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[Phonetische Künste] [Phonetische Künste] [Klassische Türkische Musik]


ARTEN UND FORMEN      





Fasıl (Reihenfolge)


Fasıl bedeutet dass die Werke die nach der gleichen Tonfolge komponiert worden sind nach einer bestimmten Reihenfolge oder den bestimmten Regeln entsprechend hintereinander vorgetragen werden. Fasıl faengt mit “Peşrev” oder zuvor mit “Baş taksim”(Haupttaksim) an und des erste Werk mit Gesang ist dann die “erste Komposition”. Spaeter wurde anstatt der ersten Komposition wenn vorhanden “"kâr” gesungen. Obwohl früher die "kâr” am Ende der Fasıl gesungen wurden. Dann kam die zweite Komposition oder Nakş. Dem folgte Ağırsemâî dann die Şarkı (Lieder) . Die Lieder wurden nach der langsamen Tempo zur schnellen Tempo (yürük) aufgereiht. Zwischen durch gab es ein oder zwei Taksim und es konnte ein Gazel vorgetragen werden. Der letzte Werk war eine Tanzmelodie oder eine Yürüksemâî.


Peşrev


Der Begriff Peşrev kommt aus dem persischen und bedeutet “der der ganz voran geht” und wird für Werke benutzt die am Anfang der Fasıl gespielt werden. Jeden Teil nennt man “Hane-Einzelteil” und nach jeder Einzelteil vorgetragenen Peşrev die aus "mülâzime" gebildet werden wurden allgemein mit grossen Takten wie darb-ı fetih, hafif, muhammes, devr-i kebir oder kleinen Takten wie Düyek komponiert. Die früheren Peşrev hatten drei Einzelteile. In den meisten alten Peşrev wurde der erste Einzelteil als mülâzime gespielt. Ab dem 17. Jahhundert wurde zwischen der zweiten und dritten Einzelteil ein Teil zugefügt die man “Zeyl” genannt hat und wurde spaeter in dem dritten Einzelteil als vierter Einzelteil aufgenommen.


Kâr


Kâr kommt aus dem persischen und bedeutet “Arbeit, Werk” und ist ein Form eines grossen Werks mit Gesang. Die Kâr sind ziemlich freie Werke. Der Text ist meistens lang. Die Kâr fangen meistens mit Terennüm (Gesang) an. Terennüm sind Melodien die ausserhalb der Halbverse der Gedichte mit sinnlosen ten te nen, te ne nen und sinnvollen Wörtern wie cânım, ömrüm, mîrim komponiert sind. In einigen Werken wurden ein Paar kleine Gedichte als Gesangttext benutzt.

Nach jedem Halbvers und Doppelvers kommt wieder Terennüm. Kâr werden allgemein in Teile getrennt die mit verschiedenen Takten komponiert wurden. Nach jedem Teil wird Terennüm oder Refrain gesungen.

Man nennt didaktische Werke deren jedes Halbvers oder Doppelvers in dem jeweiligen Halbvers oder Doppelvers nach der genannten Tonfolge komponiert wurde "kâr-ı nâtık" (sprechende kâr). "Kâr-ı nâtık" hatte keine Anwendung in den Fasıl, sondern wurde nur deshalb komponiert um den Schülern die Tonfolgen nach einer bestimmten Ordnung zu lehren.

Der Aufbau der Kâr gewann nach dem Verstaendnis und Vorstellungskraft des Komponisten eine Tiefe. Eine der Eigenschaften des Kâr war dass verschiedene Terennüm benutzt wurden um den Druck des Textes auf die Musik vollstaendig zu beheben eine Art musikalische Freiheit erlangt wurde.


Murabba


Dieses Wort kommt aus dem arabischen und bedeutet “vierer”, “viereckig” oder “vierteilig”. Im 19.Jahrhundert wurde das Wort Murabba als Komposition genannt und überliess seine Stellung im 20. Jahrhundert dem Begriff Beste (Komposition). Murabba sind Werke mit Texte die auf zwei Doppelverse eines Gazels komponiert sind und können mit und ohne Gesang sein. In eine Murabba werden die erste, zweite und vierte Halbvers it der gleichen Komposition vorgetragen. Für den dritten Halbvers den man “Meyan” nennt werden andere Tonfolgen benutzt. Der Gesang nach den Meyan mancher Murabba wurden verschieden komponiert. Bei den Murabba kommt nach jedem Halbvers ein Gesang. In einer klassischen Fasıl wurden zwei Murabba oder eine Murabba und ein Nakış vorgetragen. Die erste von zwei Murabba (erste Komposition) wurde meistens mit Zencirtakt der ein zusammengesetzter Takt war und die zweite Murabba mit leichten Takten wie Muhammas und Devri Kebir komponiert.


Nakış (Nakş)


Nakş befand sich unter den alten Formen und wurde meistens mit lenk fahte Takt komponiert und erreichte spaeter mit dem gleichen Namen oder manchmal mit der gleichen Aufbau und machmal mit kleinen Aenderungen unsere Zeiten. Die Werke in diesem Form mit “semai” Takten nennt man “Nakş Semai” und die die mit anderen Takten komponiert werden wurden nur “Nakş” genannt. Spaeter wurde diese Form “Nakş Beste” genannt.

Der erste und zweite Halbvers der Nakş werden in verschiedenen Kompositionen hintereinander gesungen und danach kommt eine ziemlich langes und geschmücktes Gesang. Nach der dritten Halbvers die Meyan genannt wird kommt der vierte Halbvers der mit der Komposition des zweiten Halbverses gesungen wird. Dann kommt wieder der Gesang.. Der grösste Unterschied die Nakş von Murabba unterscheidet ist dass die Gesaenge nach den zwei Halbversen kommen.


Ağırsemai


Diese Werke werden nach der zweiten Komposition oder Nakş gesungen und werden mit den aksaksemâî oder senginsemâî Takten komponiert. Einige ağırsemâî wurden mit ağır aksaksemâî oder ağır senginsemâî Takt gemessen. Der Text besteht aus zwei Doppelversen. Der erste, zweite und vierter Halbverse werden mit der gleichen Komposition gesungen. Der dritte Halbvers ist Meyan und hier wurden wichtige Tonfolgeübergaenge verwirklicht. Nach jedem Halbvers kommt Gesang. Der Gesang nach Meyan kann anders komponiert sein.

Die ağırsemâî dessen erste und vierter Halbvers mit verschiedenen Kompositionen hintereinander gesungen werden ohne dass ein Gesang dazwischen kommt nennt man Nakış ağırsemâî'. In diesen Werken ist Meyan wieder ind er dritten Halbvers. Die Komposition der vierten Halbvers gleicht meistens dem der zweiten Halbvers. Zuletzt wird der Gesang wiederholt.


Yürüksemâî


Wird nur in den Fasıl in denen grosse Werken mit Gesang gespielt werden nach ağır¬semâî in der grossen Fasıl in denen auch Lieder sind vor der letzten sazsemâî gesungen. Wird immer mit yürüksemâî Takt komponiert. Selten kommt ein Taktwechsel vor. Aus der Sicht der Form gibt es keinen Unterschied zu Murabba und Ağırsemâî.

Yürüksemâî dessen erste und zweite Halbvers mit verschiedenen Kompositionen hintereinander ohne dass ein Gesang dazwischen kommt gelesen wird nennt man nakış yürüksemâî. In solchen Werken ist Meyan wieder der dritte Halbvers. Die Komposition der vierten Halbvers ist wieder allgemein die gleiche wie der zweiten Halbvers.


Taksim


Taksim wurde schon immer als ein Mass der Meisterhaftigkeit des Spielers angesehen und sind Soloimprovisationen der Instrumentenspieler.

"Ta'rîf-i Taksîm oldur ki usule bend olmayub, bestenin olduğı makâmda bir güzel ve lezîz nağmedir ve
cümlesinden evvel hareket ider. "

Taksim hat verschiedene Arten. Haupttaksim oder Einführungstaksim ist ein Taksim der einen langen Fasıl öffnet. Zwischentaksim wird in der Mitte der Fasıl bir einer oder mehreren Instrumenten gespielt. So wird dem Instrumentenspieler die Möglichkeit gegeben Solo aufzutreten und den anderen Mitgliedern der Gruppe und besonders den Saengern die müde wurden die Möglichkeit sich auszuruhen. Übergangstaksim ist ein Taksim die in der Mitte eines Programms mit einem oder mehreren Instrumenten für die Vorführung der anderen Werke in anderen Tonfolgen die Künstler und die Zuhörer vorbereitet.

Ein Übergangstaksim endet nicht mit der Tonfolge in dem es anfing. Aber in der Zwischentaksim können zwar verschiedene Tonfolgenübergaenge geben, muss aber mit der Tonfolge enden mit es begann. Letzte Taksim gibt es heute nur in der Mewlewimusik und befindet sich im Gottesdienst vor der letzten yürüksemâî. Gegenseitige Taksim oder taksim-i muhtelit nennt man einen Taksim der von mehreren Instrumenten hintereinander stattfindet (das kann zur gleichen Zeit ein Zwischentaksim oder Übergangstaksim sein).

Fihrist Taksim ist ein langer Taksim der mit einer bestimment Tonfolge beginnt und nach einer bestimmten Reihenfolge mit einem einzigen Instrument gespielt wird um den Verlaufeigenschaften der Tonfolgen zu zeigen. Fihrist Taksim ist mehr als Konzert für sich alleine als ein Teil eines Fasıls. Tanbûrî Cemîl Bey hat Taksimart erneuert und entwickelt.


Gazel


Gazel nennt man eine Vokalimprovisation die vom Saenger verwirklicht wird. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Gazelart grosse Interesse gezeigt was heute beinahe verschwunden ist. Ein Gazel ist ein Gedicht mit mindestens zwei Doppelversen die mit improviert gesungenen Melodien denen man am Anfang und Ende der Halbverse Silben wie of, aman, yâr ey und Gesangt zufügt und vortraegt. Hâfız Sâmi, Hafız Osman und Hafız Kemâl sind grosse Meister dieser Art.


Şarkı (Lied)


Şarkı bedeutet wörtlich “dem Osten gehörend”. Besonders nach dem achzehnten Jahrhundert wuchs dessen Bedeutung bis in unseren heutigen Zeiten und ist sehr beliebt. Die Lieder wurden immer nach dem Geschmack der jeweiligen Zeit komponiert und wurde meistens für Zuhörer die keine tiefe Musikkultur haben mit attraktiven Melodien verflochten.

Einige grosse Komponisten haben anspruchsvolle Lieder deren Niveau so hoch wie Kâr, Murabba waren komponiert. Die Şarkı Art gewann nach Hacı Arif Bey (1831 -1885), der fast nur Lieder komponiert hat, an Wichtigkeit und die klassische türkische Musik wurde beinahe zu einer Liedermusik umgewandelt. Şarkı ist eine literarische Form die unter dem Einfluss der Literatur der Volkskunst enstanden ist. Gegenüber der Divanliteraturformen die sich auf Beyit-Doppelvers (zwei Halbverse) stützen, trat die Şarkı Form mit der Komponierung der Gedichte aus Strophen mit mehr als zwei Halbversen hervor.

Die Lieder die in sehr verschiedenen Arten komponiert wurden können einzelne oder mehrere Strophen haben. Einstrophige Lieder wurden nach der Anzahl der Halbverse benannt (muhames; fünf Halbverse, müseddes: sechs Halbverse). Die klassischen Lieder können allgemien aus vier Halbversen, oder weniger Halbversen oder mehreren Halbversen bestehen. Diese Halbverse werden auch mit besonderen Namen erwaehnt. In einem Lied mit vier Halbversen wird der erste Halbvers mit der charakteristischen Einführungsmelodie der Tonfolge komponiert. Es ist bei den Liedern traditionell wenn jeder Halbvers wiederholt wird.

Den ersten Halbvers nennt man “Zemin”. Der zweiten Halbvers wird mit der auffallaendsten Melodie der Tonfolge und des Liedes verflochten. Dieser Teil ist der Refrain des Liedes. Der dritte Halbvers an dem der Tonfolgenübergang oder Erweiterung stattfindet wird “Miyanhane” oder “Miyan” genannt. Der dritte Halbvers wird mit der Melodie der zweiten Halbvers komponiert und auch dieser Teil ist der “Refrain”des Liedes. Der Text dieses Teils ist meistens die gleiche wie die des zweiten Halbverses.

Die Verbindung zwischen den Halbversen des Liedes werden von den Instrumenten verwirklicht. Die Interpretationen die am Anfang und Ende eines Halbverses manchmal mit langen Saetzen gemacht werden nennt man "Şarkının Ara Nağmesi - Zwischenmelodien des Liedes”. In den Liedern werden meistens kleine Takte benutzt. In der Vergangenheit wurden in Şarkıformen einige grosse Takte benutzt.


Sazsemâî


Sazsemâî wird am Ende der Fasıl gespielt und besteht wie Peşrev aus Hane (Einzelteil) und Mülâzime. Die Sazsemâî haben meistens vier Einzelteile.Dessen erste, zweite und dritte Einzelteile und Mülâzime wird mit dem aksaksemâî Takt komponiert. Im vierten Einzelteil wird eine der Takte semâî, yürüksemâî und senginsemâî benutzt. Es gibt Sazsemâî in denen zwei von ihnen benutzt wurden. In der vierten Einzelteil einiger Sazsemâî aus dem 20. Jahrhundert wurden Takte wie devr-i hindi, devr-i turan, curcuna, aksak und Türk aksağı benutzt.

In der Frühaera wurden die sazsemâî die "sazende semâîsi" genannt und hatten wie die Frühaera Peşrev drei Einzelteile und diese drei Einzelteile – die spaeter yürüksemâî genannt wurden- wurden mit der sechsteiligen Semâî Takt komponiert.


Oyun havası (Tanzmelodie)


Es sind instrumentale Werke die mit flinken Melodien komponiert wurden um die Tanzvorführung der Taenzerinnen die Rakkase genannt wurden zu begleiten. Früher wurden diese Tanzmelodien Raksiye oder Raks genannt. Es wurden diesen im 19. Jahrhunderten neue Arten wie Sirto und Longa zugefügt die aus den Balkanen kamen. Die Sirto und Longa hatte wie die anderen Instrumentalen Werken allgemein vier Einzelteile und wurden mit Taktarten wie sofyan, nim sofyan oder düyek komponiert.

Tavşanca die die Taenzen der Taenzer die “Tavşan” genannt wurden begleiteten und die Köçekçe die die Taenze der “Köçek” begleiteten waren eine Art Tanzmelodien.