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[Burdur]


BURDUR      



Die Stadt Burdur befindet sich im Landesinneren des Mittelmeerraums und ist bekannt unter dem Namen Göller Yöresi (Gebiet der Seen). Die Stadt Burdur ist von folgenden Städten umgeben: Im Süden befindet sich Antalya, im Westen Denizli, im Süd-Westen Muğla, im Osten und Norden befinden sich die Städte Isparta und Afyon. Im Winter ist das Klima in Burdur kalt und regnerisch, im Sommer heiß und trocken. In der Provinz befinden sich zahlreiche Seen und mittelgroße Gewässer. Der Burdur-See befindet sich innerhalb der Grenzen von Burdur und ist einer der wichtigsten Seen der Türkei. Ein weiterer wichtiger See ist der Salda-See. Der Süleyman-Demirel-Flughafen ist 25 km von Burdur entfernt, so dass man von dort in kurzer Zeit die Stadt erreichen kann.

Bei archäologischen Ausgrabungen in Burdur stieß man auf Funde des paläolithischen Zeitalters. Die Zeichnungen auf Felsen im Dorf Başkuyu des Landkreises Yeşilova bestätigen diese Funde. Bei Ausgrabungen in Burdur, im Dorf Hacılar, fand man Siedlungsschichten, die bis in das akeramische neolithische Zeitalter 8000 v. Chr. reichen, sowie Siedlungsschichten des kalkolitischen Zeitalters bis 4750 v. Chr. Die Siedlung Hacılar rückt vor allem aufgrund ihrer Keramikarbeiten in den Vordergrund. Es wurden sehr wichtige Beweise dafür entdeckt, dass in diesem Siedlungsgebiet Tiere gezüchtet und Dörfer errichtet wurden und dass die Menschen in diesem Gebiet die Töpferei erlernt haben. Weitere Beweise zeigen, dass man hier aufgrund der Landwirtschaft ansässig wurde. Die Götterfiguren und die mit Menschengesichtern bemalten Töpfe, die in Hacılar ausgegraben wurden, haben in der Weltarchäologie einen wichtigen Platz. In diesem Gebiet herrschten in den betreffenden Epochen die Phrygier, die Römer, das Pergamonreich und Byzans. Anschliessend herrschten die Seldschuken, die Hamitoglus und die Osmanen.

Die Provinz Burdur besteht aus folgenden Landkreisen: Ağlasun, Altınyayla, Bucak, Çavdır, Çeltikçi, Gölhisar, Karamanlı, Kemer, Tefenni und Yeşilova.

Ağlasun: Ağlasun ist 32 km von Burdur entfernt. Die Antikstadt Sagalassos befindet sich in diesem Landkreis. Es gibt zahlreiche Forellenanlagen und der 2276 m hohe Berg Akdağ ist gut zu besteigen und auch zum Wandern recht gut geeignet.

Bucak: Bucak ist 45 km von Burdur entfernt. Die Antikstadt Cremna befindet sich innerhalb dieses Landkreises. Die Susuz-Kervansaray (Herberge) und die İncirhan gehören zu den wichtigen Bauten dieser Gegend.

Gölhisar: Gölhisar ist 107 km vom Stadtzentrum Burdurs entfernt und stellt mit ihrer Antikstadt Cibyra ein wichtiges Potential für den Tourismus dar.

Tefenni: Tefenni ist 70 km vom Stadtzentrum entfernt. Die in Çamur-Höyük ausgegrabenen Funde, die zum kalkolitischen Zeitalter gehören, zeigen, dass dieser Landkreis ein sehr altes Siedlungsgebiet ist.

Die Entfernung von Yeşilova zum Stadtzentrum beträgt 60 km. Mit den Forschungen in den Orten Dereköy und Gençali desselben Landkreises gelangte man zu Keramikarbeiten die zum kalkolitischen Zeitalter gehören (5000 v. Chr.).

Bei den Stadtrundgängen kann man unter den historischen Bauten die Ulu Cami (Moschee) besuchen, die im Stadtviertel Pazar liegt und auf einem Hügel gebaut ist. Die Moschee ist im Jahre 1294 von Felekküddin Dündar Beg gebaut worden. Die vom Landkreis Bucak 7 km entfernte İncirhan (Herberge), die sich im Dorf İncirdere befindet, ist von dem Anatolisch-Seldschukischen Sultan Giyaseddin Keyhüsrev bin Keydubat im 13 Jh. erbaut worden. Die Eingangstür enthält Inschriften und ist sehr bewundernswert gestaltet. Die Susuz-Herberge, die sich im Dorf Susuz des Landkreises Bucak befindet, ist im 13. Jh. während der anatolisch-seldschukischen Epoche erbaut worden und liegt auf der Seidenstraße.

Wenn sie sich die antiken Städte genauer ansehen wollen: die Überreste von Sagalassos im Landkreis Ağlasun bestehen immer noch. Die Antike Stadt hat im 2.Jh. n. Chr. ihre schönste Epoche erlebt. Die Antike Stadt Cremna befindet sich 25 km östlich des Dorfes Çamlık und ist eine Psidia-Stadt. Die Bauten der römischen Zeit bestehen immer noch. Die Marmorstatuen, die während Ausgrabungen gefunden wurden, werden im Museum von Burdur ausgestellt. Cibyra hingegen ist 108 km vom Stadtzentrum entfernt und liegt westlich des Landkreises Gölhisar. Die Bauten, die immer noch bestehen, sind: das Stadium, die obige und untere Agora, der Salon der Stadtratsversammlung, das Theater, der Friedhof und die monumentale Gosse. Die Kuruçay-Grabstätte ist eine prähistorische Grabstätte.


Das Burdur-Museum


Mit über 50.000 historischen Ausstellungen ist das Museum in Burdur eines der reichsten Museen der Türkei. Das archäologische Museum kann in drei Bereiche eingeteilt werden. Im Garten des Museums sind Statuen, Sarkophage, Sargdeckel, Exemplare von Beschriftungen und Hochreliefen aus der Zeit der Phrygier, Helener, Römer, Byzantiner, Seldschuken und Osmanen ausgestellt. In dem Heykel-Saal (Abteilung, in dem die Statuen ausgestellt sind) findet man Ausgrabungen aus der Kremna Antikstadt. Unter diesen wertvollen Funden befinden sich Statuen wie die kleine und große Athena, Leto, Apollon, Nemesis, Dionysos und Aphrodite. Im Küçük Eserler–Saal (Ausstellungssalon für kleinere Fundstücke) sind die Ausgrabungen aus dem Hacılar-Kuruçay-Höyücek (Grabstätte) ausgestellt. Auch die Statuen und die kleineren Funde, die aus der Antikstadt Sagalassos ausgegraben wurden, sind hier ausgestellt.

Das Taş-Oda-Ethnographie-Museum auf der Veyis Straße ist ein konservatives Beispiel der Architektur aus der Zeit der Osmanen des 17. Jh. Es ist ein zweistöckiger Bau mit Garten. Das untere Stockwerk besteht aus geschliffenen Steinen. Das obere Stockwerk ist aus Luftziegeln gebaut, aber es wurde auch Holzmaterial benutzt. Der älteste und am besten erhaltene Teil des Taş-Oda ist das Hauptzimmer in dem sich ein Einbauschrank, Schränke, ein Kamin mit Luftsauger und eine mit einer Bursa- Arkade (Eine spezielle Arkadenart, die nach der Stadt Bursa genannt wird) getrennten Terrasse befinden. Die durch die Arkade getrennte Holzdecke ist mit Kreisen und Sternen verziert. Die Sterne sind mit Meißel-Technik ausgewölbt und mit Gold und Silber beschichtet.

Die Bakibeg Residenz, auch bekannt unter dem Namen Koca Oda (Große Herberge) ist auch zweistöckig. Das untere Stockwerk besteht aus geschliffenen Steinen. Das obere Stockwerk ist vorwiegend aus Holz und Luftziegeln gebaut. Die Verzierungen der Fenster im Hauptsalon, die mit Gold- und Silber beschichtete und verzierte Decke, ebenso die Ornamente mit Pflanzenmotiven sind traumhaft schön.

Die Stadt Burdur ist auch aufgrund ihrer natürlichen Sehenswürdigkeiten sehr anziehend. Der Burdur-See ist 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Dieser See ist ein tektonischer See und bietet Unterkunft sowohl für endemische als auch für aussterbende Vogelarten, wie beispielsweise der Steilschwanz. Deshalb ist dieser See von internationaler Bedeutung. Der Salda-See ist der sauberste und tiefste See der Türkei. Die Klarheit des Wassers macht diesen Ort zu einem der schönsten Erholungsgebiete von Burdur. Der Karacaören-Staudamm auf dem Bach Aksu ist 35 km von Burdur entfernt. Die İnsuyu- Höhle in der Provinz Burdur ist auch sehr interessant. Die Höhle ist 900 m östlich von der Landstrasse Antalya entfernt und befindet sich im Dorf Mandıra. Die Höhle ist 597 m lang. Mit ihren Nischen und Erhebungen auf ihren Gängen und den 9 Seen, die sich dazwischen befinden, ist auch die Höhlenbesichtigung sehr empfehlenswert. Die Seen Çorak, Salda, Karataş Varisli und auch Burdur mit seinem Vogelgebiet, befinden sich alle im Kreis von Burdur.

Im Yukarı-Pazar-Bezirk von Burdur ist der Wallnuss-Aufstrich eine berühmte und auch köstliche Spezialität. Auch der Burdur-Schisch (gegrillte Fleischstücke) ist eine des Kostens werte Spezialität von Burdur. Ausserdem kann man auf dem Kupfermarkt hübsche Geschenkartikel aus Kupfer kaufen.

www.burdur.bel.tr
www.burdur.gov.tr