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[Bartın]


BARTIN      



Bartın ist eine interessante Stadt am westlichen Schwarzen Meer mit ihren Stränden, historischen Sehenswürdigkeiten, Höhlen und Grotten. Wälder bedecken 46 % dieser Stadt, wo typisches Schwarzes Meer - Klima herrscht; es regnet viel im Winter und die Sommer sind mild.

Man nimmt an, dass die sog. Kaschkas die ersten Ansiedler in diesem Gebiet im 14. Jahr - hundert v. Chr. waren, deren Herrschaft infolge der Expansion des Hethitischen Reichs zu Ende ging. Später herrschten hier die Lyder, denen die Perser, Mazedonier, Bithynier und Römer folgten. Nach Teilung des Römischen Reiches i.J. 395 n.Chr. blieb diese Gegend im oströmischen Territorium. Im 13. Jhh., als die Türken nach Anatolien kamen, kam Bartın und Umgebung unter die Herrschaft des "beylik"s (eine Art Emirat) Candaroğulları. Der osmanische Sultan Yıldırım Bayezid annektierte zwar Bartın i.J. 1395, deren Bezirk Amasra jedoch, blieb weiterhin unter dem Einfluss der dortigen genuesischen Kolonie. Erst i.J. 1460, während der Zeit Fatih Sultan Mehmet's, kam auch Amasra unter die osmanische Herrschaft.

Die Besucher von Amasra werden heute noch vielen alten, schönen Holzhäuser begegnen, welche gut erhaltene Beispiele der traditionellen Bauweie sind und heute noch banutzt werden.

Bartın und Umgebung beeindrucken die Besucher neben historischen Sehenswürdigkeiten auch mit der besonderen Schönheit der Natur. Die Häfen von Amasra und Kurucaşile sind für das Anlegen und Übernachten der Yachten geeignet. Von Kurucaşile, wo die intensiv grünen Hänge bis ins Meer reichen, behauptet man, das erste hölzerne Boot sei dort gebaut worden. Jedenfalls werden auch heute die schönsten hölzernen Schoner in dieser Gegend gebaut, deren Küste und Grotten sehenswert sind.

Die Gürcüoluk – Höhle in Çakraz und die Sipahiler – Höhle in Kayadibi sind mit ihrer herrlichen Säulen – und Zapfentropfsteine und weitere Gesteinsformationen besonders sehenswert. Die Gürcüoluk – Höhle ist 32 km von Bartın entfernt und recht kühl im Innern.
Der Küstenstreifen dieser Gegend ist 59 km lang, dessen Strände mit steilen, grünen Hügeln im Hintergrund von Touristen bevorzugt werden. Die schönsten Strände wären: Inkumu, Amasra, Çakraz, Kızılkum, Mogada, Güzelcehisar und Bozköy.

Die Ebenen um Bartın, in durchschnittlich 1000 m Höhe, bieten mit ihren grünen Wälder und ihrer reichen Flora und Fauna dem Besucher einmalige Naturschönheiten. Auch dem Wanderer bietet die Umgebung von Bartın besondere Möglichkeiten. Die Hochebenen Ardıç Yaylası, Arıt Yaylası und Ulu Yayla gehören zu den am meisten bevorzugten.

Bartın und Umgebung mit seinen 40 Säugetier – und 129 Vogelarten bietet auch dem Jäger einiges im Nationalpark Bartın – Kastamonu Küre Gebirge. Die klaren, blaugrünen Küstengewässer von Bartın könnten für den Angler, oder Taucher interessant sein.
Von den lokalen Handarbeiten wären die handgewebten Stoffe, vor allem die mit Holzstock bedruckte und ähnlichen, geschnitzten Werkzeugen zu erwähnen. Der Marktplatz von Bartın, wo Frauen aus den umliegenden Dörfer ihre Handarbeiten verkaufen, sind besonders bunt und fröhlich. Neben Handarbeiten werden hier auch sehr frisches Gemüse und Kräuter angeboten. Die Amasra – Gegend hat sich besonders in der Holzschnitzerei und Hand – weberei entwickelt. In den Küstenrestaurants dort können Sie frische Fische und Salate essen. Der Bezirk Kurucaşile ist für seine sorgfältigst gebaute Schoner im ganzen Land bekannt.


www.bartin.bel.tr
www.bartin.gov.tr


Benachbarte Bezirke


Die Bezirke der Stadt Bartın sind Amasra, Kurucaşile und Ulus.

Amasra


Das Städtchen liegt nördlich von Bartın am Schwarzen Meer, wo tiefe, steile Hänge ins Meer führen und eine wunderschöne Aussicht sich dem Besucher bietet. Die einmalige Landschaft und die 3000-jährige Geschichte bewirken einen regen Fremdenverkehr, der zum Einkommen der Bevölkerung beiträgt. Diese alte genuesische Hafenstadt ist schon sehenswert.

Kurucaşile


Die kleinen Buchten dieser nordöstlich von Bartın gelegenen Ort sind von einmaliger Schönheit. Zwischen diesen liegen lange Strände mit steilen grünen Hängen als Rückwand. Am Ufer bauen die Meister immer noch dieselben hölzernen Fischerboote. Zwischen den Dörfern Karaman und Meydan befinden sich Grotten, in denen Seehunde leben.

Ulus


Liegt südöstlich von Bartın, wo die beiden Bäche Ulus und Eldeş zusammenfliessen. Der Wasserfall und Cañon nahe am Ulukaya Dorf sind sehenswert.


Bartın - Amasra Museum


In diesem Museum befinden sich zwei archeologische und zwei ethnographische Ausstellungsräume. Die meisten der ausgestellten Gegenstände stammen aus der Umgebung von Amasra.

Zu diesen zählen Parfüm – und Tränenfläschchen aus Keramik, oder Glas sowie goldene, oder bronzene Schmuckstücke, die man in den alten Gräbern fand. Ausserdem werden Krüge in verschiedenen Formen, bronzene Statuetten, Armringe, Angelhaken, Kreuze, Waffen, Öllampen und Gefässe ausgestellt, die die Taucher aus versunkenen Schiffen bargen. Zu erwähnen wären noch die Gold -, Silber - und Bronzemünzen aus den hellenistischen, römischen und byzantinischen Zeiten.

In einem weiteren Raum werden Gegenstände aus der spätosmanischen Zeit ausgestellt, wie z.B. kupferne Küchengefässe, Waffen, Schreibsets, Kandelaber, Siegel, diverse Waagen, Ringe und Keramik sowie aus Holz geschnitzte Gefässe, die für die Gegend typisch sind. Ausserdem werden traditionelle Trachten und silberne Schmuckstücke der Gegend, bestickte Bettdecken und Taschen, alte Teppiche, Wanduhren und handgeschriebene Korans ausgestellt. Eine Landkarte von Mittelmeer, die i.J. 1852 in der Palastdruckerei angefertigt wurde, hängt am Korridor des Museums.


Antikes Theater


Am Südhang des Hagia Yorgi Hügels in Amasra befinden sich die Reste eines Theaters aus der römischen Zeit. Die Bühne und die Zuschauerplätze sind zerfallen, nur noch Reste des Portals sind zu sehen.


Reste aus der römischen Zeit


In ca. 3 km Entfernung von Amasra liegen Reste eines grossen, römischen Bauwerks, von dem man annimmt, ein Bad, oder ein Gymnasium gewesen zu sein. Da diese Ruinen in späteren Zeiten als eine Art Basar benutzt wurden, nennt man sie heute noch “Bedesten” (überdachter Basar, Kaufhalle).


Akropolis


Südwestlich von “Bedesten” (s.o.) befinden sich die Reste der Akropolis, wo nur vereinzelte Teile der Mauern noch stehen. Einige der Säulen sind im Museum zu sehen.


Die Festung von Amasra


Die Festung besteht aus zwei Hauptteilen, wobei eine auf der Insel Boztepe und die andere im Stadtteil Zindan Mahallesi ligen. Der erstere auf dem Insel wird hier auch “Sormagir Kalesi” genannt, ist 17 m hoch und stammt aus der römischen Zeit. Die Festung von Amasra wurde lange Zeit von Genueser benutzt und in 14. und 15. Jhh. gründlich repariert.


Moscheen und Kirchen


Halilbey Moschee (Yukarı Cami, Obere Moschee)


Sie ist ein rechteckiger Steinbau mit 2 Fenstern ohne Kuppel im Zentrum von Bartın, den Halil Bey i.J. 1872 bauen liess.

İbrahimpaşa Moschee (Orta Cami, Mittlere Moschee)


Die im Marktviertel von Bartın befindliche Moschee wurde vor ca. 150 Jahren von Ibrahim Pascha, dem Statthalter von Bosnien, gestiftet. Sie hat 32 Fenster, von denen 12 die grosse Kuppel umringen. Der vier – eckige Bau hat nur eine Kuppel und eine Minarette. 11 Mietläden um die Moschee sorgen für deren Instandhaltung.

Fatih Moschee


Sie war ursprünglich eine byzantinische Kirche aus dem 9. Jhh. in der Festung von Amasra. Nach der Eroberung von Amasra durch Fatih i.J. 1460 wurde sie in eine Moschee umwandelt.

İçkale Mescidi (Eski Şapel, die kleine İçkale Moschee, Alte Kapelle)


Sie ist eine alte Kapelle in der Festung von Amasra, wurde im 15. Jhh. zu einem “mescid” (kleine Moschee) umwandelt und bis 1930als solche benutzt. Nach ihrer Restaurierung i.J. 2002, wobei bunte Fresken mit christlichen Themen (Christi Himmelfahrt) zu Tage traten, wird sie als Kulturzentrum besucht. Das 11 x 7 m grosse Gebäude weist bemerkenswerte Maurerarbeiten auf.

Aya Nikolas (St. Nikolaus) Kirche


Die Bau stammt aus dem Jahre 1319. Nachdem das historische Gebäude in den 30’er Jahren für eine Weile als Elektrizitätswerk benutzt wurde, wurde sie i.J. 1955 restauriert und zu Besuchen freigegeben.


Unterirdische Markthalle


Man nimmt an, dass dieses Gebäude, dessen wichtigster Teil im Viertel Tomaşkuyusu von Amasra liegt, aus der römischen Zeit stammt. Die Bautechnik ist identisch mit der in “Bedesten” (s.o.); an einer 17 m langen Hauptgalerie befinden sich rund 50 Einzelräume.


Hisarkale Keller


Diese unterirdische Verbindung der Burg Tekkeönü mit dem Meer beherbergt 7 tiefe Felsbrunnen und befindet sich in Hisarkale (Bezirk Kurucaşile), wo früher die antike Stadt Kromna lag. Man glaubt, dass die Bevölkerung von Kromna diese Brunnen zur Aufbewahrung ihres Proviants in Kriegszeiten verwendete, während der Gang ein Fluchtweg von der Burg zum Meer war. Die Öffnung des Gangs ins Meer wurde später beim Bau des Hafens zugemauert.


Amasra Küçüktepe Martyrium


Man glaubt, dass Amasra (gleichzeitig mit Ereğli) zu den frühesten Zentren des Christentums in Anatolien gehörte, wo gegen Ende des 1. und am Anfang des 2. Jhh.s zahlreiche Anhänger dieser neuen Religion lebten, die sich dann im ganzen Reich ausbreitete. Die Besucher von Amasra legen viel Wert auf die heiligen Hügeln von Küçüktepe, wo die Gräber von Iakintos und Kyros sich befinden, auf die Büyüktepe – Höhle, wo Georgios sich zur Abgeschiedenheit zurückzog und auf die Amasra – Kirche (heutige Fatih Moschee).