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[Bayburt]


BAYBURT      



Bayburt ist eine Stadt, an den Ufern des Çoruh Flusses, auf der historischen Seidenstrasse zwischen Erzurum-Trabzon liegend, die Ost Anatolien mit dem Schwarzen Meer verbindet. Die Stadt, eine bedeutende Unterkunft auf der Seidenstrasse, war ein wohlbesuchter Ort, für viele Reisende, unteranderem auch für Marco Polo und den türkischen Reisenden Evliya Çelebi, die sich hier aufgehalten haben sollen. Ihre Geschichte reicht weiter zurück bis zur alten Bronzezeit, bis zum Jahr 3000 v.Chr. In der Geschichte geriet Bayburt unter die Herrschaft der Urartäer, Kimmerer, Skythen, Meder, Perser, Römer, Byzantiner, Omaijaden, Saltuken, Danischmenden, Seldschuken, Akkoyunlar Dynastie, Safawiden und Osmanen.

Bayburt ist mit ihren Antiquitätenbasaren, Almen, dem lebhaften Çoruh Fluss und der Festung eine sehenswerte Stadt.

Die Kreise von Bayburt sind Aydıntepe und Demirözü.

Die Küche der Region hat für jeden Geschmack etwas. Die Besonderheit liegt darin, dass Teig- und Fleischgerichte gegenüber den Gemüse- und Olivenölgerichten vielfältiger sind. Einige Spezialitäten der Region sind Tel helvası, Tatlı çorba, Galaçoş, Ekşi lahana, Lor dolması und Yalancı dolma.

In Bayburt stehen Kupferschmiederei, Kelim- und Deckenweberei im Vordergrund. Besonders die Motive der handgewebten Kelims sind eigen für Bayburt und originell, wobei die Deckenweberei typisch für diese Region ist. Die Westen, Tischdecken, Bettdecken, Gebetsteppiche, Vorhänge und Krawatten, die nach dieser Webart hergestellt werden, sind recht interessant.

www.bayburt.bel.tr
www.bayburt.gov.tr


Aydıntepe


Befindet sich 24km im Nordwesten des Zentrums des Regierungsbezirks Bayburt. Die historische Brücke im Dorf Gümüşdamla und die Ruinen der theologischen Hochschule (Medrese) im Zentrum des Kreises sowie die Merkez Moschee sind die schönsten Beispiele für die türkisch-islamischen Werke in der Region.


Demirözü


Der Otlukbeli Hügel, auf dem der historische Krieg stattfand, liegt in diesem Kreis. Im Zentrum von Demirözü befinden sich die Ruinen einiger Bauwerke. Der Evcikler Hügel Tumulus in der Umgebung des Dorfes Bayrampaşa und der Pulur Tumulus in der Kleinstadt Gökçedere sind mit ihren Töpferwaren aus der Bronzezeit wichtige Hinterlassenschaften.


Museen und Ruinen


Die Unterirdische Stadt Aydıntepe


Die unterirdische Stadt liegt in der bergigen Landschaft von Aydıntepe, die im Nordwesten von Bayburt liegt. Die Galerien sind in den Hauptfelsen gemeißelt und man gelngt durch die gewölbten Kammern in die breiteren Räume. In den Beobachtungsräumen sind konische Löcher zu sehen, von denen man annimmt, dass sie der Lüftung und Beleuchtung dieser Galerien gedient haben. Die unterirdische Stadt wurde 2-2,5m unter der Erde gebaut.

Çiftetaş- II Hügel


Auf dem Hügel und dessen Umgebung im Dorf Çiftetaş fanden zwischen 1993-1995 Ausgrabungen statt. Die Funde sind in der Bayburt Abteilung des Erzurum Archäologie Museums ausgestellt.


Festungen


Um Bayburt und in der Umgebung wurden einst viele Festungen, zwecks Schutz und Beobachtung, gebaut, von denen nur zwei bis heute erhalten geblieben sind; und zwar sind es die Bayburt und die Saruhan Festungen.

Die Bayburt Festung


Man nimmt an, dass die Festung im Norden des Stadtzentrums, im Jahre 58 n.Chr. gebaut wurde. Das Bauwerk geriet unter die Herrschaft der Römer, Byzantiner, Araber und Komnenen und wurde mehrmals restauriert. In der Festung befinden sich Inschriften, die zeigen, dass die Renovierungen zur Zeit der Saltuken begann und in der Zeit von Erzurumlu Tuğrul Şah (1200- 1230) beendet worden sind. Die seldschukischen und osmanischen Inschriften in der Festung sind wichtige Funde, die Aufschluss über die damalige Zeit geben. Die Höhe der Festungsbastionen beträgt 12-13m, und die der Mauern 30m.

Die Saruhan Festung


Liegt im Dorf Saruhan, die 40km vom Zentrum des Regierungsbezirks Bayburt entfernt ist. Die Festung wurde auf einem Hügel gebaut und die Mauern sind bis heute erhalten geblieben ohne viel Schaden erlitten zu haben. Jedoch hat die Festung mit der Zeit an Originalität verloren.


Moscheen und Grabmäler


Die Ulu Moschee


Die Ulu Moschee im Zentrum von Bayburt ist ein seldschukisches Bauwerk. Der Hauptraum ist rechteckig und wurde in die Richtung der Gebetsnische mit breiten Bögen, die senkrecht stehende acht dicke Stützbalken miteinander verbinden, in drei Gänge geteilt. Der mittlere Gang endet mit einem Raum mit Kuppel. Das Dach ist mit Erde bedeckt und hat viele Renovierungen hinter sich, wobei während dessen der ursprüngliche Plan eingehalten wurde. In der Moschee gibt es fünf Inschriften, die Auskunft über den Bau geben. Das Minarett ist mit Keramiken verziert.

Pulur-Ferahşad Bey Moschee und Theologische Hochschule (Medrese)


Befindet sich im Zentrum der Ortschaft Gökçedere, innerhalb der Grenzen des Kreises Demirözü. Die Ferahşad Bey Bauwerke wurden im 16.Jahrhundert gebaut und man weiss dass sie aus einer Moschee, theologischen Hochschule, Karawanserei, einem türkischen Bad, einer Armenküche und einem Gästehaus (Han) bestanden. Von diesen Bauten konnten die Karawanserei, die Armenküche und das Gästehaus unsere Zeit leider nicht mehr erreichen.

Die “L” förmige theologische Hochschule hat fünf Abteilungen, die alle zum Hof hinausführen. Auf den Bögen der Türen und Fenster, die auf den Hof hinausschauen, gibt es persische Inschriften. Die Feuerstellen in den Zimmern wurden mit Nischen verziert. Man nimmt an, dass die theologische Hochschule im 18.Jahrhundert von Süleyman Bey von den Akkoyunlus erneuert worden ist. Die Moschee auf dem Hof hat nur eine Kuppel und wird auf 1517 datiert. Aus der Inschrift in der Moschee geht hervor, dass Korkmaz Bey -ein Herrscher der Akkoyunlu Dynastie-, die Moschee erbauen ließ. Die Moschee, aus zweifarbigem und geschnittenem Stein, wird auch heute für den Gottesdienst benutzt.

Kutluğ Bey Moschee


Die Moschee befindet sich auf der Bayburt-Köse Landstrasse, 30km vom Zentrum des Regierungsbezirks entfernt, im Çayıryolu Dorf und wurde in der zweiten Hälfte des 14.Jahrhunderts von Fahreddin Kutluğ Bey gebaut. Man gelangt durch einen offenen Hof zur Moschee, dessen Dach mit Erde bedeckt ist. Der halboffene Platz für die Gemeinde wurde durch vier dicke Holzstützbalken, in drei Gänge geteilt. Das Baujahr ist 1550.

Yukarı Hınzeverek Moschee


Befindet sich im Dorf Çatalçeşme, im Kreis Demirözü, nördlich des Zentrums. Man nimmt an, dass sie zur Zeit der Akkoyunlus gebaut wurde. Der halboffene Platz für die Gemeinde wurde mit einem neigenden Dach bedeckt. Der Sockel des Minaretts wurde aus geschnittenen Steinen erstellt und der zylindrische Hauptteil aus Ziegelsteinen gebaut. Die Kuppel über dem quadratischen Hauptraum ist eingestürzt und wurde mit einer Holzbedeckung ersetzt, die in der Mitte einen Schwalbenkuppel besitzt und nun statt drei, auf vier Holzfpfeilern aufgesetzt ist. Die Gebetsnische ist mit stalaktitähnlichen Verzierungen und der Bogen darüber mit Pflanzen und geometrischen Motiven beschmückt.

Zahid Efendi Moschee


Zahid Efendi ließ (1514- 1515) zur Zeit der Osmanen diese Moschee in klassisch-osmanischem Architekturstil erbauen. Das Bauwerk wurde mehrmals restauriert und hat an seiner Originalität verloren.

Şehit Osman Grabmäler


Man nimmt an, dass die beiden Grabmäler, die auf einer Höhe von 1682m über dem Meeresspiegel, auf dem Şehit Osman Hügel im Westen der Stadt liegen und dem Bruder Osman und der Schwester von Mengüç Gazi, der ein Kommandant der Saltuken war, gehören. Die Inschrift ist unleserlich, da es ziemlich verschwommen ist. Diese Grabmäler, die dem felsigen Hügel im Westen der Stadt seinen Namen gaben, wurden aus gelben Steinen gebaut.

Kutluğ Bey (Sünür) Grabmal


Das Grabmal befindet sich im Dorf Çayıryolu 30km vom Zentrum des Regierungsbezirkes entfernt. Es liegt im Friedhof, die 30m von der Kutluğ Bey Moschee entfernt ist. Auf der Inschrift ist der Namen des Kutluğ Bey, Sohn von Tur Ali Bey, zu lesen. Da Kutluğ Bey 1389 gestorben ist, nimmt man an, dass das Grabmal Ende des 14.Jahrhunderts gebaut wurde. Es wurde aus geschnittenen Steinen achteckig gebaut und die Kuppel ist eingestürzt. In der Bevölkerung ist das Grabmal als Tur Ali Bey Grabmal bekannt.

Abdulvahab Gazi Grabmal


Das Grabmal von Abdulvahab Gazi ist gut erhalten geblieben und kann besichtigt werden. Der unter dem Volk sehr beliebte Held hat im 7.Jahrhundert gelebt und wurde in Büchern erwähnt.

Akşar (Balahor) Oslu Baba Grabmal


Das Oslu Baba Grabmal, das in der kleinen Ortschaft Akşar liegt, stellt eine der schönsten Beispiel für die Steinarbeiten in Bayburt dar. Es liegt auf einem Hügel und gehört zu den meist besuchtesten Orten in Bayburt.


Karawansereien und türkische Badehäuser


Taşhan


Die Karawanserei liegt in der Nähe der Ulu Moschee im Basar. Ein Brand vernichtete die Inschriften, daher hat man keine Auskunft über das Baujahr. Die Karawanserei besteht aus drei voneinander getrennten Teilen. Der quadratische Hauptraum wurde in vier Teile getrennt und jeder wurde einzeln mit Kuppeln bedeckt. Der zweite Teil im Westen des Hauptraumes, der eng und rechteckig ist, wurde mit hintereinander gereihten Kuppeln und bögenförmigen Decken überzogen.

Bent Badehaus (Hamam)


Das Badehaus liegt auf den Südostausläufern der Festung von Bayburt, am Ufer des Çoruh Flusses. Hacı Ferahşad Bey von den Akkoyunlus ließ das Bad im 16.Jahrhundert bauen. Es hat einen klassichen Plan mit vier Säulenhallen. Der Übergang zur zentralen Kuppel wurde mit Pandativen und zu den Kuppeln an den Ecken mit türkischen Dreiecken erstellt. Das Bauwerk wird auch heute als türkisches Bad benutzt.

Paşaoğulları (Kondolotlar) Badehaus


Befindet sich im Zentrum von Bayburt. Das Badehaus wurde mehrmals restauriert und es gibt keine Auskünfte über dessen Baujahr. Der Übergang zur Kuppel wurde mit Pandativen hergestellt. Die Eckkammern wurden mit Kuppelgewölben und der Frigidarium mit Tonnengewölbe bedeckt.

Meydan (Çarşı) Badehaus


Das Badehaus liegt im Zentrum von Bayburt und ist auch als Kadı Mahmud Çelebi Stiftung bekannt. Außer dem sternförmigen Caldarium mit Zentralplan und 6 Säulenhallen, wurde die Originalität leider nicht erhalten. Das Badehaus wird auch heute noch benutzt.


Andere historische Bauwerke


Bayburt Häuser


Sie bestehen aus Teilen wie Kammer, Hof und Halle. Merek ist der Stall und die Strohschuppen, die als Dam bezeichnet werden, sind ergänzende Teile des Hauses. Die unteren zwei Etagen bestehen aus Stein und die obere Etage wurde aus einer Mischung aus Holz und Schlamm, -eine Art Deckschicht für die Mauern- erstellt. Der Stein, der das Fundament bildet, wird in Bayburt gewonnen.

Korgan Brücke


Liegt etwa auf dem 25.km der Bayburt-Gümüşhane Landstrasse, in der Ortschaft Akşar, die dem Zentrum des Landkreises angeschlossen ist. Die Brücke besteht zwei spitzen Bögen. Die Bögen aus geschnittenem Stein, die Steine der Geländer und die Steine zwischen den Bögen sind in guter Verfassung. Sie gehört zu den klassisch-osmanischen Brücken und wird heute noch benutzt.

Der Uhrturm


Der Uhrturm liegt im Stadtzentrum von Bayburt. Er wurde 1924 während den Feierlichkeiten der Republiksgründung eingeweiht. Meister aus Bayburt bauten ihn mit Bayburtsteinen. Die 4 Uhren und verschiedene Maschinenteile wurden aus Deutschland gebracht. Der Turm ist 21m hoch und die Galerie oben ist mit 41 Stufen zu erreichen.

Kop Märtyrerdenkmal


Das Märtyrerdenkmal Kop wurde als Andenken an die gefallenen Soldaten, die 1916 am Koppass und Çoruhgebiet gegen den Feind Widerstand geleistet haben, erstellt. Man hat ihn 1963 auf dem Gipfel des Kop Berges gebaut, wobei man geschnittene Steine, Beton und Marmor benutzt hat.


Höhlen


Helva Dorf Eishöhle


Die Höhle ist 33km vom Zentrum des Regierungsbezirks entfernt, worin Stalagmiten und Stalaktiten aus Eis zu beobachten sind. Die Dorfbewohner benutzten sie von Zeit zu Zeit als Kühlanlage.

Çımağıl Höhle


Die Höhle liegt im Aşağı Çımağıl Dorf, das 35km vom Zentrum des Regierungsbezirks entfernt ist. Vom Stadtteil Taşındibi aus erreicht man die Stelle zu Fuss ungefähr in einer Stunde. Die Çımağıl Höhle besteht aus 11 Teilen und die Deckenhöhe steigt teilweise bis zu 30m. Man sieht im Inneren kleine Wasseransammlungen. Die Höhle ist mit ihren Stalagmiten und Stalaktiten sowie ihrer natürlichen Struktur sehenswert.


Sırakayalar Wasserfälle


Im Dorf Sırakayalar, die dem Zentrum angeschlossen ist, befinden sich zwei Wasserfälle. Eine liegt am Zugang des Dorfes und die Andere direkt im Dorf. In den Sommermonaten sind die Wasserfälle und Umgebung ein beliebtes Ausflugsziel für die regionale Bevölkerung. Die Gegend ist mit ihren Naturschönheiten sehenswert.


Almen


Touristisches Zentrum Kop Berg, Kop Berg Alm, Sultan Murat Alm, Aydıntepe, Otlukbeli, Yazyurdu, Yoncalı, Akkoyun, Gümüşdamla, Üzengili, Yaylapınar, Dumlu, Şur, Ardıçgöze und Göloba sind einige Almen von Bayburt. Die Almen dieser Region sind mit ihrer frischen Luft und ihren Naturschönheiten ein Paradies für Naturliebhaber.


Sportliche Aktivitäten


Jagd


Im Regierungsbezirk wird auf das Jagen Bedeutung beigemessen und es gibt einen Jagd- und Schützenclub. Der Winter ist für die Landtierjagd gut geeignet. Am Çoruh Fluss kann man angeln. Die Bächer Masat, Kopuz, Beşpınar, Ozansu, Yoncalı, Yazyurdu, Kılıçkaya und Çatıksu sind reich an Forellen, wogegen in den Oruçbeyli, Sakızlı, Saraycık, Danişmend, Eymür und Gökçedere Seen viele Karpfen leben.

Naturwanderungen


Kemer, Soğanlı, Haldizen, Kırklar, Köse, Coşan, Kop, Otlukbeli, Divanyolu und Sarıçiçek Berge sind über 2000-3000m hoch. Diese Regionen sind fürs Reiten, Bergsteigen und Naturwanderungen gut geeignet.

Kanu und Rafting


Ein Arm des Çoruh Flusses entspringt in den Mescit Bergen und der Andere in den Otlukbeli Bergen. Diese zwei Arme vereinigen sich innerhalb der Grenzen des Regierungsbezirks beim Dorf Dikmetaş. Hinsichtlich der Durchlaufmenge ist der Çoruh einer der wichtigsten Flüsse in der Türkei und deshalb für Wassersportarten sehr gut geeignet. Vom Dorf Dikmetaş bis zum Dorf Aslandede gibt es Möglichkeiten für Rafting und Kanu.

Ski


Der Kop Berg wurde zum “Touristischen Zentrum” erklärt und die Planstudien des “Kop Berg Ski- und Wintersportzentrums” wurden vom Ministerium für Kultur und Tourismus eingewilligt.