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[Sitten und Bräuche]


ALLTAG IN DER TÜRKEI      


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ALLTAG IN DER TÜRKEI

Durch die Tatsache, dass Anatolien die Zeugenschaft über das Lebensabenteuer der Menschheit auf der Erde schon seit Anfang an gemacht hat und der Tatsache, dass sie vielen Zivilisationen eine Schwelle und Wiege war und dass sie zwischen den Kontinenten und Zivilisationen eine wichtige Brücke darstellte, verursachte im Laufe von tausenden Jahren, dass hier ein sehr buntes, vielfältiges und sehr verschiedenartiges, interessantes Alltagsleben entwickelte.

In ländlichen Gebieten fängt das Alltagsleben mit Sonnenaufgang an und führt seine Lebendigkeit bis zum Sonnenuntergang weiter. Durch die Tätigkeiten die sich auf die Landwirtschaft und Tierzucht stützen, gibt es für jeden im Dorf, sei es jung oder alt, Mann oder Frau oder Kind, etwas zu tun. Von Aussen erscheint das Leben sehr ruhig, gewinnt aber eine ganz besondere Lebhaftigkeit, ein Getriebe zu wichtigen Anlässen wie Hochzeiten, Feste und Beerdigungen. Reges Treiben herrscht ebenso in Basaren und Geschäften, die an bestimmten Tagen der Woche stattfinden; bei Almenumzügen und grossen festlichen Veranstaltungen, oder bei der Verabschiedung von Soldaten die zum Militär eingerückt werden, oder wenn Pilger nach Mekka reisen… Wenn Verwandte, Freunde, Nachbarn oder Bekannte in die Fremde ziehen oder wieder zurückkehren, werden sie grossartig empfangen. Ebenso bringen Feierlichkeiten und Festspiele wie Newros, Hıdırellez (Frühlingfeste) und Traubenernte, Bewegung in das älltägliche Leben.

Der Familienbund und Nachbarschaftsbeziehungen sind in Anatolien sehr fest und stabil. Wie es auch schon immer in der Vergangenheit der Fall war, stellen die Menschen Anatoliens noch heute ein gutes Beispiel für Einheit, Solidarität, Gemeinsamkeit und Mitgefühl in Trauer, Stolz, Fröhlichkeit und Kummer dar.

Die Traditionen, Bräuche, Sitten und Gewohnheiten, die unsere Zeiten aus der Vergangheit erreichen, übertragen den Familienangehörigen bestimmte Pflichten, Verantwortungen, Rechte und Aufgaben. Mit dem modernen Leben haben sich die sozialwirtschaftlichen Bedingungen verändert; demzufolge auch die Gewohnheiten im gesellschaftlichen Leben und im Alltagsleben in wichtigen Ausmassen. Aber das alltägliche Leben der anatolischen Menschen, die in Jahrhunderten schrittweise entstanden ist, lebt heute noch weiter.

Im Gegensatz zu den ländlichen Gebieten, herrscht in Städten ein viel bunteres, lebendigeres und rüstigeres Leben. Geschäfte und Basare, Kultur- und Kunstaktivitäten, Erholungsorte, Vergnügungs- und Einkaufszentren bieten nicht nur tagsüber sondern auch nachts sehr viel Abwechslung und Unterhaltung. In einigen Vergnügungsstätten und touristischen Zentren sowie in Grossstädten waltet reges Treiben bis spät in die Nacht, oder sogar bis in die frühen Morgenstunden.