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[Volkskunst] [Volkstümliche phonetische Künste]


TÜRKISCHE VOLKSMUSIK      


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Volkmusik sind Melodien mit und ohne Gesang die die Gefühle, Denkweise und Geschmack der Gesellschaften zum Ausdruck bringen und dessen Kultur widerspiegeln. Diese Musikart wird von den sesshaften Menschen einer bestimmten Region produziert, gesungen und gespielt. Wird von Mund zu Mund weitergegeben und wird zum gemeinsamen Werk der Menschen dieser Region. Die Schöpfer dieser Musikart tragen die Spuren der lokalen Kultur und sind meistens anonym. Kurz gesagt ist die Volksmusik anonym und folklorisch.

Die Melodien der türkischen Volksmusik werden von der Struktur her in uzun hava (lang gedehnte Form) und kırık hava (gebrochen bewegte Form) unterteilt. Es kommt aber auch vor dass beide Formen gleichzeitig benutzt werden. Kırık hava sind Melodien die eine bestimmte Tonleiter haben und in diesem Tonleiter mit einem bestimmten Takt verlaufen. Kırık hava Formen werden nach verschiedenen Elementen wie Ausdruck und Gesangsweise als ''zeybek'', ''bengi'', ''güvende'', ''bar'' und ''horon'' bezeichnet. Uzun hava hat eine bestimmte Tonfolge und es verlaeuft in diese Tonfolge weiter und wird mit regionaler Eigenheit gesungen. Diese wird meistens von einem Solisten gesungen aber Melodien wie “gurbet havası” werden in Begleitung gesungen. Die Uzun hava werden je nach Region und Vortragsweise nach Formen und Art in ''maya'', ''hoyrat'' ''bozlak'', ''gurbet havası'', ''divan'', ''yol havası'' unterteilt.

Türkische Volkmusikmelodien werden ausserdem in ‘mit und ohne (Instrumental) Gesang’ in zwei Gruppen unterteilt. Melodien ohne Gesang sind kırık hava und uzun hava Melodien die mit einer oder mehrerern bestimmten Instrumenten ohne Gesang gespielt werden. Oyun havaları, peşrevler, güreş havaları und uzun hava Reime (wegweisende Melodie) sind Beispiele dafür. Melodien mit Gesang werden mit oder ohne Begleitung von Instrumenten mit Liedern die in der Weise der Volkspoesie geschrieben werden gesungen. Zu den Volkmelodien mit Gesang zaehlen Türkü, Koşma, Semâî, Varsağı, Mâni, Destan, Deyiş, Uzun Hava, Bozlak, Ağıt, Hoyrat, Maya, Boğaz (Gırtlak) Havası, Teke Zortlatması, Ninni, Tekerleme usw.

Der Ursprung der türkischen Volkmusik ist Türkü. “Türkü” bedeutet Gedicht in türkisch und stammt von dem Wort “Türki” worüber sich die Experten einig sind. Es wurde dem Wort “Türk” die arabische Relativendung "î" zugefügt so dass dieses Wort entstand. Dieses Wort bedeutet “dem Türken eigen” und wurde dann im Volkmund zum “Türkü”.

Der Unterschied von Türkü zu anderen Volkpoesien kommt von dessen Melodie. Wenn diese Poesie mit Melodie gesungen wird nennt man es Türkü. Aus diesem Grund werden unter dem Volk fast alle Volkspoesien die mit Melodie gesungen werden als Türkü bezeichnet. Dies erschwert die Bestimmung der Türkü Form oder wenn man vom Form ausgeht Türkü von anderen Arten zu unterscheiden.

Die Bezeichnung Türkü wurde zum erstenmal im XV. Jahrhundert in Osttürkistan für Lieder die mit eine besonderen Melodie in quantitierenden Versmass geschrieben wurden benutzt. Türkü die mit silbenzaehlenden Versmass gesungen wurden treten in Anatolien erst im XVI. Jahrhundert hervor. Dieses Werk das dem Türkü Form entspricht und die Bezeichnung Türkü traegt gehört dem Volksdichter des XVI. Jahrhunderts dem Öksüz Dede.

Türkü sind Versdichtungen mit silbenzaehlenden Versmassen und anonyme Melodienwerke die die Freude, Trauer, Geschmack, Sehnsucht, Gefühle und Gedanken der Menschen zum Ausdruck bringen.

Die Türkü werden aus einem Ereignis, Wunsch und Aufregung geboren und deren Besitzer sind am Anfang bekannt. Aber mit der Zeit werden die Besitzer der Türkü vergessen und wird vom Volk in den naechsten Generationen von Mund zu Mund in anderen Regionen verbreitet. So werden Türkü anonym. Die Türkü zeigen am Anfang örtliche Idenditaet aber nehmen mit der Zeit eine nationale Idenditaet an. Bei der Verbreitung entstehen an den Worten und Melodien einige Aenderungen. Manchmal machen diese Aenderungen Türkü unerkenntlich. Diese Türkü können sogar manchmal als ein ganz anderes Türkü zum Vorschein kommen. Der Grund der Vielfalt der Türkü ist die Faehigkeit der Menschen. Die Menschen die die Quellen dieser Türkü sind können sowohl die Melodiestruktur in wichtigem Masse als auch dieWorte aendern.

Instrumentmusiken und Tanzmelodien; Halay, Bengi, Karşılama, Zeybek, Horon, Bar usw.

Auch wenn die Melodien des türkischen Volksmusiks mit der traditionellen osmanischen Kunstmusik das gleiche Tonsystem und Melodiemodule hat werden Melodietypen die man “Makam” nennt in der Volkmusik je nach Region Beşirî, Garip, Kerem, Misket, Müstezad usw. genannt. In der Volksmusik werden Rhythmusformen wie die einfachen 2/4, 4/4, 3 /4 und auch lebhafte 5/8, 7/8, 9/8, 7/4, 5/4 und gemischte 8/8,10/8,12/8 Taktmasse benutzt.

Die Volkmusik unseres Landes hat ein Reichtum und Vielfalt die sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Türkische Volksmusik ist wegen regionale Eigenschaften sehr vielfaeltig und unterschiedlich. Allein die Türkü werden als İstanbul ve Rumeli türküleri, Ege türküleri, Orta Anadolu türküleri, Güneydoğu Anadolu türküleri, Doğu Anadolu türküleri, Karadeniz ve Akdeniz türküleri in sieben Regionen zusammen gefasst und untersucht. Man sollte aber auch nicht vergessen dass innerhalb einer Region wichtige Unterschiede sein können.

Bei der Entstehung und Verbreitung der türkischen Volkmusik spielen Volksdichter, Barden und Volkssaenger die mit ihren Lauten Melodien singen und Gedichte vortragen eine wichtige Rolle.


Saiteninstrumente


Saiten- und Schlagringinstrumente (die die mit Schlagring oder Fingern gespielt werden)


1. Meydan, divan sazları
2. Bağlama, bozuk, tambura, çöğür.
3. Cura, bulgarı,
4. Tar, v.b.

Saiten- und Streichinstrumente


1. Kopuz, ıklığ,
2. Kabak, Rebab (rubbaba), eğit,
3. Karadeniz kemençesi, İstanbul kemençesi usw.


Blasinstrumente


1. Zurna
2. Kaval (dilli, dilsiz),
3. Düdük (dilli, dilsiz),
4. Çığırtma (çırıtma)
5. Sipsi,
6. Çifte, tulum-çifte.
7. Mey, balaban.


Schlaginstrumente


1. Davul (nağara), koltuk davulu,
2. Tef, kudüm (daire),
3. Darbuka (deplike, dümbelek, dümbek, küp)
4. Zilli maşa, çarpara, parmak zilleri, kaşık usw.