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[Erbauer unserer Kultur]


YUNUS EMRE (1238 - 1320)      


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Der Türkische Volksdichter, Yunus Emre ist unbestritten einer der größten und bedeutendsten Dichter. Aus Türkischem Blickwinkel brachte er den Islam, die Toleranz, auf die gesamte schlichte Schönheit der Türkischen Sprache, zum Ausdruck und war ein beispielhafter Mensch, der die Liebes zur Lebensphilosophie machte. Seit rund 700 Jahren werden seine Werke innerhalb des Volkes zitiert, weitergegeben und werden in Liedern und Gebetshymnen verwendet. Immer wieder tauchen Sätze von Yunus Emre auch als traditionierte Sprichwörter auf. Für die Entstehung der Türkischen Kultur und Zivilisation hat er großzügige und bedeutende Beiträge geleistet.

Sein Familienstamm geht zurück auf einen Türkischen Volksstamm, der nach Anatolien einwanderte. Um das Jahr 1238 wurde er geboren und einige Quellen behaupten, dass er im Jahre 1320 in Eskisehir gestorben ist, wenngleich das nicht bewiesen ist. In Anatolien gibt es in vielen Gebieten Gräber mit der Aufschrift „Yunus Emre“. Keines davon ist sein echtes Grabmal, sie wurden nur in seinem Namen als "Statthalter" aufgestellt, weil das Volk ihn so sehr verehrte.

Yunus Emre ist selber einer aus dem Volk und hat die Besonderheit, dass er aufgrund dessen, den Wert des Volkes, seine Gefühle und Gedanken ausdrücken kann und damit in unserer Geschichte als derjenige Intellektuelle anzusehen ist, der am meisten mit dem Volk in Einklang stand In der Sprache und Dichtkunst der Türkischen Mystik bringt Yunus Emre in seinen Gedichten Themen wie Moral, Weisheit, Religion und Liebe vor einem mystischen Hintergrund, und aus einem mystischen Blickwinkel heraus, zusammen. In seinen Versen leitet er didaktisch seine Moral weiter. Yunus Emre verleiht dem Thema „Rücksicht aufs Herzensbrechen“ eine ganz eigene Bedeutung und bringt dieses als „höheren Wert" in seinen Gedichten zu Papier.

Yunus Emre weist eine weitere Besonderheit auf, wenn er die Themen und Ansätze, welche er in seinen Gedichten bearbeitet, auch in seinem eigenen Leben umsetzt. Er meint, “Wenn der Glaube tief genug ist, findet man zur Kommunikation schon irgendwie einen Weg" und projiziert, dass man sich die islamischen Werte wie Geduld, Genügsamkeit, Toleranz, Großzügigkeit, Güte und Tugend zu eigen machen soll. Nach Yunus’ Kunstverständnis zeigt er sich selber in seinen Reimen und bringt die Religion mit seinen Werten mit Harmonie zusammen. Für die Mystik des Volkes ist dies durch die Verwendung der Besonderheiten der Türkischen Sprache eines der schönsten und stärksten Beispiele. In der Tat gab es in den 11. 12. und 13. Jahrhunderten zwei große Fürsprecher in Türkistan und Anatolien für die weit verbreitete Mystik. Dabei handelt es sich um Ahmet Yesevi in Türkistan und um Yunus Emre in Anatolien.

Yunus Emres Auffassung der Mystik bezieht Derwischtum, Reife, Liebe und Allah ein. Der Mensch muss gegen das Falsche und Schlechte in seiner Persönlichkeit ankämpfen, den Egoismus besiegen, Streit, Zwietracht, Angeberei, Heuchelei, Feindseligkeit und Vorurteile bekämpfenYunus Emre ist auch einer der Dichter, die Führsprecher für die gesamte Menschheit sind. Im wahrsten Sinne des Wortes ist er ein „Volksdichter“. Genau wie Nasreddin Hoca, Köroğlu, Dadaloğlu oder Karacaoğlan. In den Gedichten von Yunus Emre kommen insbesondere die Themen göttliche Liebe, Liebe, Freundschaft, Brüderlichkeit, Religion, Moral, Fremdheit, Natur, Tot und die Welt vor.

UNESCO erklärte 1991, das Jahr der Toleranz, zum “Yunus Emre Jahr“.

Im folgenden sind einige Verse aufgeführt, die aus seinen Gedichten stammen:

Kommt einander kennenlernen.
Laßt uns der Arbeit mit Leichtigkeit hingeben
Lasst uns lieben und geliebt werden
Die Welt wird niemandem bleiben!

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Unser Schritt ist träge geworden
Unser Feind ist unser Groll
Gegen niemanden hegen wir Groll
Das Reich der Einheit ist unser.
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Gestürzt waren wir,
Der Allmächtige richtete uns wieder auf zum Stehen
Mit Liebe füllte und versah Er unsere Herzen
Er selbst hat sich bekanntgegeben
Aufrichtig wurde unser Glaube durch Ihn
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Glaube nicht dieser Welt
Glaube nicht, dass sie Dein ist
Die Mehrheit nimmt an, sie wäre Ihre
ichtsdestotrotz verlassen sie sie im rohen Tuch
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Das bloße Dasein Viele
Ist sogar übler als die Armut selbst
Inmitten vieler Existenzen<0}
Verlässt uns dennoch die Enge des Herzens nicht
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Wir haben geliebt, waren ganz Liebe
Wir wurden geliebt, wurden Liebende
Wir gebären jeden Spruch von Neuem
Wer kann unserer überdrüssig werden?

Mein Herz ist immer an Deiner Seite
Denn mein Weg zu Dir
Ist niemals erreichbar ohne Dich
Arbeite, verdiene; verzehre, bewirte; erreiche ein Herz
Besser als tausend Mal die Kaaba, ist der Besuch eines Herzens
Um zu streiten bin ich nicht hier
Meine Aufgabe ist die Liebe
Das Zuhause des Verbundenen sind die Herzen
Um Herzen zu erschaffen bin ich eben hier