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[Erbauer unserer Kultur]


MEVLANA CELALEDDIN-I RUMI (1207 - 1273)      


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Der eigentliche Name Mevlanas ist Muhammed Celaleddin. Sowohl Mevlana als auch Rumi sind Namen, die ihm später gegeben wurden. Der Name Mevlana, welcher die Bedeutung „Unser Herr“ trägt, wurde ihm als er noch sehr jung war und in Konya zu unterrichten begann verliehen. Dieser Name wurde nach Schemsettin Tebrizi und Sultan Veled von all jenen verwendet, die Mevlana lieben. Er ist sozusagen von einem Namen zum Symbol geworden. Rumi bedeutet so viel wie „aus Anatolien stammend“.

Der Geburtsort Mevlanas liegt im heutigen Afghanistan, in der Stadt Belh, die früher ein großes Zentrum der türkischen Kultur war. Er wurde am 30. September 1207 geboren. Mevlana stammt aus einer adligen Familie, seine Mutter Mümine Hatun war die Tochter des Emirs Rükneddin von Belh. Seine Großmutter väterlicherseits, Melike-i Cihan Emetullah Sultan, war eine Türkische Prinzessin aus dem Hause der Harzemschahs (1157 Osttürkischer Herrscher). Sein Vater war unter dem Namen Sultanü'l-Ulema (Weiser der Sultane) bekannt.

Im Jahr 1222 kam Sultanü'l-Ulema mit seiner Familie nach Karaman und blieb dort sieben Jahre lang. In dieser Zeit stand ein großer Teil Anatoliens unter der Herrschaft der Seldschuken. Konya war die Hauptstadt dieses Staates. Es war reich ausgeschmückt mit Kunstgegenständen, Wissenschaftler und Künstler strömten ebenfalls nach Konya. Kurz gesagt, der Seldschukenstaat erlebte seine Blütezeit und Alaeddin Keykubad war an der Staatsspitze. Dieser lud Sultanü l- Ulema Bahaeddin Veled von Karaman nach Konya ein und wollte, dass er sich dort niederließ.

Bahaeddin Veled folgte der Einladung des Sultans. Am 3.Mai 1228 kam die Familie gemeinsam mit ihren Freunden nach Konya. Der Sultan nahm sie mit einem pompösen Empfang auf und wies sie an, in die Altunapa (Iplikci) Medresse einzuziehen.

Sultânü'l-Ulemâ verstarb am 12. Januar 1231 in Konya. Nach seinemTod versammelten sich seine Schüler und Anhänger um Mevlana, weil sie ihn als Charakter seines Vaters betrachteten. In der Tat hatte Mevlana sich großes Wissen in Bezug auf Wissenschaft und Religion angeeignet. Er begann in der Iplikci Medresse zu predigen.

Am 15.November 1244 begegnete Mevlana Şems- i Tebrizi. Allerdings war das Zusammensein leider nur kurz, da Şems plötzlich verstarb.

Mevlana beschrieb sein eigenes Leben mit den Worten „Ich war roh, kochte und verbrannte“ . Er verstarb am 17.Dezember 1273 an einem Sonntag.

Mevlana sah den Tot nicht als ein Ende an, sondern als eine Wiedergeburt. Als er starb wollte er denjenigen begegnen, also Allah, den er am meisten liebte. Daher hat Mevlana angeordnet, dass seine Todesnacht wie eine Hochzeit oder Hochzeitsnacht gepflegt werden solle und als „Şeb- I Arus“ (Mystische Liebesnacht), als freudiges Ereignis begangen werden solle. Seinem letzter Wille war, dass seine Freunde nicht nach seinem Tode wehklagen sollten.

Mevlana hat sehr wichtige Werke hinterlassen. Einen besonders wichtigen Stellenwert hat dabei das Mesnevi. Mesnevi bezeichnet in der klassischen östlichen Literatur einen Poesiestil.Im Wörterbuch hat es die Bedeutung „je zwei, doppelt“. In der Literatur bezeichnet man Doppelverse als Mesnevi, welche in jeder Zeile unterschiedliche Reime haben. Mevlana schrieb das Mesnevi auf Wunsch Celebi Hüsameddins. Es ist in persischer Sprache verfasst. Noch heute wird das älteste erhaltene Exemplar aus dem Jahre 1278 im Mevlana Museum ausgestellt, es verfügt über 25618 Doppelverse.

Mevlana beschreibt in dem aus sechs dicken Bänden bestehenden Mesnevi die Ideen und Gedanken der Mystik in Form von Geschichten.

Dîvân-ı Kebîr hat die Bedeutung von „Großes Heft“ oder „Großer Diwan“. In diesem Diwan befinden sich sämtliche Gedichte, welche Mevlana zu den verschiedenen Anlässen zitiert hat. Wenngleich der Divan-ı Kebir auf Persisch verfasst ist, so befinden sich darin doch auch einige Gedichte auf Arabisch, Türkisch oder Griechisch. Der Divan-ı Kebir besteht aus der Zusammenfassung von 21 kleinen Sammlungen und dem Rubai Diwan. Über 40.000 Doppelverse umfasst der Divan i Kebir. Mevlana schrieb einige Gedichte für den Divan-ı Kebir unter dem Decknamen Şems, daher bezeichnet man ihn auch als Divan-ı Şems.

Die Briefsammlung besteht aus 147 Briefen, welche Mevlana verfasst hat. Es handelt sich dabei in erster Linie um Ratschläge und Antworten auf Fragen, die ihm sitens der Seldschukischen Regierung gestellt wurden sowie seine Erklärungen zu diesem Thema. Mevlana verfasste diese Briefe nicht in der literarischen Form, sondern in Umgangssprache. Wendungen wie „Meine Wenigkeit" kommen in den Briefen nicht vor. In der Anrede verwendet Mevlana neben dem Amtstitel und der offiziellen Anrede auch Anreden, die dem Intellekt, dem Glauben und den guten Taten, welche der Adressat vollbracht hatte, entsprachen.

Fîhi Mâ Fih”:Dieser Ausspruch bedeutet "Was er in sich hat, ist in Dir". Dieses Werk ist eine Sammlung von Gesprächen, die Mevlana in verschiedenen Versammlungen geführt hat. Sein Sohn Sultan Veled hatte sie gesammelt. Es besteht aus 61 Kapiteln. In einem Teil dieser Kapitel wird der seldschukische Vesir Süleyman Pervane angesprochen Ebenso werden In diesem Werk manche politische Ereignisse angesprochen, weshalb es auch häufig als historische Quelle angenommen wird. Es werden Themen wie Himmel und Hölle, Diesseits und Jenseits, Leiter und Novize (Neuling) sowie Liebe und Sema (etwa Himmel) behandelt.

Das Mecâlis-i Seb'a (Sieben Sitzungen) ist wie der Name bereits verrät, eine Zusammenfassung von sieben Predigten, die Mevlana in ebenso vielen Sitzungen gehalten hat. Die Predigten wurden von Celebi Hüsameddin oder seinem Sohn Sultan Veled aufgezeichnet und erweitert, ohne jedoch ihre Aussage zu verändern.

Sowohl zu seinen Lebzeiten als auch nach seinem Tod hatte der Weise Mevlana viele Anhänger und Freunde aus allen Kulturen und Religionen. Viele westliche Intellektuelle und Denker, allen voran der deutsche Dichter Goethe, waren von seinen Ideen und Gedanken beeinflusst. Heute werden diejenigen, die sich die Philosophie Mevlanas zu eigen machen und seinem Ruf folgen, in einer kulturellen Brüderlichkeit vereint.

Der Mevleviorden wurde nach dem Tod Mevlanas von seinem Sohn Sultan Veled formiert. Eines der wichtigsten Rituale des Mevleviordens ist der Sema. Ein Sema besteht aus sieben Abschnitten und versinnbildlicht eine ideelle Reise zur Perfektion (Mirâcı), das Gehen und das Ankommen. Jeder einzelne Abschnitt hat eine eigene Bedeutung. Denjenigen zufolge, die eine wissenschaftliche Erklärung des Sema abgeben, ist es die Rückkehr zu den Grundlagen den Nichtexistenten. Die Gemeinsamkeit zwischen allen Existenzen, vom kleinsten Staubkorn bis hin zum weit entfernten Stern, liegt darin, dass sie durch den Kreislauf ihre Existenz aufrechterhalten. Selbst das Atom, das kleinste Stück von Materie besteht aus Elektronen, welche sich um den Kern drehen. Alle Gestirne im Universum drehen sich ohne Unterlass sowohl um sich selbst, als auch um die größeren Planeten in ihrer Umgebung. Ebenso drehen sich auch die Galaxien im Sonnensystem beständig um sich selbst. Die Anhänger Mevlanas gehen davon aus, dass alle Kreaturen mit der Liebe zu Allah sich um sich selber drehen und überhaupt so Allah verstehen und erhöhen und gleichzeitig dadurch ihre eigene Existenz mit Sinn versehen.Es gibt auch im Koran Anhaltspunkte dafür. In Anlehnung an den 44. Vers der 17. Sura Isra im Koran: "Sieben Himmel, Orte und die dort befindlichen Kreaturen preisen Ihn (Allah). Niemand preist Ihn in Wut. Was soll sein, wenn ihr deren Preisungen nicht verstehen könnt?“, heißt es dort. So wie alles sich dreht, alle Atome, welche die körperliche Existenz des Menschen zusammensetzen, zirkuliert ebenso das Blut in unserem Körper ohne inne zu halten. Der Mensch ist aus Erde gemacht und wird auch wieder zu Erde werden. Gemeinsam mit der Welt kehrt er, ob er will oder nicht, zurück. Aber dies sind unbewusste Umdrehungen. Was den Menschen von den übrigen Kreaturen unterscheidet und emporhebt ist der Verstand. Die Existenzen der sich drehenden Sematänzer (Semazen) nehmen durch diese gemeinsame Bewegung zusammen mit dem Universum Teil am Verstand.

Die Sema-Zeremonien symbolisieren die Wendung zur Wahrheit im Einssein mit dem Universum, die Erhebung durch Logik und Liebe, Nichtexistenz in Gott durch das Verlassen der Begierde und die Rückkehr zum Sklavendasein als ein vollkommener Mensch, der die Reife erlangt hat. Es ist keine Vorführung sondern eine religiöse Zeremonie. Es ist eine Rückkehr zur Liebe und für den Dienst an alle Existenzen und Erschaffenen mit einer neuen Seele. Der Semazen geht geistig gesehen in Richtung des ewigen Lebens, Richtung der Wahrheit und schreitet fort in dem er seine Wams auszieht. Die Sikke (Kopfbedeckung aus Filz) ist “der Grabstein der Begierde” und seine Tennure (Gewand) ist “sein Leichentuch”. Der Semazen symbolisiert die Zahl Eins in dem er seine Arme quer über die Brust legt und beglaubigt somit die Einheit Gottes. Während der Sema streckt er seine Arme offen und die rechte Hand zeigt betend den Himmel. Die linke Hand zeigt die Erde, auf die er mit Gerechtigkeit schaut. Die Erweisungen, die er von Gott erhält, zerstreut er über die Menschen. Von rechts nach links dreht er sich um das Herz und umarmt alle Menschen, mit allerlei Schöpfung, mit der ganzen Liebe seines Herzens.

Da die Mewlewi-Derwische glauben, dass die Musik die Seele erhöht und in den Himmel fortträgt und die Stimmen, die aus den Toren des Paradieses kommen, uns hören lässt, haben sie in ihren Kultübungen die Musik dazugenommen. Diejenigen, die Instrumente wie Rohflöte (Ney), Trommel (Kudüm) in der Semahane (runder Saal im Derwisch-Kloster) spielen und die Naathan (Lobliedsänger) und Ayinhan (Rezitationssänger) bilden die Musikgruppen die man “Mutrip”nennt. Die Kompositionen die von Mewlewi Komponisten in den Derwischklostern zum Zweck der Begleitung der Sema komponiert wurden und in den Sema-Zeremonien rezitiert werden nennt man “Mewlewi Rezitationen”. Diese Kompositionen werden aus den persischen Gedichten Mevlanas komponiert, die in Mesnevi oder in Divan-ı Kebir geschrieben sind. Diese Musik hat aus der Sicht der türkischen Musik eine sehr wichtige Funktion übernommen und hat den Stil der weltweiten Sufi-Musik gut bewahrt, komponiert und ausgeführt. Bei der Entwicklung der osmanischen Diwankultur haben Sema und Semazens eine grosse Rolle gespielt. Vom 14.Jahrhundert bis zum

20.Jahrhundert haben sie auf die Diwandichtung, die Kalligraphie und den visuellen Künsten tiefe und wichtige Einflüsse geübt und vieles dazu beigetragen.

Zu seinem 800.Geburtsjahr wurde das Jahr 2007 von UNESCO bei allen Mitgliedsstaaten als “Gedenkjahr Mewlanas” erklärt und anerkannt.

Unten werden ausgewählte Zitate von Mewlana aufgeführt:

Sei wie ein Fluss wenn es um Freigebigkeit und Helfen geht,

Sei wie die Sonne wenn es um Milde und Barmherzigkeit geht,

Sei wie die Nacht wenn es um die Zudeckung der Unvollkommenheit geht,

Sei wie ein Toter wenn es um Zorn und Ärger geht,

Sei wie das Meer wenn es um Toleranz geht,

Sei entweder so wie du bist, oder so wie du gesehen wirst!

Egal wieviel du weisst, du kannst nur soviel erklären soviel der Gegenüberstehende versteht.

Direkte Ermahnung verletzt die Menschen.

Jeder kann jedem ein Stück zum Essen geben aber Appetit geben kann nur Gott.

Ich habe viele Menschen gesehen die keine Kleider an hatten; ich habe auch Kleider gesehen in denen keine Menschen waren.

Zu allem richtig sagen ist Dummheit, aber zu allem falsch sagen ist Aufsaessigkeit.

Wir sind schön, werde auch du schön, verziere dich.

Nimm dir unseren Charakter an, gewöhn dich an uns und nicht an andere.

Wenn du in Sema eintrittst wirst du beiden Welten verlassen. Die Welt der Sema ist ausserhalb der beiden Welten.

Wenn du Verstand hast dann befreunde dich mit einem anderen Verstand und führe deine Angelegenheiten aus nach dem du Rat geholt hast. Wenn der Verstand sich mit einem anderen Verstand einigt wird der Weg hell und klar. Aber wenn die Begierde sich mit einer anderen Begierde einigt steigt die Finsternis auf und der Weg wird verborgen.

Wir saen auf diese Erde, auf diesem reinen Feld nichts anderes als Liebe.

Bleib nicht als ein einziger Tropfen mache dich zu einem Meer. Da du schon Sehnsucht nach dem Meer hast lasse den Tropfen verschwinden.

Beneide nicht das Glück anderer. Es gibt viele die sich nach deinem Leben nacheifern.

Die Rosen die aus der Erde herauswachsen verwelken, die aber die aus dem Herzen herauswachsen bleiben immerdar.

Die Unreinheit im inneren wird nicht mit Wasser sondern mit Traenen gereinigt.

Mitleid dem scharfzaehnigen Tiger gegenüber ist den armen Schafen gegenüber Ungerechtigkeit.

Werde erst die Plage der Maus los, dann kannst du Weizen anhaeufen.

Es gibt viele Satane in Menschengestalt, reich deine Hand nicht jedem der dir seine Hand reicht.

Süsswasser hat viele um sich herum.

Der grösste Götze ist die Götze der Begierde.

Die Begierde ist ein Riesendorn mit drei Ecken, egal wie du ihn haeltst er sticht dich trozdem.

Bevor die Todesstunde das gegebene zurückfordert, sollte man alles was zu geben ist geben.

Verstand, Liebe und Freude! Dieser Dreieck ist ist der Heilmittel aller Kummer, Linderung aller Wunden.

Wer vollkommene Freunde sucht bleibt ohne Freunde.

Wenn du jemanden kennenlernen möchtest, schaue dich nach seinen Freunden um.

Etwas dort suchen wo es nicht ist, ist wie als ob man es nicht sucht.

Keine Hand kann ohne das Wissen des Herzens etwas tun.

Eine Kerze verliert nicht an der eigenen Licht wenn es eine andere Kerze anzündet.

Es gibt nichts daran zu wundern wenn der Wolf sich vornimmt den Lamm zu fressen. Aber zu wundern ist es, dass dieser Lamm sich in diesem Wolf verliebt und sich dem gebunden hat.

Jeder Mann mit Kummer hat ein Haus voller Unentschlossenheit und Rauch. Wenn du dir seinen Kummer anhörst so hast du diesem Haus ein Fenster geöffnet.

Wenn deine Gedanken wie Rosen sind dann bist du ein Rosengarten, wenn es ein Dorn ist dann bist du ein Ort des Dorngestrüpps.

Von seinen Nachbarn die Beute stehlen ist für die Löwen eine Schande, aber nicht den Hunden.

Die Welt ist ein wertloses Spielzeug des Gelehrten und wertvoller Schaukel des Verrückten.

Für einen Esel gibt es keinen Unterschied zwischen einer Glasperle und einer echten Perle. Denn dieser Esel zweifelt sogar auch an der Existenz des Meeres und der Perle.

Man sollte zwar dem Esel kein Zucker entbehren aber der Esel mag lieber Gras wegen seiner Natur.

Für uns ist zwar der Aas abscheulich aber für den Schwein und den Hund ist es leckerer als Helwa.

Der Rabe kraeht auf dem Feld wie ein Rabe. Aber hört die Nachtigal auf mit ihrer schönen Stimme zu singen nur weil der Rabe kraeht?

Die Schmutzigen verschmutzen, aber das Wasser versucht zu reinigen.

Wer aus dem Dorn eine Rose wachsen lassen kann, kann auch den Winter in Frühling wandeln. Wer die Zypresse hoch wachsen lassen kann, kann die Trauer in Freude wandeln.

Kann denn ein riesengrosses Meer von einem Hund verunreinigt werden, kann den überhaupt die Sonne mit einem Pusten ausgelöscht werden?

Oh Bruder, du stürzst dich auf einen scharfen Schwert. Geh nicht ohne dem Schild der Gelöbnis und der Sklaverei.

DasReittier der Gelöbnis ist ein verblüffendes Gelöbnis. Es kann einen mit einem Atemzug von der niedrigsten Lage zur der Höchsten Lage bringen.

Möge dir die gebrochene Perlmutter nicht leid tun, denn darin befindet sich eine Perle.

Das Wissen ist ein grenzenloses Meer, der jenige der das Wissen sucht gleicht einem Taucher.

Wenn die Wolken nicht weinen würden, wie haetten die Grünen lachen können.

Die Stimmen der Nachtigalle finden Gefallen und der Kaefig zieht sie an. Aber wer steckt den Rabe und die Eule in den Kaefig?

Schliesse mit deinen zwei Fingern deine Augen zu und sieh nach ob du was sehen kannst? Aber nur weil du nichts siehst, heisst es nicht, das es diese Welt nicht gibt.

Was ist schon Gold, was ist ein Liebhaber, eine Perle, eine Koralle wenn sie für eine Liebe, für eine Geliebte nicht geopfert wid?

Hunderte von dummen auf diese Welt kaufen vom Satan für viel Gold Kummer ab.

Du unharmonischer Mensch, eine Macht die nie vergeht, ist nur ein Traum.

Um etwas sagen zu können muss man erst hören und horchen. Fang du auch erst mit dem Hören an.

Wer seine Begierde anbetet kann nicht gerettet werden.

Lebe nicht ohne Liebe damit du nicht tot bist. Sterbe mit Liebe damit du lebendig bleibst.

Wenn du keinen Freund hast warum suchst du nicht nach ihm. Wenn du einen Freund gefunden hast warum freust du dich nicht.

Um der Gerechtgkeit willen kann man ins Feuer geworfen werden. Aber bevor du ins Feuer geworfen wirst sei dem sicher ob etwas von Abraham an dir ist. Denn das Feuer erkennt nur Abrahams und verbrennt sie nicht.

Die Bedeutung eines Blickes kann manchaml mit keinem Wort ausgedrückt werden.

Ein Blick ist manchmal ein Heilmittel und manchmal ein giftiger Pfeil.

Ein Blick sagt dem Geliebten vieles.

Ein Blick kann einen Geliebten jahrelang weinen lassen.

Tritt naeher, noch naeher, noch naeher!

Bis wohin soll dieser Weg der Unrechtmaessigkeit führen?

Bis wann soll dieser Streit, dieser Krieg dauern?

Du bist ich, ich bin du.

Warum diese Widerstand, wofür?

Warum laeuft das Licht vor Licht weg?

Wir alle sind wie eine reife Person, nur eine.

Warum schielen wir, warum?

Der Reiche verachtet den Armen, warum?

Der Rechte schaut nach dem Linken schief zu, warum?

Beide sind deine Haende, beide.

So, was ist nun helilig was ist unheilig?

Das Glück meine Seele wurde gerufen,

Komm sagt der Höchsterhabener,

Und da soll meine Seele nicht fliegen,

Das Strömen der Gewaesser wurde in der Dürre plötzlich gehört

Und da soll man kein Fisch werden und ins Wasser springen

Der Sultan laesst Trommel schlagen damit du zurück kehrst

Da soll der Falke von seiner Beute nicht ablassen und zu seinem Sultan hin die Flügel ausbreiten.

Die Sonne der Unendlichkeit hat die Heimat der Liebe mit Licht überhaeuft.

Da soll man sich nicht verlieben und mit der Sema beginnen.

Der Schönste der Sultanen schenkt Leben, schenkt Schönheit.

Oh der du in Schönheiten verliebt bist wohin gehst du?

Hier ist der Kaefigtor des Leibes geöffnet worden

Flieg Oh Vogel flieg, flieg zu deinem Selbstwesen.

Hier ist das bittere Wasser, hier der Sumpf,

Hier die Unsterblichkeit, hier die Freiheit!

Flieg zu der erhabenen Gipfel der Seele!

Verlassen diesen Ort Oh Seele

Geh zur Seite damit wir von der Trennung zum Wiedersehen auswandern können.

Bis wann werden wir unseren Kleidersaum voll füllen mit Stein und Erde, mit irdenenem Geschirr

Wie lange unseren Brust und unseren Stolz.

Lasst uns zurück ziehen von der Erde,

Zurück ziehen vom irdenen Geschirr und zum Himmel empor steigen.

Wie hat diese irdene Form dich in ein Kaefig gesteckt,

Wie hat es dich in einen Sack gesteckt.

Zerreisse den Sack und schaue dich um.

Du Hocherhabener Herr, frage du und antworte du.

Denn du bist der Wisser der Fragen und Wisser der Antworten.

Komm zu dir, entferne dich vom Ichsein, bleib fern

Geh unter die Menschheit, zu den Menschen, sei mit ihnen eins

Wenn du mit den Menschen Eins geworden bist, bist du eine Mine, ein erhabenes Meer.

Wenn du nur für dich da bist, bist du nur ein Tropfen, ein Stückchen,
Aber sehe du die Seele als auch den Leib als Eins

Aber an der Anzahl sind sie viele

Sie sind wie Mandeln, wieMandeln

Aber sie haben alle das gleiche Fett.

Auf der Welt gibt es so viele Sprachen so viele

Aber sie alle haben die eine Bedeutung.

Zerbreche du erst mal die Tonkrüge!

Die Gewaesser werden den gleichen Weg einschlagen.

Versuch doch erst mal die Einheit herzustellen, lass die Streigkeiten und die Kriege.

Die Seele wird rennen und anderen Seelen erzaehlen.

Ich bin ein Meer der in seine eigenen Existenz überlaeuft,

Ein unendliches, breites, uferloses, freies Meer,

Beide Welten sind in mir verloren gegangen.

Möge man mich weder in dieser noch in der anderen Welt fragen.

Wir sind weg gegangen die übriggebliebenen mögen gesund bleiben

Der der geboren wird stirbt am Ende.

Wenn vom Dach ein Stein losgelassen wird faellt es nieder.

Lass ab von Begierde, vergeude nicht deiner!

Unter dieser Stück Erde gleichen sich der Lehrling sowohl auch der Meister.

Wenn wir böse waren sind wir mit unserer Bosheit vergangen.

Wenn wir gut waren erinnert euch unser im Guten.

Auch wenn du der einzig Unerschrockener deiner Zeit sein magst

So wirst auch du gehen so wie alle anderen gegangen sind.

Wenn du nicht vernichtet werden willst, hinterlasse als Söhne gute Dinge.

Von den Guten bleibt nur gut gezwirnter Garn über.

Schau wie schnell eine Welt zusammen brechen kann,

Und wie schnell es die Fundamente einer neuen Welt legt.

WIR HABEN UNS NEBEN DIE SCHWEIGENDEN GELEGT UND SIND EINGESCHLAFEN.
UNSER GESCHREI HATTE SOWIESO DIE GRENZEN ÜBERSCHRITTEN!