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[Zivilisationen in Anatolien] [Die Seldschuken]


BILDUNG, KULTUR UND LITERATUR DER ANATOLISCHEN SELDSCHUKEN      


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Die Sultane der anatolischen Seldschuken haben die Studien im Bereich der Kultur und Zivilisation immer unterstützt und haben auf die Wissenschaft und den Gelehrten grossen Wert gelegt. Die Bildung und Ausbildung in den islamischen Hochschulen die Wissenschaftsstaetten waren war kostenlos. Die Verpflegung und Unterkunft und die Ausbildungskosten der Studenten wurden von den Einkommen der Stiftungen finanziert. Neben islamischen Wissenschaften wie Interpretation, Traditionskritik, Verfahren der Traditionskritik, Theologie, Verfahren der Theologie, islamische Rechtswissenschaft, Verfahren der isl. Rechtswissenschaft, Mystik wurde Mathematik- Astronomie- Medizin-und Philosophieunterricht erteilt. Neben der theologischen Hochschule befand sich ein Krankenhaus was man “dârüşşifa”nannte, Moschee, Bibliothek, Derwischkloster, Karawanserei und Armenküche. Auch diese waren Wissens- und Bildungsstaetten. Gelehrte aus islamischen Staaten kamen nach Anatolien und erteilten in diesen Wissens- und Bildungsstaetten Unterricht. Sie sind von dem Sultan und von den Staatsmaennern sowie vom Volk gut behandelt worden.

Die wertvollen Gelehrten die den türkischen Seldschukenstaat zu einer Wissens- und Bildungsstaette machten waren unter anderem Şihabüddin-i Sühreverdî, Necmeddîn-i Râzî, Muhyiddîn-i Arabî, Ahmed Fakîh, Mevlânâ Celaleddîn-i Rumî, Hacı Bektaş-ı Velî, Sadreddîn-i Konevî, Safiyyüddîn Muhammed Urmevî, Siracüddîn Mahmud Urmevî, Seyh Necmeddin Daye, İzzeddîn Urmevî, Celaleddîn Habîb, Sadeddîn-i Ferganî, Fahreddin-i Irakî, Kadı Burhaneddin, Kutbeddîn-i Şirazî, Ahî Evran, Ebu Hamid Kirmanî, Şems-i Tebrizî, Muhammed Behaüddîn Veled, Seyyid Burhaneddin Muhakkık Tirmizî, Şeyh Hüsameddin Çelebi, Mevlanâ Muhyiddîn Kayserî, Şeyh Edebâlî, İbn-i Türkmanî, İbrahim-i Hemedanî, Cemaleddin-i Aksarayî die zu den besten Gelehrten ihrer Zeit zaehlten.

Obwohl das XIII. Jahrhundert für die anatolischen Seldschuken aus politischer Sicht eine schwere Zeit war so hatte die türkische Literatur ihre erste wichtige Entwicklung zu dieser Zeit gehabt. Die Gelehrten und Mystiker die zu dieser Zeit ausgebildet wurden haben teilweise arabische und zum grössten Teil persische wissenschaftliche und literarische Werke geschrieben und diese den Seldschukenherrschern und den Staatsmaennern praesentiert. Im XIII. Jahrhundert hat das islamische Kulturleben in Anatolien eine grosse Entwicklung gezeigt und Ahmet b. Muhammed et-Tûsi hat im Namen von I. Izzeddin Keykavus “Kelile und Dimne”, Kadı Siraceddin Urmevî hat im Namen von Mesud b. Izzeddin Keykâvus “Kıstasü'l-adalet fî kavaidi's-saltanat” geschrieben. . Muhammed b. Mahmûd hat ein Werk in Form eines politischen Buches geschrieben. Ibni Bibî hat “el-Evâmirül'Alaiyye” veröffentlich die eine der Qullen der anatolischen Seldschukengeschichte war.

Anatolische Seldschuken haben schon seit Anfang an den Mystikern einen grossen Respekt entgegen gebracht. Die Mystiker wurden von seldschuken Sultanen und Staatsmaennern mit Interesse aufgenommen, so dass viele Mystiker in verschiedenen Orten nach Anatolien kamen.

Obwohl Mevlâna Celâleddin-i Rûmi in persisch geschrieben hat hatte er einen wichtigen und andauernden Einfluss auf die islamisch-türkische Literatur. Mevlâna war Sohn von Sultanü'l-Ulema Bahaeddin Veled und wurde in Belh geboren und starb 1273 in Konya. Sein wichtigstes Werk war Mesnevî mit 6 Baendern. Ausserdem schrieb er Fîhî Mâfih und Divan-ı Kebîr die auch ziemlich berühmt sind.

Obwohl in den religiösen und literarischen Werken meistens Arabisch und Persisch benutzt wurde sprach ein Grossteil der Bevölkerung Türkisch. Die Turkmenen in Anatolien haben Türkisch gesprochen und spracliche sowie schriftliche Literaturwerke geschaffen. Ahmet Fakîh, Hoca Dehhanî, Hoca Mesud, Seyyâd Hamza, Sultan Veled und Yunus Emre haben Türkische Gedichte gedichtet und gesungen und haben grossen Beitrag dazu geleistet, dass Türkisch zur Literatursprache wurde. Sultan Veled Sohn von Mevlana hat seine Werke wie Divan, Ibtidânâme, Rebâbnâme und İntihânâme unter dem Einfluss seines Vaters geschrieben.

Hoca Ahmet Fakih gehört zu den Türkischen Scheichs die im XIII. Und XIV. Jahrhundert in Anatolien grossen Ruhm erlangt hat. Er ist aelter als Mevlana und hat von dessen Vater Sultanü'l-ulema Bahaeddin Veled Unterricht in Rechtswissenschaft erhalten und gelangte zu der göttlichen Verzückung, verbrannte seine Bücher und zog sich in die Berge zurück und kam nach dem Tod von Bahaeddin Veled zurück. Die beiden Werke von Ahmet Fakih die bis heute erhalten geblieben sind, sind Çarhnâme und Kitab-i Mesâcidi's-Şerîfe. Diese sind die besten Werke der anatolischen Türkisch.

Seyyâd Hamza ist mit seinen religiösen und mystischen Gedichten Ahmet Fakih nachgefolgt. Seyyâd Hamza hat grossen Einfluss auf die türkisch-mystische Literaturentwicklung gehabt und seine Werken und Erinnerungen haben in diesem Bereich starke Persönlichkeiten ausgebildet. Man weiss dass Seyyâd Hamza in Anatolien vom Dorf zum Dorf gegangen und mit religiös-mystischen Gedichten und Geschichten die Bevölkerung aufgeklaert hat. Seine Yusuf u Züleyha die in Paar-Reim geschrieben wurde ist sehr berühmt.

Hoca Dehhânî gehört zu den Dichtern die aus Horasan nach Anatolien kamen und Sultan III. . Alâeddin Keykubad eine Kasside praesentierte und schrieb eine Selçukname in Gedichtform die bis heute nicht erhalten geblieben ist. Dehhanî hat mehr nicht religöse Werke geschrieben.

Yunus Emre der Ende des XIII. Jahrhunderts und Anfang des XIV. Jahrhunderts gelebt hat ist der grösste Vertreter des mystischen türkischen Literatur in Anatolien. Viele Literaten und Dichter die spaeter gelebt haben standen unter seinem Einfluss. Yunus Emre hat mit seine Staerke in der Dichtung und seiner Liebe zur Mystik die schönsten und besten Beispiele der türkischen Sprache gegeben. Yunus Emre hat einen Divan und einen Paar-Reim namens Risâletü'n-nushiyye. Er ist der erste türkische Dichter der Vierzeiligen Strophen. Yunus hat seine Gedichte in quantitierenden Vermassen und silbenzaehlenden Versmassen geschrieben. Yunus Emre erlebte die göttliche Liebe und gab seine Gefühle in seinen Gedichten wieder. Er ist ein grosser Dichter der mit dem Islam fest verbunden war. Er ist ein grosser Sprachmeister der die Aussagestaerke der türkischen Sprache bewiesen hat. Yunus Emre ist unter der türkischen Bevölkerung der beliebtester Dichter und seine Gedichte werden in Anatolien mit Freude vorgetragen. Obwohl Jahrhunderte vergangen sind haben seine Gedichte ihre Lebhaftigkeit, Schönheit und Aktualitaet nicht verloren und ist der auserlesendste Vertreter der islamisch-türkischen Literatur.

Hacı Bektaş-ı Veli ist einer der Persönlichkeiten der im XIII. Jahrhundert in Anatolien gelebt und auf die Volksmengen grossen Einfluss ausgeübt hat. Er war ein grosser Gelehrter der die islamischen und mystischen Grundlagen beherrschte.

Mit seinen intelligenten, verstaendnisvollen, gefühlsvollen und feinfühligen Anekdoten hatte der unvergleicher und berühmter Volksgelehrter Nasreddin Hodscha (1208 – 1284) eine besondere Stellung in der türkischen Humor und lebte zur Zeit der Seldschuken.

Der Oğuznâme und die Dede Korkut Legende waren unter den Nomaden und die Danişmendnâme und Battalnâme unter den Kriegsveteranen sehr beliebt und wurden zu dieser Zeit von der gesprochenen Literatur in die niedergeschriebenen Literatur übertragen.