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[Architektur]


ARCHITEKTUR DER ANATOLISCH SELDSCHUKISCHEN ZIVILISATION       


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In der Architektur von Seldschuken sind Architektur und architektonische Momente wichtig. Wenige Kunstwerke aus dem Zeitabschnitt 1076-1200 haben unsere Zeit erreicht, obwohl der Staat 1076 gegründet wurde. In Anatolien gibt es die Kunstwerke der Architektur, der Artuklu, Saltuklu, Danişmendi und Mengücekli, erbaut vor 2000 Jahren. Die anatolischen Seldschuken bauten zwischen 1200 und 1308 Gebäude, wie Moscheen, kleine Moscheen, Medresen, Krankenhäuser, Grabmale, Bögen, Springbrunnen, Karawanserein, Herbergen, Bäder, Derwischkloster, Villen, Schlösser und Brücken, die sich meistens in Konya und Umgebung befanden. Bei der Entstehung von Kunst und Architektur der Anadolu Seldschuken hat die Kunst der Ghaznawiden und die Kultur und Kunst des Großen Seldschuken Staates in Iran, Syrien und Bagdat sowie die Kunst Kaukausiens, die lokalen Einflüsse, die Kunstwerke der benachtbarten Regionen und der Austausch der Künstler mit lokalen Kulturen in Anatolien sowie letztlich der Islam seinen Beitrag geleistet. Die Kunstwerke erhielten ihre Form durch die Techniken einheimischer und ausländischer Künstler. In den Regionen, in denen sich die einheimische Bevölkerung befand, wurden die alten Kunsttraditionen weitergeführt. Unterschiede und Synthesen sind in der seldschukischen Kunst und Architektur in jedem Bereich zu sehen. Obwohl diese Gebäude der alten Tradition folgten und einen traditionellen Plan hatten, sind typische Sonderheiten von Materialen, einfacher Raumorientierung von Felsböden, der Fassade, die Verzierungen des Gebäudes aus Keramik und die Steinarbeiten bei den Toren zu finden. Es gibt meistens in den Eingängen der Gebäude, deren Außenwände flach sind, Portalien, die 8 Meter hoch, 4 und 2 Meter Breit sind. Das Eingangstor (Taçkapı) in Form von Mukarnos Grotte wurde mit einer Bordüre umrahmt, die in einigen Reihen angewandte Verzierungen aufweisen. Die Minaretten stehen an den beiden Seiten der gekrönten Tür. Steinarbeiten wurde oft auf den Rahmen gesehen. Das Eingangstor, die Gebetnische, das Fenster, die Kuppel und Ecken der Mauer sind Architekturstücke auf denen Verzierungen zu finden sind. Das Eingangstor fällt neben den einfachen Mauern durch prächtige Verzierungen auf. In den meisten Gebäuden gebrauchte man Kalk in vielen Farben und Tönen, manchmal auch gemischt, manchmal einfarbig. Selten wurde auch Marmor gebraucht. Über dem Eingangstor und auf den Mauern gibt es Schriften, auf den die Namen der Architekten vermerkt sind. Die Baumeister haben auch besondere Zeichen

Die Seldschuken, für die Architektonische Kunst eine große Bedeutung hatte, bearbeiteten, geometrische Formen wie sechsecke, achtecke und Sterne gebraucht, auf Stein, Fliesen, Marmor. Zudem finden sich Pflanzenmotive wie Palmen, Lotusblüten, Zweige, Akantblätter, viereckige Knöpfe, Hakenkreuze, Mukarnas, Plakate, Zeichnenmotive, Madaillons, sowie Figuren von Tieren wie Drachen, Engel und vereinzelt Menschen auf den Steinen bzw. Mauern. Die kufischen und nesichischen Schriften befinden sich oft auf dem Eingangstor. Heute werden diese Verzierungen bewundert. Die kunstvolle Art wird auch in der Holzschnitzerei angewandt.


Moscheen


Die erste Moschee von anatolischen Seldschuken, die in der Mitte des 12. Jahrhunderts etwa 1220 von Alaaddin Keykubat fertiggestellt wurde, ist die Alaattin Camii in Konya. Die Außenwände der Moschee aus Holz wurden hochgebaut. Sie verfügt über viele Stützen auf der Zeichenkarte und ihre Maße sind 86 x 57 Meter. Außer der Kuppel der Gebetsnische wird das Deckungssystem von Säulen getragen und das Dach ist aus Holz entstanden, das Gewölbe ist aus Ziegelsteinen gefertigt und flach. In den Kuppeln und auf den Hängebogen gibt es die seldschukischen Fliesen - man sieht die steinigen geometrischen Kunstebeispiele aus anatolischen Seldschuken an den Fassaden der Moschee. Die zweite wichtige Moschee von Seldschuken in Anatolien ist die Aläddin Camii in Niğde, die im Jahr 1223 gebaut worden ist und eine vielstützige Zeichnungskarte hat. Es ist eine Moschee, die auf 23X28 Meter Platz gebaut wurde, drei Schiffe und drei Abschnitte vor der Gebetsnischemauer mit Kuppeln bedeckt sind. Die anderen Abschnitte sind mit einem Gewölbe bedeckt. Neben dem Bau, dessen Decke im Zentrum offen steht, gibt es breite Kuppel auf kurzen Stützen. Der Eingang ist außer der Moscheemauer, in Richtung eines geschmückten und mächtigen Portals. Die Gebetnische und das Portal, Rosetten, geometrische Übergänge sind mit Ketten und gestrickten Mustern verziert. Die karierte Minarette mit dichtem Zylinderkörper auf achteckiger Grundlage wandte man auch bei den ersten osmanischen Moscheen an. Die anderen Moscheen mit vielstützigem Plan sind die Huand Hatun Cami in Kayseri (1238), Hacı Kılıtsch Cami in Kayseri (1249), Ulu Cami in Akschehir, Ulu Cami in Develi (1281) Ulu Cami in Sivrihisar, Aslanhane- Ahi Scherafettin Cami in Ankara, Eschrefoglu Cami in Beyschehir (1299). Die Moschen, die wie die Aläddin Cami in Niğde einen vielstützigen Plan haben, der senkrecht zu der Gebetnische verläuft, sind Eltihan Cami in Tunceli Malazgirt (1299), Burmalı Minare Camii (1237) und Gök Medrese Cami (1266) in Amasya, Bünyan Ulu Cami in Kayseri (1266) Ulu Cami mit fünf Gewölben in Divriği (1299). Im Gegenteil von diesem Arrangement ist Ulu Cami in Sinop (1267) ähnlich dem Planschema von Emeviye Cami in Damaskus waagerecht gestützt.

Die Ulu Cami in Malatya (1224) mit dem vielstützigen Hof, der nicht überdacht ist, hat das Planschema, das in Persien die großen Seldschuken angewandt haben. Der Teil der Kuppel, der den Hof verbindet, ist in Eyvanform gebaut. Die Verzierungen aus Mosaiken und Fliesen, die Abschnitte aus Schnitt- und Ziegelsteinen sind sehr wichtig. Die Ulu Cami (Große Moschee) in Develi (1281) ist ein Gebäude mit fünf Gewölben und Kuppeln über der Gebetnische. In der Mitte gibt es einen Hof. Wie die Moscheen mit Holzsäule aus anatolischen seldschukischen Zeit sind auch die Moscheen mit Säulen aus Backsteinen besondere Werke. Bei diesen Moscheen wird das Dach von massiven Säulen aus Holz getragen, die 30X30 cm betragen. Auf den Säulen, die auf kreisförmigen, vieleckigen oder quadratischen Grundlagen stehen und mit dicken Seilen verbunden sind, befinden sich Kopfbedeckungen. Auf der Kopfbedeckung findet man eine kreisförmige Grundlage, worauf die Decke steht. Eine der wichtigsten Moscheen mit diesem Plan ist die Ulu Cami in Afyon (1272). Bei dieser mit 9 Gewölben senkrecht der Mauer entlang bis zur Gebetnische geplanten Moschee, gebrauchte man etwa vierzig Säulen aus Holz, die Blei gestickt sind. Vier Säulen aus Holz tragen Köpfe, sechundsechzig dieser findet man in der Ulu Cami in Sivrihisar, die das Dach im inneren tragen, die paralell zur Gebetsnische verlaufenden Säulen mit 6 Gewölben haben bis heute standgehalten. Die Aslanhane Cami in Ankara (1291) mit fünf Gewölben paralell zu der Gebetnischemauer ist ein wichtiges Beispiel diesen Typs. Ein anderes Exemplar ist die Beyşehir Eşrefoğlu Cami (1299), die durch fünfundvierzig dünne und hohe Säulen aus Holz getragen wird. Vor den Gebetnischemauern gibt es eine kleine Kuppel, die im inneren mit Fliesen bedeckt ist, und in der Mitte gibt es einen offenen Hof. Die Beleuchtung der seldschukischen Moscheen ermöglichte man mit den oberen Fenstern oder mit den offen gebliebenen Inneseiten oder mit einer teilweise offen gehaltenen Kuppel. Die Kuppel vor der Gebetnische und beleuchtete Innenhöfe sind typisch für alle Moscheen.


Die Moscheen


Neben den Moschen baute man bei den anatolischen Seldschuken auch Mescite (kleine Moscheen) in Konya, die kleiner und ohne Mimber sind und in denene keine Freitags- und Festgebete abgehalten werden. Diese Gebäude, die über einen quadratischen oder viereckigen Plan verfügen, besitzen eine Kuppel oder ein flaches Dach. Man sagte ihnen eine führende Rolle bei osmanischen Moscheen zu. Die Mihmandar Hatun Mescid in Konya (1207), Bescharebey Mescid (1213), Taş Mescit (1215), Erdemschach Mescid (1220), Kütschük Karatay Mescid (1248), Sırtschalı Mescit, Güdük Minare Mescid (1226), Küçük Ayasofya Mescid in Akschehir (1235), Taş Medrese Mescid (1250), Ahsebe Sultan Mescid in Alanya sind solche Gebäude.


Schulen zur Ausbildung islamischer Geistlicher und Richter


Die Schulen zur Ausbildung islamischer Geistlicher und Richter (Kadı) sind Stätten zur Ausbildung, die sich ab dem 12. Jahrhundert in der Anatolischen Seldschukenarchitektur entwickelten. Sie spielen als Begriff und auch als Gebäude eine wichtige Rolle. In diesen Schulen, in denen die Auszubeildenden in einem Kreis saßen, befanden sich Lehrer, Assistenten und Schüler. Man teilte diese Gebäuden in zwei Gruppen, je nach offenen oder geschlossenen Höfen oder on mit mit Kuppeln bedeckt. In den Schulen befinden sich Portale (Toren), Höfe oder Innenhöfe mit Wasserbecken, offenen Kuppeln und hellen Kuppel, die besondere Merkmale der Bauten ausmachen. Trotzdem gebrauchte man bei diesen Gebäuden verschiedene Abdeckungsystem, Bautechniken und Materialen sowie verschiedene Kunstwerke. Auch wenn sie auf den ersten Blick ähnlich wirken, bemerkt man bei genaurerm hinsehen unterscheidende Merkmale.


Die Schulen mit geschlossenen Höfen (mit Kuppeln)


Die Schulen mit geschlossenen Höfen, die vor den Schulen mit offenen Höfen in Anatolien gebaut worden sind, sind der quadratische Hof in der Mitte mit Kuppeln abgedeckt. Um den Hof herum gibt es Räume mit Gewölben, Eyvanen und Zellen. Die Kuppeln der Gebäude sind mit farbigen Fliesen bedeckt. Die mächtigen Tore spiegeln die Behutsamkeit und Schönheit der Steinarbeiten wieder. Die Öffnung nach Draußen ermöglichte man mit Fenstern. Die Gebäude mit geschlossenen Höfen, deren Räumlichkeiten in den Hof führen, sind kleiner als die Gebäude mit offenen Höfen. Das erste Beispiel dafür ist die Yagibasan Medresse in Tokat, die im Jahr 1167 gebaut wurde und den Danischmenden gehörte. Die Boyaliköy Medresse (1210) in der Nähe von Afyon-Sincanli ist zweistöckig und hat einen symetrischen Plan. Die Ertokus Medresse (1244) in Isparta-Atabey hat einen Hof mit Kuppeln, in den Nebenseiten gibt es Gewölbe und daneben Kuppeln. Die Ince Minareli Medresse neben der Alaeddin Cami in Konya (1258) gebrauchte man als Tor bei Durchgängen. Über drei Flächen der Kuppel finden sich geometrischen Fliesen. Das Tor des Gebäudes aus geschnittenen Steinen und Ziegelsteinen ist außen mit drei flachen und zwei dekorativen Friesen umkreist. Die Schrift beginnt an zwei Seiten des Tores und fährt so fort. Die Konya Karatay Medresse (1251) wurde restauriert und in ein Museum umgewandelt, in dem Fliesen ausgestellt worden sind. Sie verfügt über einen mittleren Platz, der mit einer Kuppel abgedeckt ist. Zudem verfügt sie über einen symetrischen Plan aus acht Zellen und in vier Ecken vier Plätze mit Kuppeln. Besonders prachtvoll wirkt das Gebäude mit dem Tor, das zwei Minaretten hat und mit Steinkünsten verziert ist. Es wird behauptet, dass die Cacabey Medresse in Kırşehir (1272) mit zwei Plätzen als eine Sternwarte angelegt und benutzt wurde, weil man nachts den Sternenhimmel von der Kuppel in der Mitte aus beobachten konnte. Die anderen Beispiele dieser Art sind die Afyon Çay Medresse (1258) und Erzurum Yakutiye Medresse (1315).


Schulen mit offenen Höfen


Die einstöckigen oder zweistöckigen Gebäude weisen Unterschiede in den Eyvanzahlen und Gewölben auf. Der Hof in der Mitte dieser Gebäude ist oben offen, nicht mit einer Kuppel bedeckt. Das älteste Beispiel hierfür ist die Çifte Medresse in Kayseri. 1205 wurden Schule und Krankenhaus miteinander verbunden. Das älteste Gebäude, das über ein Krankenhaus verfügt und von Türken gebaut wurde, ist mit ihren Figuren und ihrer Größe auffallend. Die Izzettin Keykavus Schule und das Krankenhaus (1218) in Sivas ist ein Beispiel für seldchukische Schulen mit offenem Hof. Ihr Hof, der mit vier Eyvanen und Gewölben umrandet ist, hat bis heute standgehalten. Im Gebäude wurden Ärzte ausgebildet und Kranken mit Augen- und Hautkrankeiten sowie Internmedizinischen Krankheiten und Psychosen behandelt. An der Westseite der Kayseri Hunat Hatun Schule, deren Hof in drei Richtungen vom Gewölbe umgekreist wird, befindet sich das Tor. An der Ostseite befinden sich Eyvane, Lehrerzimmer und Zellen um den Hof aufgereiht. Ein wichtiges Bauwerk ist auch die Sırçalı Medresse in Konya, die im Jahr 1253 gebaut wurde und deren Namen von den Fliesenmosaiken im Inneren herrührt. Eine Eyvan der Schule mit symetrischen Plan, ist mit einem Gewölbe bedeckt. Zwei anliegende Räume sind mit Kuppel bedeckt. Das Tor ist monumental und prachtvoll. Die Tokat Gök Medresse ist merkwürdig mit ihren Minaretten und dekorativen Sonderheiten. Sie ist zweistöckig im Jahr 1265 errichtet worden. Die größte Schule mit offenem Hof ist die Çifte Minareli Medresse (Medresse mit doppelten Minaretten) in Erzurum, die im Jahr 1253 gebaut wurde. Um den Hof des zweistöckigen Bauwerks gibt es Gewölbe, zwischen den Eyvanen gibt es Schülerzimmer. Mächtige Steinarbeiten der Fassaden und des Tors, das ganz aus geschnittenen Steinen gebaut wurde, ist sehr sehenswürdig. Man sieht den zweiköpfigen Adler, der das Symbol der Seldschuken ist, in einem Rahmen aus Steinen, auf der rechten Seite der Minarette, die der Schule ihren Nahmen gab und aus amalgamischen Ziegelsteinen und Mosaikfliesen gebaut wurden. Die Sivas Gök Medresse, die im Jahr 1271 gebaut wurde, ist ein Beispiel mit einem Durchgangstor mit vier Eyvanen und einem Hof mit Wasserbecken. Über dem Toreingang des aus Marmor gibt es einen Torbogen mit Mukarna-Kapitellen. Die Grundlagen der Minaretten, die sich an beiden Seiten des Tores befinden, sind mit Pflanzenmotiven und geometrischen Zeichnungen verziert. 12 Köpfe von verschiedenen Tieren, Sternmotive und Stammbäume gehören zu den auffälligen Merkmalen. Das Tor ist bedeutend, weil es das wichtigste Exemplar seldschukischer Steinzierate darstellt. Das andere wichtige Exemplar der Schulbauten in Sivas stellt die Çifte Minareli Medresse (1271) dar. Nur die Eingangseite und das monumentale Portal mit zwei Minaretten stehen auch heute noch. Das Planschema des Baus ist symetrisch mit vier Eyvanen und Zimmern zwischen den Eyvanen. Die anderen Schulen mit offenen Höfen sind die Buruciye Medresse in Sivas, die im Jahr 1272 gebaut wurde und vier Eyvane besitzt, die Kalehisar Medresse in Çorum, die Hacikilitsch Medresse in Kayseri (1249), die Taş Medresse in Akşehir (1250), die Alaeddin Medresse in Sinop (1261), die Sahabiye Medresse mit drei Eyvanen in Kayseri (1261), die Seracettin Medresse in Kayseri (1238) und die Hüseyin Gazi Medresse in Çorum.


Grabmale und Kuppelgräber


Anatolische Seldschuken haben noch einfachere Kuppelgräber als die großen Seldschuken errichtet. Man trifft Grabmale, die aus quadratischen, kreiförmigen, vieleckigen geplanten Steinen gebaut wurden, in Erzurum, Ahlat, Kayseri, Sivas, Tokat, Konya, Nigde, Kirschehir und Divrigi an. Es gibt neben alleinstehenden Grabmalen, auch die mit Schulen und Moscheen. Wenn sie mit quadratischen Gehäusen und mit Kuppeln ausgestattet sind, kann man von Grabmalen (türbe) sprechen, wenn sie zweistöckig sind und auf quadratischen Grundlagen stehen, zylinderische oder vieleckige Gehäuse vorweisen und im Inneren mit Kuppeln ausgestattet sind sowie von Außen mit pyramidenförmigen oder konischen Spitzen Bedachungen abgedeckt sind spricht man von Kuppelgräbern. Im unteren Berreich gibt es meistens einen Grabraum, die sog. Kripta, die man über eine Treppe betritt. Sie ist aus dem Boden gehöhlt und besitzt einen quadratischen Plan. Über der Erde gibt es einen weiteren Raum. Die Kripta in der mummifizierte Leichen in den Boden wie in einem Grabraum der Zelle begraben sind, kann nicht jeder betreten. Im oberen Raum gibt es ein symbolisches Grab für Besucher. Die äußeren Flächen, Türen, Fenster, Vordächer und Dächer dieser kleinen Bauten, die für Sultane, Emire und wichtige Personen gebaut wurden, sind mit geometrischen und pflanzlichen Motiven verziert. An der Eingangstür gibt es eine Treppe oder zwei gegenseitıge Treppen.

Das älteste Grabmal der Seldschuken ist das Grabmal von II.Kilitscharslan, das zehneckig ist und auf das 12. Jahrhundert datiert wird. Es steht im Hof der Alaeddin Moschee in Konya. Im Bau gibt es zahlreiche Grabmale von seldschukischen Sultanen. Das Grabmal des seldschukischen Sultan Izzettin Keykavus, das mit Fliesen verziert und zehneckig ist, befindet sich auf der Südseite der Izzettin Keykavus Medresse in Sivas. Das zehneckige Gevher Nesibe Sultan (1200) Grabmal ist auch ein interessantes Beispiel. Das Sitte Melik Grabmal in Divrigi, das achteckige Kuppelgrab von Melik Gazi in Kirşehir (1250), das Eşrefoglu Grabmal in Beyşehir und das Kuppelgrab von Hüdavend Hatun in Nigde, das für seine fassenden Steinzierate berühmt ist (1312), das Döner Kuppelgrab (1276) in Kayseri, dessen Grundlage quadratisch geplant und die Außenfläche zwölfeckig ist, verfügt im Inneren über zylinderförmig ausgeschnittene Steine und ein konisches Dach, das mit reichen Motiven geschmückt ist. Das Kuppelgrab von Çifte Minareli Medresse in Erzurum sind Gräber mit vieleckigem Plan. Das Sahip Ata Grabmal in Konya (1268), das Erzan Hatun Kuppelgrab in Ahlat (1222), das Melikgazi Kuppelgrab in Kayseri-Pazarören (1272), das Ali Tusi Grabmal in Tokat sind als Beispiele zu den schwarzen Gehäusen und Kuppeln zu nennen. Das Mama Hatun Kuppelgrab in Erzincan –Tercan (datiert auf Anfang des 13. Jhs.), das ganz aus geschnittenem Stein gebaut wurde und ein zylinderisches Gehäuse mit runden Schnitten besitzt, ist der einzige Bau in Anatolien und Persien mit diesen Eigenschaften. Die Grabmale in eyvanischem Typ, die in Anatolien zum ersten Mal von den Seldschuken gebaut worden sind, sind das Seyitgazi Grabmal, das Emir Yavtasch Grabmal in Akşehir (1256), das Kureyş Baba Grabmal in Afyon-Boyaliköy (13. Jahrhundert), das Gömeç Hatun Grabmal in Konya (Ende des 13. Jahrhunderts), das Scheyh Osman-i Rumi Grabmal in Konya. Die Grabmale, die durch ein Gewölbe das von Unten verläuft verlassen werden können, sind mit einer Kuppel oder einer Spitze ausgestattet. Das Torumtay Grabmal in Amasya zeigt Ähnlichkeit mit dem viereckigen Plan der eyvantypischen Grabmale, aber es hat kein Gewölbe durch das man hinaus gelangt. In Ahlat sind im seldschuken Friedhof auf 200 Hektar Fläche auch andere Kuppelgräber aus dem 13. Jahrhundert sowie Grabsteine entdeckt worden. Um einige Beispiele zu nennen, kann das Şeyh Necmettin Kuppelgrab (1222), das Hasan Padişah Kuppelgrab (1275), das Çifte Grabmal (1278-1281), das Ulu Kuppelgrab genannt werden, die zylinderische Gehäuse und Steinarbeiten aufweisen.


Türkische Bäder


Die türkischen Bäder in der Nähe der Moscheen gehören zur religiösen Architektur, weil sie zum Glauben und zu Reinigungsritualen gehören. Mit dem Zweck Geld zu verdienen wurden manche auch in verschiedenen Gebieten gebaut. Manche von diesen türkischen Bädern, die bis heute gekommen sind, sind der Kölükhamam in Kayseri, der Kümbethamam (Ende des 12. Jahrhunderts), der Sultanhamam (Anfang des 13. Jahrhunderts), der Hunat/Mahperi Sultanhamam in dem Hunat Hatun Komplex (1235-1238), der Alanya Iç Kale Hamam (13. Jahrhundert), der Alanya Alara Kalesi Hamam, der Konya Sahipata Hamam, der Karatay Hamam (1240), der Pervane Hamam in Tokat (1275).


Armenkrankenhäuser und Krankenhäuser


Die Medizin war in der islamischen Welt bereits seit dem Mittelalter entwickelt. Die Armenkrankenhäuser und Krankenhäuser, die das gleiche Schema wie die Schulen aufweisen, bestehen aus Räumen für Ausbildung, Aufenthaltsräumen und Räumen, die der Heilung von Kranken dienten. An oder in einem anderen Gebäude sind sie gelegentlich auch separat eingerichtet worden. In der seldschuckischen Epoche wurde der Bau dieser Gebäude hocheingeschätzt. Das Gevher Nesibe Hatun Krankenhaus in Kayseri (1205) ist ein einfaches Gebäude mit 4 Eyvanen. Das Keykavus Krankenhaus in Sivas, das von Izzetin Kevkavus gebaut wurde und 48 x 68 Meter beträgt (1217 - 1218), ist das größte Krankenhaus der Seldschucken. Um den Hof mit 4 Eyvanen und Gewölbe gibt es auch Räume mit Ofen und langen Krankensaalen. Das Turan Melik Armenkrankenhaus, das im Jah r 1228 und hinter der Gebetnischemauer der Ulu Moschee in Divrigi aneinandergereiht gebaut wurde, ist einfach, mit hellen Laternen ausgestattet, mit Gewölben bedeckt und mit 4 Eyvanen errichtet. Die Eingangstür des Gebäudes, das 2 Meter Außerhalb liegt, hat 2 Spitzen. Das Gebäude ist mit seinen Gewölben und Verzierungen von Bedeutung. Auf der Eingangstür gibt es Figuren von Menschenköpfen.


Heerbergen (Han) und Karawansereien


Diese Gebäude, die zur nicht-religiösen Architektur zählen, wurden in der seldschuckischen Zeit an den Sträßen, die in Anatolien als Handelswege zwischen Norden und Süden, der Seidenstraße von Istanbul nach Persien führten, gebaut. Vorallem waren Konya, Kayseri und Sivas wichtige Handelszentren. Die Seldschucken haben durch diese Wege vom Handel viel Geld verdient. Die Hans, die die ersten kommerziellen Übernachtungsstätten in Anatolien darstellten, spielten in dieser Zeit eine bedeutende Rolle unter den sozailen Einrichtungen und Bauten. Zwischen zwei Hans lagen etwa 35 Kilometer, in Gebirgszonen 15 Kilometer. Man tritt in den Hof mit Gewölbe durch ein monumentales Tor mit Steinzieraten ein. In den Hans übernachteten Karawanen aus Menschen, Gepäck und Tier. In der Mitte des Hofs gibt es kleine Moschee mit vier Säulen und mit vier bogenförmigen quadratischen Plan, drum herum gibt es Gebäude wie Schlosse mit geschlossenen Räumen, die verschiedene Funktıonen haben (Zimmer, türkisches Bad u.s.w.). Dort konnten die Karawanen alle Bedürfnisse tilgen. Je nach dem Klima und der Handelskapazität des Gebiets wurden die Schemen mit offenem Hof, mit geschlossenem Hof oder mit beiden angewandt. In den Hans, die nur geschlossene Teile hatten und nicht fertig gebaut wurden, blieben Menschen und Tiere zusammen. In allen Hans gab es Säulen in der Mitte, Gewölbe und Höfe mit Eyvanen. Die großen und einfachen Hans, in denen alle Besonderheiten der anatolischen -seldschukischen Architektur aufzuspüren sind und die ähnlich wie die Burgen gebaut wurden, sind aus Schnittsteinen gebaut. Es gab von diesen Gebäuden, die danach Karawanserei genannt wurden, mehr als Hundert in Anatolien. Die neun Hans nennt man Sultan Han, weil sie von seldschukischen Sultanen gemacht wurden.

Der Alay Han auf dem Weg Aksaray-Kayseri, der in der Zeit von II. Kilitscharslan fertiggestellt wurde, ist ein früheres Beispiel. Der Sultan Han auf dem Weg Kayseri-Sivas, der von I. Alaeddin Keykubat im Jahr 1229 errcihtet wurde und der Sultan Han auf dem Weg Konya-Aksaray, der im selben Jahr gebaut wurde, haben ähnliche Pläne. Durch das denkmalische Tor am Eingang des Hans gelangt man in den Hof der kleinen Moschee. Die rechte Seite mit den Doppelgewölben des Hofs ist für Tiere und Gepäck gedacht. An der linken Seite gibt es Zimmer und ein türkisches Bad für Reisende. Außer dem offenen Teil mit Hof gibt es auch einen geschlossenen Teil. Dieser Teil ist mit drei Gewölben bestückt. In der Mitte gibt es eine Beleuchtungslampe. Der Alara Han in Antalya, der von I. Alaeddin Keykubat im Jahr 1231 gebaut wurde, hat ein eher kleines Format mit viereckigem Plan. Das ganze Gebäude ist mit einem großen Gewölbe bedeckt. Die anderen wichtigen seldschukischen Hans in Anatolien mit geschlossenen Höfen und mehrfachen Säulen sind der Deve Han in Seyitgazi (1207), der Çiftlikhan auf dem Weg Sivas-Amasya (Anfang des 13. Jahrhunderts), der Eğretihan auf dem Weg Afyon-Kütahya (Anfang des 13. Jahrhunderts), der Zalmandahan auf dem Weg Konya-Ankara (13. Jahrhundert), der Öresin Han auf dem Weg Aksaray-Nevşehir (13. Jahrhundert), der Elikesik Han auf dem Weg Konya-Doğanhisar, der Kuruhan auf dem Weg Malatya-Kayseri, der Şarapsa Han zwischen Antalya und Alanya (1236-1245), der Susuz Han in der Nähe von Denizli und viele andere. Die Hans mit Gewölben und offenen Höfen sind Evdirhan (1214-1218) und Kirkgözhan (13. Jahrhundert) auf dem Weg Antalya-Isparta, der Alacahan in der Nähe von Alanya (1232), der Kargihan auf dem Weg Antalya-Konya (13. Jahrhundert), der Çayhan auf dem Weg Akşehir-Afyon (1278-1279) ist der letzte Han mit seldschukischer Inschrift. Die Inschriften der Hans enthalten die Namen von Architekten, Baumeistern und derjenigen, die die Hans errichten ließen.


Kleine Burgen und Schlösser


Die Information über seldschukische Schlösser und Burgen sind nur begrenzt, weil wenige Beispiele bis heute überdauert haben. Wie durch Ausgrabungen festgestellt wurde, wurden bei den aus Grobsteinen und Ziegelsteinen gebauten einfachen Gebäuden mit 4 Eyvanen, zahlreichen Fliesen, Gips und Wandschmuck aus Mosaiken verwendet. Die seldschuckischen Sultane verbrachten die Sommermonate in Keykubadiye in Kayseri und Kubat-Abat am Beyşehir-Seeufer und die Wintermonate im Alanyaschloss. Nur die östliche Wand der Alaeddin Burg (Ende des 12. Jahrhunderts) ist übrig geblieben. Sie wurde von II. Kılıçaslan in Konya Içkale gebaut und ist im Grunde eine Erweiterung einer vorherigen Burg. Sie wurde aus Ziegelsteinen errichtet und danach von Alaeddin Keykubat restauriert. Das Gebäude, das mit Balkonen umrandet ist, stand auf quadratischen großen Konsolen, von den en einige Teile nach Außen neigten. Innen und Aussenseite der Burg waren mit Fliesen und Gips verziert. Das Kubat-Abat Schloss, das von Aleaddin Keykubat im Jahre 1236 gebaut wurde, war ein wichtiger Komplex mit 50 x 35 Umfang. Ein Teil war für das Personal gedacht, er war mit Gärten, die Stallungen und einer Kaserne ausgestattet. Die Zierate waren aus Fliesen, Glas und Gips. Der im Süden und Osten mit glatten Steinen angelegte Hof ist mit Zimmern umringt. Durch den Hof tritt man in den großen Saal und in das Schloss, in dem sich Thronsaal, Gästezimmer und die Kammern für Frauen befinden. Bei Grabung wurden am See unter dem Schloss die Ruinen der Werft und weitere 16 Gebäude freigelegt. Die Wände und das Gewölbe vom zweiten Schloss mit kleinem Hof und symetrischen Plan stehen immer noch. Das Keykubadiye Schloss für den Sommer in der Nähe von Kayseri (1224 - 1226) besteht aus drei kleineren Schossteilen und ist an einem kleinen See gelegen. Ein anderes kleines Schloss von Alaeddin Keykubat ist auch das Gebäude mit dem türkischen Bad, das in der Alarafestung in der Nähe von Alanya errichtet wurde. Der Bau besteht aus zwei langen Räumen nebeneinander, die mit Gewölben bedeckt sind. Von da aus gelangt man über einen Korridor im Gewölbe zum türkischen Bad. Die Kuppel und Trompen auf dem türkischen Bad sind mit Fresken verziert. Man sieht am Eingangstor aus Marmor das kleine Hızır Ilyas Schloss, das im Jahr 1241 am Erkiletgipfel gebaut wurde, Friesen aus Blättermotiven. Das kleine feste Gebäude, aus dunklen geschnittenen Steinen ist zeigt Ähnlichkeit mit den Karawanensereien der Seldschucken. Die Haydar Bey Burg in Kayseri (1252) ist auch ein festes Gebäude aus regelmäßigen Schnittsteinen. Von Innen und Außen verfügt es über eine einfache Steinarchitektur, die die Burg monumental erscheinen lässt.

Die Ruine vom Artukluschloss, das am Anfang des 13. Jahrhunderts in Diyarbakır gebaut wurde, ist mit kreuzförmigen Eyvanen umzäunt und besitzt ein mit Steinen und Mosaiken geschmücktes Wasserbecken, im Südeyvan einen Brunnen und Wände aus geschnittenen Steinen sowie einen Fußboden aus geschnittenen Steinen. Ein Teil vom Aspendos Theater ist mit Fliesen zu einem kleinen Schloss umgearbeitet wurden. Die klienen Schlösser Aksaray IV. Kılıçaslan und Antalya Yanköy Sillyon sind auch interessante kleine Gebäude.