Skip Navigation Links
 

[Zivilisationen in Anatolien] [Türkische Zivilisation]


TÜRKEN VOR ISLAM       


Skip Navigation Links.
Collapse Kunst und Kultur  - Zivilisationen in AnatolienKunst und Kultur - Zivilisationen in Anatolien
Die Türkei auf der Welterbeliste
Expand Die ersten Ansiedlungen in AnatolienDie ersten Ansiedlungen in Anatolien
Expand Antike ZivilisationenAntike Zivilisationen
Expand Türkische ZivilisationTürkische Zivilisation
Expand Die SeldschukenDie Seldschuken
Expand Das Osmanische ReichDas Osmanische Reich

Es wird anerkannt, dass die Geschichte in den Jahren 4000 v. Chr. mit der Erfindung des Schriftes durch die Sumerer, begonnen hat. Unser Wissen, über das Abenteuer der Menschheit auf der Welt vor Erfindung des Schriftes, ist sehr begrenzt und ungeklärt. Diese Zeitspanne wird ‘’Prähistorisches Zeitalter’’ genannt.

Ungefähr innerhalb eines 6000 jährigen Geschichtsvorgangs sehen wir nach den Sumerer, Ägypten und Nahost Länder auf der Geschichtsbühne.

Über Türken wird in den schriftlichen Quellen, vorallem auch als Turani (Französisch: Touranien) genannten, aus Ural-Altai Rassengruppe stammenden Volksstamm der Altais, geschrieben. Nach unserem heutigen Wissen ist die eigentliche Heimat der Türken, das grosse Dreieck, welches zwischen Aral See-Altay Berge- Tanrı (Tiyanşan) Berge liegt und das Balkaş See mit sich einschliesst. Aber sie haben sich in sehr Frühzeiten, sehr schnell in der Gegend verbreitet. Sie sind in der Richtung Nord-Ost vorwärts gekommen und haben sich im Norden von China angesiedelt, sich mit den persischen Volksstämmen vermischt und unter den Namen Saka (İskit) in den Westen geflossen. Die meisten Historiker sind der gleichen Meinung, dass der Herrscher Çu, der vom 1111 v. Chr. bis 256 v. Chr., 855 Jahre in China herrschte, auch türkischer Abstammung war.

Am Anfang war der Name Türke, nur Name eines der Türkisch sprechenden Volksstammen. Nach dem VI.. Jahrhundert, also nach den Göktürken, wurden alle türkisch sprechenden Volksstämme, mit dem –gemeinsamen Namen und zwar ‘’Türken’’ genannt. ‘’Stark, mächtig, Vielheit’’ bedeutendes Wort, wurde in den ersten Zeitperioden als ‘’Türük’’ ausgesprochen. Die Schreibweise als ‘’Tik’’ wird zum ersten Mal in chinesischen Quellen im XVIII. Jahrhundert v. Chr. begegnet. Wieder laut Erkundigungen aus chinesischen Quellen erfahren wir, dass die Eroberung der ersten chinesischen Provinzen ab 781 v. Chr., durch die Türken begann.

Die früheren Türken waren gross (ca. 180 cm), hellhäutig, dunkelblond bis blond. Die Dunkelhäutigkeit entstand später, nach der Vermischung mit anderen Rassen. Bei den Türken gab es auch keine schlitzäugigkeit und runde Augen und auch keine auffällige Backenknochen. Dieser Art von mongolische und chinesische Erscheinungen werden bei Türken bemerkt, die sich mit diesen Volksstämmen gemischt haben. Die Türken sind von Anfang an ein Volk gewesen, das sich mit anderen Völker und Volksgemeinschaften sehr leicht zusammenwächst und zusammenmischt.

Frühere Türken waren Anhänger der Religion Gök Tanrı ( Himmel Gott ). Dieser Religion hatte keinen bestimmten Propheten, Heiliges Buch, Gotteshaus, Gottesdienstart und Geistliche. Diese Religion hatte einen einzigen Gott. Über diesem Gott, der Schöpfer des Universums und ewig ist, glaubte man,dass er nur Gott der Türken ist. Es wurden ihm Opfer geschenkt. Totemismus, Abgötterei gab es nicht. In den alten türkischen Epos viel erwähnte Wolf war zwar heilig, aber kein Totem. Es herrschte den Glauben an Jenseits, Unsterblichkeit der Seele, Paradies und Hölle. Deshalb mumifizierten sie ihre Toden und beerdigten diese mit ihren Bedarfssachen.

Sie assen keine Schweinefleisch und züchteten diese auch nicht. Kein Türke wurde Sklave und Sklavin. Jungfraulichkeit und Ehrenhaftigkeit der Frauen waren für sie sehr wichtig. Die einzige Strafe einer Vergewaltigung war die Todesstrafe.

Sie hatten die Zähmung vom Rind, Pferd, Schaf, Kamel, Renntier und Grunzochse geschafft. Sie waren Jäger, Nomaden und Krieger Stämme. Aber in Frühzeiten hatten sie auch grosse Städte und Festungen gegründet. Sie konnten Metalle wie Eisen, Kupfer und Gold verarbeiten und aus diesen verschiedene Werkzeuge und Kunstwerke herstellen. Vor allem während der Zeit der Hunnen, angefangen vom Nordschwarzesmeer bis an die Küsten des Grossen Ozean’s, war die türkische Kunst anderen gegenüber überlegen. Da die längste Handelsstrecke, die Seidenstrasse über Mittelasien, d.h. durch ihr Gebiet durchging, wurden sie durch Transithandel sehr reich. Die Beziehungen zwischen den grössten damaligen Kulturen, wie die von China, Ägypten und andere Nahostländern, wurden von den Türken herbeigeführt.

Die Türken gaben seit damals eine grosse Acht auf ihre Bekleidung. Da sie aus einem kalten Gegend stammten, mussten sie sich um ihre Widerstandskräfte erhöhen zu können, gut bekleiden. Sie waren bei der Lederverarbeitung und Weberei sehr fortgestritten. Sie erzeugten sowohl aus selbsthergestellten oder gewebten Stoffen und Materialien als auch von dem benachbarten chinesischen Stoffen, die im Seidenweberei sehr überlegen waren, verschiedene Bekleidungen. Sie bekleideten sich mit Hemden, Hosen und Jacken ähnliche Bekleidungen. In manchen Quellen wird es sogar erwähnt, dass sie diese Bekleidungen zuerst an Chinesen, von der Geburt Christi ab V. Jahrhundert, den Römern beigebracht haben und das sie die Gründer der heutigen europäischen Bekleidungsstil sind.

Türkische Männer hatten meistens Schnurrbart, aber sie trugen selten Bart. Männer und Frauen liessen ihre Haare wachsen und machten die Haare, Pferdeschwanzförmig, hinten los.

Sie hatten keinerlei feindhafte Gefühle gegen Ausländer, deren Religionen, Muttersprachen, Kulturen, Traditionen und Bräuche. Sie versuchten auch nicht ihre eigener Sprache und Religion anderen anzueignen.

Die Türken glaubten daran, dass sie vom Gott gewählt und als ein anständiges Stamm erschafft wurden. Es ist ein Zeichen dafür, dass sie ihr Herrscher sehr oft, Herr der Welt, Herrscher der Welt, König der Welt, Herrscher der Festländer und Meeren, bezeichneten.

Verbreitungswunsch, Eroberungsideen, Entschlossenheit selbst aus schlimmsten Situationen davonzukommen, die Ziele in der Welt zu beherrschen und grosse Kaiserreiche zu gründen, der Welt Ordnung , Gerechtigkeit, Frieden zu bringen , das Ziel Wohlstand und Wohlergehen zu bringen, Eigenschaften eines Welteroberers, bei den Türken zog seit sehr längerer Zeit auch die Aufmerksamkeit der ausländischen Völker. Manche erklärten das mit einem Zauberkraft besitzenden

Stein, der ‘’ yada Stein’’ genannt wird und geglaubt wird, dass es nur Türken besitzen. Die Chinesen brachten einen realistischeren Erklärung vor und meinten, dass es mit den reiterischen Eigenschaften zusammenhängen würde. Tatsächlich spielte damals die türkische Armee mit den Rittern, als schnellste Kriegsgrundlage des damaligen Zeitalters, eine grosse Rolle bei der Besitz von sehr grossen Ländern. Ausserdem verleihte ihnen, die Beherrschung über das Eisen, Besitz von diesem Metall, Herstellung von unterschiedlichen Waffen und Gegenständen durch Verarbeitung dieses Metalls, eine unvergleichliche Stärke.

In den Zeiten der Hunnen war ein grosser Hakan namens Yabgu der Haupt der Türken und es wurde geglaubt, dass er der Vetreter des Himmelsgottes auf der Erde sei. Die staatliche und militärische Organisation war bestens. Heldentum, Ritterlichkeit, Ehrlichkeit, Anständigkeit zählten zu Grundlagen eines idealen Lebens. Sie waren im Reiten, Schwert und Verwendung der Lanze sehr geschickt. Ein Kind begann mit 4 Jahren zu reiten an, dann trennte es sich nicht mehr von seinem Pferd und man glaubte beinahe, dass es mit den Pferden geboren wurden.

Sobald die Türken in der Geschichte auftraten, kamen sie mit den Chinesen gegenüber, die im Vergleich zu ihnen eine vielgrössere Bevölkerung besass und mussten mit ihnen auf Leben und Tod kämpfen. Um ihre Existenz fortzuführen, mussten sie eine auf militärische Disziplin stützende Struktur und hierarchisches System aufbauen, sich jederzeit gegen die starken Feindkoalition gegenüber, kriegsbereit bewaffnen.

Bei den früheren Türken war Adel, vornehme Abstammung wichig und wurde vorausgesetzt. Die meisten Offiziere waren von vornehme Abstammung. Aber es gab keine grosse Trennung und Sonderbarkeit hinsichtlich anderer Rechte, ausser bei staatlicher Verwaltung, zwischen den adligen und das Volk. Überstehende Aufgaben, Generalsrang wurden nur dem Khan und Hakan Familienangehörige, sehr oft an Prinzen der Monarchie, vergeben und diese nennte man ‘’tegin’’ und ‘’şad’’. Tätigkeiten der Prinzen in anderen Berufen wurden nicht gerne angesehen.

Die Türken waren in Stämmen und Sippen aufgeteilt. Jede davon hatte einen Führer. Aber um den Stammesföderation, überhaupt Konföderation zu beherrschen, um der Oberste eines solchen Bundes werden zu können, bedingte vom Himmelsgott gute Anzeichen. Man glaubte, dass Himmelsgott dieses Anzeichen an die Familienangehörigen des Oğuz Khan verliehen hatte. Herrscherfamilie war auf insgesamt 24 Oğuz Stämmen aufgeteilt und zwar die 6 Söhne des Oğuz Khan und wiederrum deren weitergehende je 4 Söhne. Von den Hunnen im Jahrhundert III. v. Chr. bis zu den Osmanen im XX. Jahrhundert stammten alle türkische Herrschersfamilien von dieser Nachkommmenschaft. Die Osmanen kamen aus der überragendste Stamm der 24 Oğuz Stämmen und zwar aus Kayı Stamm und die Seldschuken aus der Kınık Stamm. Jedes Stamm hatte einen eigenen Brandmal. Sie kennzeichneten ihre Tiere, Waffen, Gegenstände mit diesem Brandmal. Man sieht das sogar im XVI. Jahrhundert, Münzen und Kanonen des Soulyman des Prächtigen, mit dem Brandmal des Kayı Stammes, aus dem die Osmanen stammen, versehen sind. Kein Mensch, ausser einer aus der Herrscherfamilie dachte daran, ein Hakan zu werden. Kein Türke würde sowieso einen ausserhalb der Herrscherfamilie als Hakan anerkennen und ihm gehorsam sein. Man glaubte, dass als Hakan genannte grosse türkische Kaiser vom Gott und um dessen Willen zu erfüllen, über das türkische Volk beauftragt wurde und dadurch heilig wäre. Diese Heiligtum galt auch für alle anderen Mitglieder der Herrscherfamilie zu der der Hakan gehörte. Hakan wurde nicht als Gott, aber Gott ähnlich angenommen und man glaubte das er die Regierungsrecht vom Gott verliehen bekommen hätte. Meistens ging die Würde ‘’Hakan’’ vom Vater zum Sohn und öfters zum ältesten Sohn über, jedoch war es keine strinkte Regel. Jeder Prinz der Herrscherfamilie konnte Anspruch an der Throne erheben. Derjenige der dem anderen gegenüber überlegen war wurde als vom Himmelsgott bevorzugt und gewählt angesehen und alle mussten ihm gehorchen. Diese Sitten und Gebräuche waren wichtigste Gründe dafür warum die Regierung in eine föderierte Struktur organisiert wurde, die türkischen Kaiserreiche nicht langfristig waren und frühzeitig auseinander gegangen sind. Auch die Prinzen, die in bestimmten Gebieten die Aufgaben eines türkischen Regierungspräsidenten und Staatsmannes erfüllten, machten in den weiten Ländern in der sie regierten, herrschend von Befugnissen Gebrauch. Wenn der Hakan stark und mächtig war, dann gehorchten sie ihm, aber bei nächster Möglichkeit suchten sie nach Möglichkeiten eines Aufstandes. Wenn der Hakan fähig und gewandt war, so wurde das Reich erhaben, wenn nicht, dann war eine schnelle Auflösungvorgang nicht zu vermeiden. Dieses System war bis zu den Osmanen auch bei den islamisch türkischen Reichen in Kraft, konnte aber durch Osmanoğulları ausser Kraft gesetzt werden.

Der erste starke Auftritt der Türken in der Geschichte, geschah im III.Jahrhundert v. Chr. mit dem Grossen Hunnen Kaiserreich. Das Zeitalter vor den Hunnen gilt als Vorgeschichte der Türken. Seitdem sind die Türken nicht mehr aus der Geschichtsbühne ausgestiegen. Sie gründeten viele Mächte und Kaiserreiche und gaben der Weltgeschichte eine Richtung. Bis dahin zerstreute Kulturzentrum bildende türkische Stämme und deren Kulturen wurden zum erstenmal von den Hunnen vereinigt. So spielten sie beim Aufkommen der Türken als ein Volk,die Hauptrolle. Im Zeitalter der Hunnen haben die Türken in den Gebieten vom Korea bis in den ungarischen Tiefebene, Frieden, Ruhe und Wohlstand gebracht.

Teoman Yabgu (244-209 v. Chr.) war einer der grössten Herrscher der Hunnen. Sein Sohn Mete (209-174 v. Chr.) machte aus der Kaiserreich ein Weltmacht, vergrösserte sein Gebiet zwischen Hazer See und Japanisches Meer, zwischen Himalaya’s und Sibirien ungefähr auf eine 18 Millionen Quadratmeter grosses Gebiet. Auch die Seldschuken und Osmanen,viele Herrscher der später gegründeten türkischen Mächte, stammten von dem Nachkommen dieses grossen,von Türken als ‘’Mete Han’’, ‘’Oğuz Khan’’ genannten und durch Epos erhabenen türkischen Hakan’s.

Drei von unzähligen kleinen und grossen türkischen Mächten konnten rechtzeitig, alle türkisch sprechende Stämme, die in den breiten Ebenen des Kleinasiens lebten, unter einer gemeinsamer Fahne und Dach des Kaiserreichs zusammengebracht werden. Diese sind Grosses Hunnen, Göktürk und Grosses Seldschuken Reiche.

Das Verwaltungszentrum der Türken, das früher in der Gegend von Mongolei war, verfolgte ständig die Richtung vom Osten nach Westen, verschiebte sich mit Uiguren nach Ost Turkmenistan, nach Mittelasien, mit Karahanen etwas mehr nach Nahosten und kam anschliessend nach West Turkmenistan. Mit Grosses Seldschuken Reich, welches im Jahr 1040 an die Stelle der Karahanen kam, erreichte türkische Hakanlık das Mittelmeer und wurde somit zur grössten Macht des Nahostens. Die Seldschuken machten Anatolien zu ihren ewigen Heimatland und gründeten im Jahre 1075 Seldschuken Reich Türkei und ab zehnte Jahrhundert wurde der Name Anatolien als Türkei benannt. Mit dem Osmanischen Reich erfüllten sie ihre İdee, Souveränität über die Welt zu haben, gründeten einer ihrer eigenen und weltgrössten und langdauernden Reiche und wurden zum Weltkaisertum.

Die Türken haben auch ausserhalb der Gebiete, die sie zu ihrem Heimat machten, eine grosse historische Vergangenheit. Die Türken gründeten auch in China, Indien, Ägypten und Osteuropa, mächtige Reiche und Dynastien.