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[Die Türkische toleranz !]


DIE TÜRKISCHE TOLERANZ       



Seit ihrem Auftreten in der Weltgeschichte, gab es bei den Türken keinen religiösen Fanatismus. Es herrschte Glaubensfreiheit. Es wurden keinerlei Feindschaften anderen Völkern gegenüber, deren Religion, Sprache, Kultur, Sitten und Bräuche gehegt. Man hielt es auch nicht für nötig, die eigene Religion oder Sprache anderen aufzuzwingen. Die Türken verstanden und erlebten später auch den Islam auf toleranterer Weise als andere Völker. Sie erwiesen diese Toleranz sowohl ihren Religionsbrüdern gegenüber, als auch den Angehörigen anderer Glaubensrichtungen.

Die Osmanen nahmen mehrere Male in der Geschichte die unterdrückten, vertriebenen und verfolgten Juden in ihrem Land auf und retteten sie vor dem Völkermord. Für die unter byzantinischem Druck leidenden Juden, war die Eroberung von Bursa im Jahre 1324 durch die Osmanen eine Rettung. Unter osmanischer Herrschaft bildeten sie ihre Gemeinde und bauten mit Erlaubnis und Unterstützung Orhan Bey's ihre Synagoge Etz Hayyim. Als Edirne die Hauptstadt des Osmanischen Reiches wurde, emigrierten viele europäische Juden, einschliesslich Karaiten, hierher. Auch die Juden, die im Jahre 1376 aus Ungarn und 1394 aus Frankreich und Sizilien vertrieben wurden, liessen sich in Edirne nieder. Der Rabbiner Izhak Sarfati, empfahl in seinen Briefen der jüdischen Gemeinde in Europa, sich auf osmanischem Boden niederzulassen, falls sie die Absicht hatten, sich aus der Unterdrückung und Verfolgung der christlichen Herrschaften zu retten. Als Sultan Mehmet,II. im Jahre 1453 Istanbul eroberte, fand er eine unter byzantinischer Herrschaft stark gelittene jüdische Gemeinde. Er befahl seinen Leuten, alles nötige zu unternehmen, damit diese Menschen, die ihn mit Liebe und Hoffnung empfingen, in Sicherheit und Ruhe leben konnten. Die im Jahre 1470 aus Bayern vertriebenen Juden flüchteten ebenfalls in das Osmanische Reich. Auch später, zur Zeit des Sultans Bayezit,II. liessen sich abermals sehr viele Juden, die von der katholischen Herrschaft in Spanien und Portugal verfolgt und vertrieben wurden, in osmanischen Ländern nieder. Die osmanische Flotte, in der Leitung des Admirals Kemal Reis, brachte diese scharenweise vertriebenen Juden und Moslems, die sich vom Massaker retten konnten, an osmanische Häfen. Schliesslich flüchteten vor dem 2.Welt-Krieg zahlreiche Juden, die unter der Nazi-Herrschaft in Deutschland verfolgt wurden, in die Türkei. Während in vielen Ländern Europas die jüdischen Gemeinden Jahrhunderte lang unter antisemitischer Verfolgung litten, lebten sie auf türkischem Boden stets in Ruhe und Sicherheit.