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[Architektur] [Architektur im Osmanischen Reich]


DIE WERKE VON MIMAR SINAN       


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Dass die Türkische Architektur in der Weltkunstgeschichte einen wichtigen Platz gefunden hat, spielt dabei der Mimar Sinan eine wichtige Rolle. Er wurde 1490 in Kayseri, im Dorf Ağırnas bei Gesi geboren. In der Periode Yavuz Sultan Selim schloss er sich der Osmanischen Truppe an. Aufgrund das er ein sehr guter Baumeister war, wurde er einer der größten Offiziere und wurde zum Oberarchitekt ernannt, zuständig für die Bauarbeiten des Staates und der Sultane. In den Perioden der Kanuni Sultan Süleyman (1520-1566), II.Selim (1566-1574) und III. Murat (1574-1595) war er 50 Jahre tätig und baute mit seinem Team zusammen 364 Werke. Seine wichtigsten Werke baute er wie folgt fertig. Die Şehzade Moschee (54 Jahre alt), Süleymaniye Moschee (60 Jahre alt) und Selimiye Mosche (86 Jahre alt). Bei der Periode von Kanuni Sultan Süleyman errichtete er eine Körperschaft unter den Namen „Hassa Mimarları“ (Die Hassa Architekten). Nach ihm wurden die staatlichen Bauarbeiten von diesen Hassa Architekten fortgesetzt. Mimar Sinan verwendete alle Arten von Bögen, Kuppeln und Säulenbauelemente. Diese Elemente sollten auch Verzierungen enthalten, womit die Funktionen verborgen wurden. Die Werke wurden quadratisch, sechseckig, achteckig gebaut und die Innenseiten der Gebäude wurden reichhaltig und machtvoll ausgestattet. Die proportionalen Elemente im Bauwerk bilden eine Gesamtheit aufgrund der Einheitlichkeit miteinander. Bei den ersten Werken von Mimar Sinan sieht man Beispiele zu der Frühzeit wie in Bursa, Iznik und Edirne. Man erkennt traditionelle Raumausstattungen. Er bildete den Plan der Moschee „Üç Şerefe“ weiter und löste das Problem mit der Kuppel und brachte wunderschöne Werke hervor.


Die Gebze, Çoban Mustafa Paşa Kulliye


In der Kulliye von 1529 wurden Bauwerke wie Moschee, Medresse, Grabmal, Derwischkloster, Räume für Pascha, Bibliothek, Armenküche, Karawanserei, Heilinstitut und Türkischer Bad errichtet. Alle funktionellen Bauwerke wurden um einen Hof gesammelt. Die Moschee der Kulliye wurde quadratisch geplant und wurde mit einer Kuppel abgedeckt. Die Kuppel hatte einen Durchmesser von 14 m und eine Höhe von 24 m. Die Last der Kuppel wurde mit den Bögen bei den Übergängen an die ecken übertragen. Der Gemeinschaftsraum an der Frontseite war quadratisch geplant. Um der Front eine Symmetrie zu geben wurde an der linken Seite die Wand verlängert und Fenster eingerichtet. Die Gebetsnische war mit Marmor ausgelegt, welches vielfarbig und in Memluk und Zengi Stilen waren. An der Gebetsnische befanden sich Bordüren mit Kufi-Schriften und Bordüren die mit Pfeilansätzen verziert waren. Der Brunnen im Hof besaß eine Marmorzelle und zapfenartige Kuppeln. Die Steine bildeten mit den Schutzgittern eine Gesamtheit. Das achteckig geplante Grabmal ist zweistockig und aus einwandfreien Schnittsteinen gebaut worden. Von der Außenseite im 2.Geschoss befinden sich an jeder Kante insgesamt 8 spitzförmige Fenster mit Bögen und einen Käfig. Der Innenraum wurde mit Kacheln ausgelegt. Welche die periodischen Eigenschaften ausstrahlten. Die Portale der Heilanstalt wurden U förmig geplant und es befinden sich ein paar Räume. Die Karawanserei besitzt eine Hauptkuppel und zwei Flügel, daneben liegen die L geplanten Räumen und davor befinden sich Bauwerke mit niedrigen Höfen. Die Pascharäume in der rechten Ecke der Karawanserei waren funktionelle Räume die sofort zu einer Bedienung bereitgestellt wurden. Diese Bereiche verbinden sich mit dem L geplante Armenküche. In der Symmetrie der Pascharäume liegt der Derwischkloster. An den beiden Seiten des Hörsaals der Medresse befinden sich Portale wie Hallen und wurden mit Höfen miteinander verbunden. Alle Räume besaßen Öfen und Fenster.

Das älteste Werk in Istanbul, welches von dem Mimar Sinan gebaut wurde und äußerst bekannt ist, ist das Grabmal Hüsrev Paşa aus dem Jahre 1534. Die Grube befand sich im Erdgeschoss und die Front wurde 2 stockig errichtet. Die Fenster wurden spitz und bogenförmig eingerichtet. Alle Oberflächen der Fronten wurden mit Säulen anhand Plendenverzierungen voneinander getrennt. Die Palmetten wurden mit Blumenverzierungen versehen und mit einer Kappe gekrönt.


Die Piri Mehmet Paşa Kulliye


Die Moschee der Kulliye wurde in Silivri in den Jahren 1530-1531 gebaut. Die Kulliye wurde im Stil von Sinan gebaut. In der Kulliye befanden sich Werke wie Moschee, Armenküche, Medresse, Herberge, Knabenschule, Brunnen, Türkischer Bad und Ausgemauerte Gräber. Die Ecken wurden mit Stützen gestützt und eine Zentralkuppel bedeckte die quadratisch geplante Moschee ab. An beiden Seiten der Moschee befand sich eine Druckerei, im Vordergrund des fünfteiligen Gemeinschaftsraumes; am Minarett befand sich ein halbes Gewölbe und wurde mit einer Halbkuppel abgedeckt. Übergänge wurden mit Plendenverzierungen, Stiftarbeiten, linienartige Trompen, Lotusranken und Palmetten verarbeitet. Der Hof hatte einen Steinboden und in der Mitte befand sich ein Laufbrunnen. An dem Hauptbereich befindet sich eine Armenküche. Die rechteckige Herberge der Kulliye wurde mit Holz abgedeckt und ist deshalb ein wichtiges Werk. Der Nebenraum ist quadratisch geplant und ist ein kleines Bauwerk.


Die Hüsrev Paşa Kulliye


Die Hüsrev Paşa Kulliye wurde in 1536- 1537 in Halep gebaut. In der Moschee wurde die Fläche quadratisch geplant und mit einer großen Kuppel abgedeckt. An Seiten befinden sich Druckereien mit Linien artigen Kuppeln. Auf der Achse der Gebetsnische befinden sich eine Medresse und ein Brunnen. An beiden Seiten befinden sich Karawansereien, Pferdestähle, Türkische Bäder und ein Gasthaus. Die Kulliye wurde in breiter Weise errichtet und aus Schnittsteinen gebaut. Bei der Kulliye fällt nur eine Architekturweise auf.


Die Haseki Kulliye


Die Kulliye wurde für Hürrem Sultan errichtet und es wurde mit der Strasse verbunden. Es ist in einem festen Istanbul Gewebe errichtet worden. Sinan hat die Strasse als Achse akzeptiert und die Bauten an beiden Seiten eingerichtet. Die Moschee liegt auf einer Seite, gegenüber liegt die Medresse und die dazu angepasste Knabenschule, auf der gleichen Front befindet sich der Eingang zur Armenküche, etwas dahinter liegt die Heilanstalt (1551). In 1539 wurde die Moschee nur mit einer Kuppel gebaut, jedoch in 1612 wurde bei der Periode von Sultan Ahmet noch ein Teil dazugebaut und das Werk wurde somit verbreitet. Bei dem Plan von Sinan wurde eine quadratische Fläche und darüber eine muschelartige Trompe als Übergang errichtet, eine Kuppel mit achteckigem Unterzug und in der vorderen Front der fünfteilige Gemeinschaftsraum. Bei der Restauration in 1612 wurden bei der Veränderung der ersten Moschee die Seitenwände zerstört, die originale Gebetsnische fiel weg und im Hof wurde ein Laufbrunnen gebaut. Die Moschee wurde an der Straßenseite mit einer Wand mit Fenstern begrenzt. Der Plan der Medresse ähnelt sich von der Gründung her mit denen in der Periode des II.Bayezid. Es wurde ein quadratisches Portal, U Zweige und vorne ein Bereich mit Hof errichtet. Die Schriften an den Kacheln der Tür des Hörsaals befinden sich bei der „Çinili Köşk“ im Archäologischen Museum in Istanbul. Neben der Medresse befindet sich die Knabenschule und ein Hof, die Schule wurde von Außen mit einer schrägen Decke abgedeckt. Bei dem Heilinstitut welches einen Haupthof enthält, wurde mit Marmor ausgelegt. Es befinden sich in diesem Bereich die Krankenstätten und die Untersuchungsräume. Der Hof ist achteckig geplant und über den quadratischen Hallen befinden sich Kuppeln. Die Armenküche wurde rechteckig geplant. Es befinden sich Räume mit Küche, Speisesaal und Öfen. Der Türkische Bad Haseki wurde in 1553 in Sultanahmet gebaut, welches der größte Türkische Bad war den Sinan gebaut hat. Der doppelte Hamam ist 75 m lang und die Dampfbadgebiete für Frauen und Männer wurden mit einer einfachen Wand voneinander getrennt. Es befinden sich Bereiche wie Umkleideräume, Dampfbäder und Warmlufträume. Bei dem Umkleideraum wurden tiefe Nischen eingebaut. Der Warmluftraum enthält drei Kuppeln. Die Übergänge wurden mit Bögen gewährleistet. In der Halvet und im Dampfbadbereich sieht man eine innenhaltige Entwicklung. An die einzelnen Kanten des achteckigen Plans wurden Hallen gebaut und die Räume an den Ecken wurden breit gebaut. Vor dem Herrenbereich befindet sich ein fünfteiliger Hof mit Säulen davor. Die Marmorbeschichtung des Dampfbadbereiches wurde mit geometrischen und Stern förmigen Motiven verziert.


Die Şehzade Kulliye in Istanbul


Es ist eines der wichtigsten Werke von Mimar Sinan, welches in 1544-1548 in Istanbul gebaut wurde. Die Moschee wurde parallel zur Strasse gebaut und liegt an der Hauptachse. Parallel zur Moschee befindet sich die Medresse, Karawanserei, Druckerei auf der anderen Straßenseite befindet sich die Armenküche und die Knabenschule. An der nördlichen Seite der Kulliye befindet sich der dreiteilige Gemeinschaftsraum und wurde als „Burmalı Mescit“ (spiralförmige Moschee) benannt. In den späteren Zeiten wurden viele Grabmäler hinzugebaut. Die Moschee wurde als Denkmal für den gestorbenen Şehzade Mehmet gebaut, der 21 Jahre alt war als er starb. Der Befehl für dieses Bauwerk kam von Kanuni Sultan Süleyman. Das wichtigste Verfahren bei der Moschee war, dass zu der Hauptkuppel vier Halbkuppeln hinzu gebaut wurden. Auf vier großen Flächen wurde die Kuppel mit Gewölben gestützt. Die Kuppel hatte einen Durchmesser von 19 m und eine Höhe von 37 m. An den Seiten der Halbkuppel befanden sich Exedra ’s und an den Ecken wurde kleinere Kuppel errichtet. Die Last der Hauptkuppel wurde mit Außenwänden unterstützt, welche stufenweise errichtet wurden um die Bewegung zu gewährleisten. Am Rahmen der Kuppel befindet sich eine Reihe von bogenförmigen Fenstern und in der Gebetsrichtung befinden sich weitere 3 stockige Fenstereinrichtungen, die sich nach Außen hinausragen und eine Galerie fällt uns hier auf. Mit diesem Bau wurden die architektonischen Eigenschaften der Frühzeit nicht mehr benutzt. Die klassische Architektur bekam somit seine Originalität. Mit queren und länglichen Schnitten bekam die Moschee ein Pyramiden artiges Silluette. Die vertikalen Linien geben zum Himmel hinauf einen Richtungssinn. Dieses Werk ist das am meisten verzierte Bauwerk von Mimar Sinan. Reliefe, Steine unter dem Gebetsrufplatz, Minaretten mit Steinmetzerei und die Gesamtheit die dabei erreicht wurde, besonders fallen die zwei farbigen Steinverarbeitungen an der Hofseite in die Augen. Im Innenraum sind die Stiftverzierungen, Gipsverzierungen, Kachelverzierungen, Marmorkanzel und Gebetsnische interessant und tragen die Eigenschaften des 16. Jahrhunderts. In der nordöstlichen Seite des Hofes befindet sich die Medresse mit seinen Hallen, es enthält einen rechteckigen Hof mit Kuppel abgedeckten Bereichen im Umkreis. Der Hörsaal wölbt sich nach Außen und in der Mitte befindet sich ein Laufbrunnen. Die Druckerei wurde mit Gewölben und Spiegel an drei Seiten mit acht Kuppeln gestützt, im Hof befindet sich auch eine Karawanserei. Das Grabmal von Şehzade Mehmet ist achteckig, im Vorderteil befindet sich eine breite Halle mit Säulen. Das innere vom Grabmal wurde mit Kacheln verziert, mit naturalistischen Motiven der Glasur Technik eingearbeitet, wobei verschiedene Farben verwendet wurden.


Die Üsküdar Mihrimah Sultan Moschee


Als der Bau der Şehzade Kulliye weiterführte, ließ Mimar Sinan in der Zeit auch weitere Werke bauen. Eines davon ist es die Moschee in Üsküdar, es wurde in 1547 von der Mihriman Sultan, der Tochter von Kanuni Sultan Süleyman bauen gelassen. Es ist in der Nähe vom Meer platziert worden, es besitzt eine Hauptkuppel und drei Halbkuppeln. Der fünfteilige Gemeinschaftsraum befindet sich in der vorderen Front, die Türen sowie die Fenster wurden wunderschön verziert. Es wurde auf einer engen Grundfläche in optimaler Art gebaut, daneben befinden sich eine Medresse, ein Türkischer Bad und eine Knabenschule.


Die Sinan Paşa Kulliye


Mimar Sinan und sein Team haben während dem Bau von der Kulliye Süleymaniye gleichzeitig auch andere Werke gebaut. Eines davon ist die Sinan Paşa Kulliye (1555). Es enthält eine Moschee, Laufbrunnen, Hamam und eine Knabenschule. Die Medresse und der Hof von der Moschee sind gemeinschaftlich. Mimar Sinan hat hier den gleichen Plan wie von der Moschee Üç Şerefeli aus Edirne verwendet. Zwei unabhängige sechseckige Portale mit Wandflächen und Bögen verbunden. Das Trägersystem wurde dünn verarbeitet und es wurden tiefe Wandnischen errichtet. An den Seitenwänden wurde für ein zweites Trägersystem die Last der Kuppel übertragen. Es wurden Steine, Ziegel und Mörtel verwendet.

Werke bei denen der sechseckige Plan verwendet wurde: Bei der Topkapı die Moschee Kara Ahmet Paşa (1558), Molla Çelebi Kulliye, in der Moschee (1560), die Babaeski Semiz Ali Paşa Moschee, bei der Kadırga Sokullu Kulliye- Moschee (1571- 1572) und Üsküdar Atik Valide Kulliye-Moschee (1582- 1583). Eine einzige Kuppel auf den Trägern wurden bei folgenden Werken durchgeführt; in Silivrikapı, die Hadım İbrahim Paşa Moschee (1551), in Tekirdağ die Rüstem Paşa Kulliye-Moschee (1553), in Şam die Süleymaniye Kulliye-Moschee (1555), in Diyarbakır die Behram Paşa Moschee (1564- 1572), in Ankara die Cenabi Ahmet Paşa Moschee, Lüleburgaz Sokullu Kulliye-Moschee (1563- 1570), in Havsa, Kasım Paşa Kulliye, Karapınar II.Selim Kulliye (1569- 1570), in Kahire die Sinan Paşa Kulliye (1571), in İznik die Pertev Paşa Kulliye (1579- 1580), in Üsküdar die Şemsi Ahmet Paşa Kulliye (1580), in Kayseri die Kurşunlu Moschee (1581) und in Ilgın die Lala Mustafa Paşa Moschee (1583- 1584).


Die Rüstem Paşa Kulliye


Es wurde in Eminönü im Jahre 1561 gebaut. In der Kulliye befinden sich die Bauwerke wie: Moschee, Medresse, zwei Herbergen, Läden, Laufbrunnen und Hamam. Es wurde von Rüstem Paşa bauen gelassen. Und wurde als Handelswerk gebaut. Die Kuppel der Moschee wurde mit vier unabhängigen Säulen und mit vier Wandsäulen gestützt. An beiden Seiten des Eingangs befinden sich vier Wandportale und eine Galerie. Mit der Hautkuppel wird das rechteckige Bauwerk zum quadratischen Rauminhalt umwandelt. Die Kuppel mit achteckigem Unterzug wurde an den Ecken mit je einer Exedra vervollständigt. Unter der Moschee befindet sich ein Lager. Parallel zu diesem Stockwerk befinden sich Läden. Die Moschee wurde Innen komplett mit Kacheln in einem naturalistischen Stil ausgelegt. Außerdem sind Stiftarbeiten und Pendelverzierungen zu sehen. Der Hamam ist in der Kulliye doppelt. Der Frauenbereich ist achteckig geplant und an beiden Seiten befinden sich tiefe Hallen. An den Ecken wurden Halvet- Räume geplant. Die Medresse wurde auch achteckig geplant und enthält einen Hof. Die Ecken wurden schräg verarbeitet. Die funktionellen Flächen wurden auf die achteckigen Landflächen hintereinander errichtet. In den Hörsaal und an den Fenstern sind bunte Gipsverzierungen zu sehen. Das Grabmal Rüstem Paşa ist achteckig geplant, mehrstockig und mit Kuppeln abgedeckt. Die interessanten Verfahren bei dem Grabmal sind die Kacheln, zwei farbigen Fensterrahmen aus Marmor, Schriftzüge – auf Kacheln.


Die Edirne, Selimiye Kulliye


(1569- 1575) Mimar Sinan hat nach zahlreichen architektonischen Versuchen noch mit 80 Jahren die Selimiye Moschee gebaut. Woran man seine ganzen Stile und architektonischen Neuigkeiten der Türkischen Baukunst sehen kann. Nach dem Befehl von dem II. Selim wurde die Selimiye Moschee gebaut. An der Symmetrie der Front der Gebetsrichtung wurde eine Medresse, Darül-Kurra und Darülhadis eingerichtet. In der Ecke des Außenhofes wurde eine Arasta eingerichtet. Diese Arasta wurde in der Zeit vom III.Murat (1574-1595) durch den Architekten Davut Ağa, nach Mimar Sinan bauen gelassen. Die Kulliye wurde mit einer Außenmauer umschlossen und an allen Fronten befinden sich Eingangstüren, 4 Minaretten mit drei Gebetsrufstellen und eine Moschee mit einem rechteckigen Hauptraum. Davor befindet sich der fünfteilige Gemeinschaftsraum. Ein Hof mit Laufbrunnen und Hallen an drei Seiten sind die weiteren Bereiche. Die Wände wurden rechteckig und von innen mit Innenwänden gestützt, vier achteckige Unterzüge, vier unabhängige Portal und darüber die Ayasofia-Kuppel und höher als dieser Kuppel wurde eine wunderschöne Kuppel mit einem Durchmesser von 31,5 m errichtet. Mit diesem Durchmesser erreichte man im Bereich Kuppeln den Gipfel auf der ganzen Welt. Die Höhe betrug 43,28 m und die Ecken wurden mit Exedra, das Gewölbte Teil der Gebetsnische wurde mit einer Halbkuppel abgedeckt. An dem Rahmen der Kuppel, an der Exedra und an der Halbkuppel wurden spitze bogenförmige Fenster eingerichtet. „Es ist mein Meisterwerk“ sagte Mimar Sinan. Die Atmosphäre im Innenbereich ist wirklich verführerisch. Die religiöse Atmosphäre wird von der großen Kuppel dargestellt. Das perfekte Abdecksystem und neben diesen architektonischen Objekten wurden Verzierungen mit Kacheln, Gips, Steinen und Stiften durchgeführt. An den Wänden der Gebetsnische im Innenraum und an den östlichen Galerien sowie an dem Ehrenplatz befinden sich die schönsten Beispiele für Iznik Kacheln. An der Gebetsnische sind die Koran Schriften zu betrachten, an den Bögen befinden sich wunderschöne bunte Steinverarbeitungen auf dem Boden sieht man die Türkischen Teppiche im naturalistischen Stil. Holzrahmen an Fenstern und Türen, die Fensterblenden im Hof wurden mit Gips verziert, die Minaretten- Böden wurden mit Blumenmotiven verziert. Dieses sind die Eigenschaften, welche dem Bauwerk die Mächtigkeit versöhnen. Bei den Verzierungen an Kacheln, Holz und Stiften wurden im naturalistischen Stil mit Blumen und Früchten zusammen gezeichnet. Von fernem sieht man zuerst die schlichten und zierlichen Minaretten der 4 stufigen Moschee, die vorsichtige Proportionierung und die Fronteinordnungen sind die weiteren Eigenschaften die sofort in die Augen fallen

Mimar Sinan und seine weiteren wichtigen Werke: eine Kulliye in Hatay Payas (1574), Manisa Muradiye Kulliye (1583), Erzurum Lala Mustafa Paşa Moschee (1585), in Tophane- Kılıç Ali Paşa Moschee (1580), Konya Selimiye Moschee, Kasımpaşa Piyale Paşa Kulliye, Eyüp Zal Mahmut Paşa Kulliye (1580), Edirnekapı Mihrimah Sultan Moschee (1565), die Manisa Muradiye Moschee wurde von dem III. Murat bauen gelassen. Außer den Kulliyen und die dazu gehörigen Bauwerke gibt es auch Wasserwerke und Brücken. Die Uzun Brücke, 1564, 700 m. lang. Die funktionelle und gleichfalls ästhetische Brücke Mağlova, 675 m. lang, die Brücke Büyük Çekmece, die Brücke Haramidere, die Brücke Lüleburgaz, die Brücke Silivri und die Mostar Brücke in Vishegrad Drina und Mostar (1566).


Die Sultanahmet Moschee


Die Moschee wurde in der Periode des II.Ahmets (1603-1617) von dem Architekten Mehmet Ağa in (1609-1616) bauen gelassen, Im Osten befindet sich die Arasta, im Norden der Ehrenplatz. Außerdem wurde auch eine Kulliye errichtet, worin sich die Werke Gymnasium, Grabmal, ein Stiftungsbrunnen, Heilanstalt, Gasthaus und Armenküche befinden. An drei Seiten wurde die Moschee von außen mit einem breiten Hof umschlossen. Bei der Moschee ist der Plan von Mimar Sinan wie bei der Şehzade zu erkennen, an die Hauptkuppel wurden auch hier vier Halbkuppel aufgebaut. Die Moschee ist wie eine Fortsetzung der klassischen Periode, es wurde mit dem Hof zusammen etwas höher als das Erdgeschoss gebaut. Die Treppen zu den Türen wurden mit den Fronten einheitlich gebaut. An beiden Ecken des Hofes befindet sich der Gemeinschaftsraum. An den Seiten und an der Front der Gebetsnische befinden sich je 2 insgesamt 6 Minaretten. Istanbul bekam mit diesem Werk eine mächtige Silluette und dabei ist das wichtigste bei der Moschee die Verzierungsweise. In der Innenseite wurden 21043 Kacheln, linienartige Portale, bis zur Kuppel die in allen Richtungen ausgeführten Stiftarbeiten in verschiedenen Farben. Die Perlmut verzierten Türen und Fensterflügel gestalten mit diesem Aussehen insgesamt mit 260 Fenstern den Innenraum und umwandeln das Volumen in einen Palast. Die Blumen und Holzmotive an den Kacheln aus Iznik mit Ihren mehr als fünfzig Kompositionen sowie die türkis farbigen Kacheln mit Gold verzierten Koranschriften sind wirklich einmalige Verzierungselemente aus der glänzenden letzten Periode von Iznik.


RESIDENZEN UND SCHLÖSSER


In der klassischen Periode wurden Residenzen und Schlösschen in die Paläste, oder bei Vergnügungsorten gebaut. Die ersten Beispiele hierfür sind im Edirne Palast zu sehen. Der Palast wurde ab der Periode von dem II.Murat bis zu dem III. Sultan Süleyman mit vielen Ergänzungen erweitert.

Edirne Palast wurde von den meisten osmanischen Sultanen bis zum 19. Jh. benutzt. Im Edirne Palast gibt es117 Zimmer, 21 Hallen, 18 türkischen Baeder, 8 Gebetsraeume, 17 grosse Tore, 13 Gefaengniszellen, 4 Vorratskammer, 5 Küchen und 17 Schlösschen. Wenn man sich das alles vorstellt kann man sich ein Bild über dessen Grösse machen. Aber diese Grösse bezieht sich nur auf das Gelaende. Die osmanischen Palaeste sind nicht so gross wie europaeischen Palaeste. Hier herrschen menschliche Masse. Die Architektur ist schlicht, die Schönheit proportioniert. Die innere Verzierung und Feinheit der Gegenstaende wird nicht unterdrückt. Ganz im Gegenteil es stellt eine harmonisierende Reife dar. Im inneren Teil des Edirne Palastes der mit hohen Mauern umgeben ist befindet sich ein „Turm-Schlösschen“ die für türkische Palaeste typisch ist die man auch in der Kılıçarslan Schloss der Seldschuken sehen kann.

In 1451 wurde das Cihannuma Schlösschen gebaut, es war 40 m hoch und der Dach war Becher förmig abgedeckt worden und war ein Turm artiges Bauwerk. Im Palast befanden sich Schlösschen und Residenzen wie: das Schlösschen Saray Kum, die Av Residenz, die Aynalı Residenz, Sepetçiler Schlösschen, das Schlösschen Terazu, das Schlösschen Adalet, die İftar Residenz, das Schlösschen Bülbül, die Çadır Residenz. Außer Residenzen und Schlösschen wurden auch Werke wie Moscheen, freie Plätze, Schulen, Becken, Gärten in den Palast Komplex gebaut. Nach dem Brand im 19. Jahrhundert sind von dem Palast folgende Bauteile als Überbleibsel enthalten geblieben: Die Brücken Wandreste des Schlösschen Cihannüma, von dem Schlösschen Kum ein Rest von dem Hamam mit Kuppeln. Türen mit runden Bögen und eine Ruine mit acht Kuppeln.

Der wichtigste Bauwerk der osmanischen Palastarchitektur ist zweifellos der Topkapı Palast. Die Grundrisse des heutigen Topkapı Palast wurde zwischen den Jahren 1472-1478 angelegt. Der Baukomplex Saray-i Cedid wurde in der Akropol der alten Byzantinischen Stadt gegründet und bis ins 19. Jahrhundert wurde es mit verschiedenen Ergänzungen ausgebreitet. Von der Periode von Fatih bis Abdülmecid wurde dieser Palast von den Herrschern als Wohnsitz benutzt und von diesem Palast wurde die Regierung des Staates durchgeführt. Das Gebiet des Palastes hatte eine Grundfläche von 700 Tausend Quadratmetern und eine Länge von 1400 m. Er wurde mit einer Festungsmauer „Sur-i Sultan“ genannt und mit 28 Türmen umschlossen.

Von der ersten Tor den man Bab-ı Hümayun (Sultanstor) nannte kam man in den ersten Hof rein, von der zweiten Tor den man Bab-ı Selam (Friedenstor) nannte kam man in den zweiten Hof herein. Auf der linken Seite befand sich Kubbealtı (Unterkuppel) und direkt dahinter der Justizturm von dem aus der Sultan durch das Gitterfenster die Versammlungen in Kubbealtı verfolgen konnte. In dem Gebaeude direkt daneben wurde der Staatsschatz beschützt. Auf der rechten Seite des Hofes befanden sich die Küchen des Palastes mit ihren Kuppeln und Schornsteinen. Mit dem Weg mit Gefaelle kommt man zu der steinigen Stelle in dem sich die Staelle befanden.

Im Jahre 1473 wurde in den Gärten von Topkapı die „Çinili Köşk“ (Die Residenz mit Kacheln) gebaut. Die heutige Fatih Residenz und die heutige Schatzkammer sind in der Periode des Herrschers Fatih gebaut worden.

Die Çinili Residenz öffnet sich mit seinen vier Hallen zum Zentralraum, welcher mit einer Kuppel abgedeckt wurde. Das Werk wurde 2 stockig gebaut. Die Innenräume wurden ebenfalls mit Kuppeln abgedeckt. Die Front wurde mit feinen Säulen verarbeitet und die Säulen wurden mit Bögen als Halle errichtet. An der Portale an der Eingangsfront, wurde die Mitte als Raum mit Mosaik-Kacheln und mit türkis sechseckigen und dreieckigen Kacheln ausgelegt.

Die wichtigsten Residenzen im Umfeld des Topkapı Palastes und im Palast sind: das Schlösschen Sepetçiler, die Incili Residenz, die Ahşap-Sofa Residenz. Im Umkreis der Terrasse mit einem Becken, befinden sich die Residenzen Revak und Bagdad, die mit einer Kuppel abgedeckt worden und kreuzförmig geplant sind.

Im Umfeld von dem Palast befinden sich vier Höfe. Die Höfe wurden mit Türen, öffentlichen Ämtern, Residenzen, Küchen (Werke von Mimar Sinan), Räume, Moscheen, Schatzkammern, Bibliotheken errichtet.

Der Palast wurde in 3 Teilen aufgeteilt. Eine Außenseite Enderun(Innenseite) und die Harem-i Hümayun. Enderun war bei der Osmanischen Periode ein zweites Belehrungs- und Ausbildungsunternehmen neben den Medressen, welche eine perspektive einräumen und stabil waren. Im Umfeld der Höfe wurden 200 Räume mit Kuppeln und Gewölben abgedeckt. Im Harem befanden sich Salons und Türkische Bäder. Die Bauabschnitte des Harems die als Überreste aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen wurden später verändert. Die Räume der Mutter des Sultans, Fürstinnen (Haseki), Şehzadeler, Tochter des Herrschers, die Dienst leistenden Meister, Gesellen und von den Dienstern wurden in einer bestimmten Reihe eingerichtet.

Die Residenz an der Küste und die Kanonen davor wurden als Topkapı Palast benannt. Danach wurden jedoch die ganzen Bauwerke als Topkapı Palast bezeichnet. Die Residenzen im Palast wurden nach dem Osmanischen Stil verziert. Im Innenraum befinden sich Kachelverzierungen, mit Marmor, Elfenbein und Perlmutt verzierte Schrank- und Fensterklappen. Gips und Stiftarbeiten und deren Verzierungen erhöhen das ästhetische und künstliche Werk des Bauwerkes. Die Staatsregierung wurde von diesem Palast aus durchgeführt. Der Sultan und sein Umkreis waren hier ansässig, verschiedene Veranstaltungen wurden hier organisiert. In 1924 wurde der Topkapı Palast als Museums-Palast für die Besucher eröffnet.