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[Diyarbakır]


DIYARBAKIR      



Diyarbakır ist nach Gaziantep die zweitgrößte Stadt Südostanatoliens. In der Geschichte hieß die Stadt Diyarbakır, Amida. Sie wurde an der Küste von Tigris, auf einer Hochebene gegründet. Sie besteht aus einer Neu- und Altstadt. In der Zeit der Republik wurde die Neustadt außerhalb der Festungsmauer gegründet, Alleen, Einzelhäuser, öffentliche Gebäude, Parkgeländer und mit großen Hotels, hat die Stadt ein modernes Aussehen. Die Altstadt und die Neustadt widersprechen sich jedoch. Die Altstadt ist mit einer Festungsmauer umschlossen. Diese Mauer wurde Mitte des IV. Jahrhunderts, zum ersten Mal, zur Zeit der Römer angefertigt. Zur Zeit des Herrschers Konstantin II des Römischen Reiches, wurde die Stadt mit der Festungsmauer umschlossen und somit die Burg verstärkt. In der Geschichte wurde die Festungsmauer häufig restauriert. Die Mauer, die diese alte Niederlassung umschließt, besteht aus drei Schichten, aus schwarzen Basaltsteinen. Die Mauer hat 18 Bastionen und besteht aus zwei Hauptteilen. Die Innen- und Außenburg. Bei der Außenburg ist die Festungsmauer mehr als 5 km lang. Im Norden befindet sich das Harput Tor (Harput Kapısı/Dağ Kapı), im Westen das Urfa Tor, im Süden das Mardin Tor und im Osten das Yeni Tor (Neue Tor). Mit dem Yeni Tor öffnet sich die Außenburg an der nordöstlichen Ecke zur Innenburg, welche von einer separaten Festungsmauer umschlossen ist. Hier befinden sich die Tore wie Fetih, Saray, Küpeli und Oğrun. Insgesamt vier Tore. In der Innenburg wurden bei Ausgrabungen in den Jahren 1961-62 Reste von einem Palast der Artuken gefunden, welcher vermutlich im XIII. Jahrhundert gebaut wurde. Die Stadtmauer, die Grabmäler und die Reliefs waren insgesamt die weltweit längsten Stadtmauern und nebenbei waren diese Werke sehr relevant, weil daran die Verteidigungsarchitektur des Mittelalters erkannt werden konnte.

Das wichtigste religiöse Werk, welches auf jeden Fall besucht werden sollte ist die Diyarbakır Ulu Camii, welche im Jahre 1091 vom Großen Seldschuken Kaiser Melikşah erbaut wurde. Die Moschee ist in ihrem Grundriss identisch mit der Emeviye Moschee in Damaskus (Syrien). Es wurden Byzantinische Baumaterialien und Säulen des Römischen Theaters benutzt und deshalb wurde so ein interessantes Bauwerk daraus. Auch tritt die Moschee mit seinen Minaretten, Verzierungen, Gebetsnischen und der Brunnenanlage hervor. Diese Moschee wird im nördlichen Bereich von der Mesudiye Medresse begrenzt, welche im Jahre 1224 gebaut wurde und in dem gleichen Bereich wird der Hof von einer weiteren Moschee, aus der Zeit der Safiden begrenzt. Mesudiye gehört zu der Gruppe von Medressen mit Terrasse und Höfen. Sie wurde zweistöckig und mit Quadern gebaut. Die Gebetsnische wurde mit den regionalen schwarzen Basaltsteinen angefertigt und ist ein sehr schönes Beispiel für Steinarbeiten. Auch eine weitere Medresse in Diyarbakır, welche 1198 gebaut wurde ist eine weitere Artukische Medresse mit Terrassen und Höfen. Die Ulu Camii (Meyyafarkin) im Bezirk Silvan bei Diyarbakır ist ein weiteres Artukisches Werk, welches im Jahr 1157 vervollständigt wurde.

In Diyarbakır steht eine Burg aus der Zeit der Inaloğulları (Hz. Süleyman/Nasıriyye),eine Moschee, die Ayni Minare, Şeyh Matar, Nebi und Safa (Iparlı) Moscheen wurde von den Akkoyunlu Turkmenen gebaut und sind sehr sehenswürdige religiöse Bauten. Besonders das Minarett der Moschee Nebi weist die typisch Osmanisch architektonische Eigenschaften auf und die Mosaike der Safa Moschee sind ein schönes Bespiel für Persische Architektur.

In der Osmanischen Zeit wurden in Diyarbakır viele architektonische Werke gebaut. 1520 wurde die Fatih Pascha Moschee fertig gebaut und sie ist bedeutend, weil es die erste Osmanische Moschee der Stadt ist. Die weiteren Sehenswürdigkeiten, die eine besondere Osmanische Verzierungen und Architektur aufweisen, sind die Werke, die in den letzten Jahren der Herrschaft des Kaisers Kanuni Sultan Süleyman erbaut wurden, wie z.B. die Iskender Pascha Moschee, Behram Pascha Moschee und die Moschee Melek Ahmet, die zur Zeit des Kaisers II. Selim gebaut wurde.

Die weiteren religiösen Bauten, die in Diyarbakır gesehen und betrachtet werden sollten, sind die Kirchen. Es befindet sich die Meryem Ana Süryani Kadim, Surp Gregos, Surp Sarkis (keltische Kirche), Saint Georg (Kara Papaz Kilisesi), sind einige Namen der evangelischen und katholischen Kirchen. Jedoch heute wird nur die Meryem Ana Süryani Kadim Kirche betrieben.

Wenn Sie die Museen in Diyarbakır auch besuchen möchten, dann raten wir Ihnen zuerst einmal mit dem Besuch des Hauses von Atatürk anzufangen, welches sich im Bereich des Flusses außerhalb der Stadtmauern befindet. Außer dem Diyarbakır Museum wurde auch die Residenz des Schriftstellers Cahit Sıtkı Tarancı im Jahre 1973 in ein Museum umgewandelt. Im Museum befinden sich ethnografische Gegenstände und private Sachen des Schriftstellers, Fotos und Dokumente, womit auch beabsichtigt wird, das Leben in Diyarbakır darzustellen.

Diyarbakır ist auch wichtig aufgrund seiner vielen Herbergen. Die Deliller Han, Hasan Pascha Han, Çiftehan und Yeni Han können hier als Beispiele aufgezählt werden. Das Deliller Han (1527) liegt beim Mardin Tor, der Festungsmauer der Burg. Es war früher eine Karawanserail, aber heute wird es als Hotel betrieben. In der Herberge sammeln sich jedes Jahr die Reiseleiter (Reiseführer/delil) der Pilgergruppen vor der Reise und deshalb wird diese Herberge Deliller Han genannt.

Die Brücke Malabadi liegt zwischen Diyarbakır und Batman, neben der neuen Straßenbahn, auf der rechten Seite. Sie wurde von den Artuken im Jahr 1147 gebaut. Es ist ein wunderschönes Artuken Werk, über dem Bach nach Batman. Sie ist die Brücke mit dem breitesten Steinbogen aller anatolischen Brücken. Auf beiden Seiten des Bogens befinden sich für Reisenden und Karawanen Aufenthaltsräume. Auf dieser Brücke findet man die Möglichkeit den Bach und die Festungsmauer der Stadt auf eine wunderschöne Art zu fotografieren. Heute wird diese Malabadi Brücke nicht mehr benutzt, weil eine weitere Brücke gebaut wurde.

Die ältesten Niederlassungen in Diyarbakır sind: der Bezirk Ergani, die Çayönü Ruinen im Dorf Sesveren Pınarı, der Bezirk Bismil, die Üçtepe Ruinen im Dorf Üçtepe, deshalb empfehlen wir diese Orte zu besuchen. Außerdem sind die Höhlen Hassuni und der Berg Zülkifil auch sehr sehenswürdige Plätze, die sie auch jeden Fall besuchen sollten. Das Çermik Zentrum für Thermaltourismus ist momentan ein Kurort.

Die traditionellen Kunsthandwerke von Diyarbakır sind Goldschmiedwaren, Seidenwaren, Bronzewaren. Mit Silber verarbeitete Holzschuhe. Goldschmuck, wie geflochtene Armbänder und Ketten, sind Schmuckstücke, wie man sie nur in der Gegend von Diyarbakır findet. Die Seidenspinnerei wird im Zentrum, Lice, Silvan und Kulp durchgeführt. Die Seidenstoffe, Tücher und Soldaten-Turbane sind interessante Warenbeispiele dafür. Außerdem sind weitere Handarbeiten von Diyarbakır wie folgt aufzuzählen: Wandteppich und Teppichwaren, Töpferkunst, Sattlerhandwerkerei, Filzwaren, Cicim (dünner, gestickter aus schmalen Einzelteilen zusammengenähter Kelim), Doppeltaschenweberei, Servietten mit Stickerei versehen, Lendentücher.

Diyarbakır ist sehr berühmt für seine riesigen Wassermelonen, und die Kochkunst ist auch sehr ergiebig. Der „Cartlak Kebap“ ist eine Leberspeise aus der traditionellen Küche. Die Fruchtfladen aus Trauben, Kräuterkäse, geflochtenen Käse und Sumach sind die Nahrungsmittel, die hier am meisten verzehrt werden.

www.diyarbakir.bel.tr
www.diyarbakir.gov.tr