aksaklı des Kreises Mucur sehen.

Bei dem Bezirk Kaman nördlich des Dorfes Temirli befindet sich auch eine Byzantinische Kirche.

Östlich von Mucur ist ein „Mönchpalast und Haus“ vorhanden. Es befinden sich dort 20-30 Räume und es wurde auf Felsen gebaut, welche aus vulkanischem Gestein entstanden sind. Südlich von Mucur wurden in Felsen 20 Häuser und in diesen Häusern je 10 Räume als Kloster eingerichtet.


RUINEN


Beim Has Tumulus wurde ein Stadtrelikt der Hethiter 40 km entfernt von Kırsehir gefunden.

In der Kleinstadt Çağırkan des Bezirks Kaman ist ab dem Jahr 3000 v. Chr. beim Kale Tumulus eine Niederlassung entstanden.

In dem 3. und 4. Jahrhundert wurde eine Felsenstadt bei Mucur gegründet und in einer Tiefe von 7-8 Metern sind 50 Räume, Gänge, Gebetsstellen, Schleichwege, Pferdeställe, Lüftungsabzüge und Passagen zu sehen. Sie wurde aus weichen Felsen angefertigt. In der Zeit der Byzantiner und Römer wurde diese Stadt, während der Kämpfe und Einfälle, als Zuflucht benutzt.

Die einzige Eingangstür zur Stadt befindet sich im Norden. Eine weitere Felsenstadt befindet sich im Dorf “Dulkadirli Inlı Murat“ und es wird geschätzt, dass sie ungefähr in dem 4. oder 5. Jahrhundert errichtet wurde. Mit einem langen Flur und vielen Räumen wurde die Felsenstadt zweistöckig errichtet und die Felsenstadt war durch 7 Türen zugänglich. Im zweiten Raum des zweiten Salons ist ein Wasserbrunnen zu sehen, welcher mit Stufen erreichbar ist.

In der Siedlung Kümbetaltı wurde auch eine Felsenstadt mit 3 Haupträumen und 10 Räumen gefunden.

Die Burg (Kuş Kalesi) in der Nähe von Kaman, stammt aus Zeiten der Hethiter und es wird vermutet, dass sie auch von den Byzantinern später benutzt wurde.

Die Burg Keçikalesi im Dorf Kızılca wurde auch zur Zeit der Byzantiner gebaut. Die Mauer der Burg ist 2-3 m stark.

Die anderen Hügel in Kırsehir sind wie folgt: In der Siedlung Gölhisar die Hügel Gölhisar, vor dem Kurort in Karakurt die Hügel Sevdiğin, im Dorf Hatunoğlu die Öksüzkale Hügel, im Dorf Çamalak die Hügel Çiftçi, İkiz, Tumuli, Kül Tumulus und Malören, im Bezirk Mucur die Hügel Seyfe, bei der Sülze Tepesi Delik die Hügel Tuzla, Al Tumulus, Boz Tumulus, Garipler, Kül Tumulus, Heyik, Kızılgöbek, Kızlar, Şeyh Hamza, im Bezirk Çiçekdağ die Hügel Kösele, Küçük und Sarı.

Andere Tumuli in Kırşehir: Im Stadtteil Gölhisar gibt es den Gölhisar Tumulus, auf dem Weg zum Karakurt Thermalbad den Sevdiğin Tumulus, im Hatunoğlu Dorf den Öksüzkale Tumulus, im Dorf Çamalak Çiftçi Tumulus, İkiz Tumulus, Höyük Tumulus, Kül Tumulus und Malören Tumulus, im Kreis Mucur Seyfe Tumulus, in der Nähe von Tepesi Delik Tuzla den Tuzla Tumulus, Al Tumulus, Boz Tumulus, Garipler Tumulus, Kül Tumulus, Heyik Tumulus, Kızılgöbek Tumulus, Kızlar Tumulus, Şeyh Hamza Tumulus, im Kreis Çiçekdağ Kösele Tumulus, Küçük Tumulus und Sarı Tumulus.


ANDERE TOURISTISCHE WERTE


Der Seyfe See (Seyfe Gölü) befindet sich bei Mucur, 30 km entfernt von Kırsehir. Über den Binsen entstandenen Inselchen, worauf sich 187 verschiedene Vogelarten aufhalten, weil es ein sumpfiges Gebiet ist. In einem salzigen und flachen See lebt eine der größten Flamingogruppen der Welt. Aufgrund des geringen Regens und das die Bäche, von denen sich der See ernährt, im Sommer austrocknen, beträgt das Wasserniveau durch die hohe Verdampfung im Sommer, um die 60-70cm. Die reichhaltigen Vogelarten des Sees, die Geschichte der Hügel im Umfeld, sowie die reiche Kultur, das Panorama sind für einen Spaziergang in der Natur, Fahrradtouren und für andere Aktivitäten besonders für den Tourismus sehr geeignet, welche als eine Möglichkeit verwertet werden kann.

Der Berg Baran (1808), Çiçek (1691), Aliöllez (1528), die Berge Kervansaray (1679) Seyfe See und deren Umgebung sind sehr geeignete Plätze um Spaziergänge durchzuführen.

Die Talsperre Hirfanlı, von der sich ein Teil auch in der Zone von Ankara befindet, ist ein großer Talsperrensee, welcher sich auf dem Kızılırmak befindet. Der Çoğun Talsperrensee, der Kesikköprü Talsperrensee und der Hirfanlı Talsperrensee sind sehr geeignet für Erholung, Picknick und Sportangeln.

Neben den Grünflächen wie Kındam, Ökse, Özbağ, İkizarası, Karabacak befinden sich dort auch verschiedene Picknickplätze wie Güzler und Çuğun, welches dem Staatlichen Institut für Gewässerwesen gehört. Auch in Mucur befindet sich eine ähnliche Grünfläche. Bei der Kleinstadt Kaman-Çağırkan sind der Japanische Garten, der künstliche See und die grünen Plätze wirklich sehr sehenswürdig. .

An der Quelle in dem Dorf Avcı, 15 km entfernt von Mucur, ist das Trinkwasser mit Schwefel ein wohltuendes Getränk gegen Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen.

Das Heilbad Terme im Zentrum von Kırsehir, besteht aus zwei modernen Anlagen. Das heilende Wasser von über 40 oC ist trinkbar und als Heilbad zu nutzen.

Das Heilbad Karakurt im Dorf Karalar, 16 km westlich von Kırsehir, wurde vom Herrscher Kılıçaslan der Seldschuken im Jahre 1135 im Namen von Karakurt Baba, einer der Seldschuken Fürsten, erbaut. Das Wasser beinhaltet Kalzium Sulfat und Bikarbonat und die Wärme beträgt 50 oC. Neben den Heilbädern, Grabmälern und Gebetsplätzen der Seldschuken Periode wurden zwei Blöcke eng nebeneinander als moderne Heilbadanlage gebaut.

Çullama (ein Gericht aus Hühnerfleisch und Pute), Söğürme (Rinder-Koteletts gegrillt auf offener Flamme), nebenbei Blätterteig Brot, Sirup aus Weintrauben, Birnen und Äpfel sind traditionelle Gerichte dieser Gegend.

Sie können in diesem Gebiet auch Produkte wie Teppiche, Wandteppiche und Gegenstände, die in 30 Ateliers aus Onyx Marmoren erzeugt werden, kaufen.

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