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Wie in allen Religionen so hat die Musik eine besondere Stellung im Islam. Die religiöse Musik hat auf das türkische Volk anziehend gewirkt, ihn Gott genaehrt, seine Seele gereinigt, ihn zurechtgewiesen und hat eine wichtige Rolle in seinem Leben gespielt.

Religiöse Musik ist eine Musikart die in Derwischklostern und Moscheen waehrend der Rezitation oder Gottesdienstes von den Gebetsvorstehern, Predigern, Gebetsrufern, Koranrezitatoren, Derwischsaengern oder mit der Teilnahme von den dort Anwesenden Personen vorgetragen wird. Es ist eine Musikart die sich beim Vortragen der Formen wie Gebetsruf, Vortrag des Gebetsrufes, Koranrezitation, Aussprechen der Formel Allahu Ekber, Deklarierung der Einheit Gottes, Aussprechen der Formel la ilaha illallah, durch die Finger laufen lassen der Gebetskette, Stossgebet für den Propheten Mohammed, inbrünstiges Gebet, Predigt vor dem Freitagsgebet in der Moschee entwickelt hat und man nennt es “Moscheemusik”. Die Formen die in den Gottesgebeten des Mewlewi_Ordens , in den Gedichten des Bektaschi-Ordens, Kultübungen der Mewlewi Derwische und Gedichte über die Philosophie des Bektaschi Ordens und in den Derwischklostern entwickelt worden nennt man “Derwischklostermusik” oder “Mystische Musik”. In der religiösen Moscheemusik werden keine Instrumente benutzt. Die Mystische Musik kann mit oder ohne Instrumente vorgetragen werden.

Der Ziel der Mystiker ist das Suchen Gottes oder das Erreichen der Zufriedenheit Gottes. Die Musik ist kein Ziel sondern ein Mittel der sie zum Gott führt. Die Mystische Musik entstand als man zu den mystischen Gespraechskreisen Musiker brachte die man “Muganni” nannte die Gebetshymnen vortragen sollten.

Die Muganni haben die Mystiker in der Versammlung mit ihren Stimmmen und unter dem Einfluss der Musik zur Verzückung geraten lassen und sie zur Tanz -und Kultübung hinwenden lassen. Die Mystiker gerieten waehrend diese Tanz-und Kultübungen so ausser sich, dass sie ungewöhnliche Dinge sahen die sie dann “vecd” Verzückung nannten. Da man diese Verzückung durch die Musik erreichte, wurde diese Musik mit der Zeit ein untrennbares Teil einige Sekten.

In der religiösen Musik hat die Form der “Gebetshymnen” den grössten Repertoire. Das Thema der Texte der Gebetshymnen, die die religiösen und mystischen Gefühle zum Ausdruck brachten war die Erinnerung an Gott, die Anflehung, das Beten, die schönen Namen Gottes zu rezitieren, die schönen Moral und Eigenschaften unseres Herrn und Propheten Muhammed zum Ausdruck zu bringen und ihm Pflichtgebet und Grüsse zu richten. Die Moscheegebetshymnen werden als Rezitationsgebetshymnen, Gebetskettengebetshymnen, Şugulgebetshymne, Gedichtsgebetshymnen und Gebetshymnen die den Mondmonaten entsprechen klassifiziert.

Speziell die Mewlewikloster waren Orte in denen die Mystische Musik sich entwickelt hat. In den Mewlewiklostern wurden neben Türkisch- Arabisch- Persisch- Kalligraphie- Goldverzierung- und Tanzübungsunterricht auch eine seriöse Musikausbildung erteilt. Die Mewlewiklostern hatten sich überall in den kleinsten Staedten und entlegendsten Orten Anatoliens und in den Balkan- und Nahostprovinzen des Reiches verbreitet. Sie waren mit ihren Kultsaalen die eine Art Konzertsaal waren in der Entwicklung der osmanischen Musik jahrhundertelang eine Art Ausbildungsstaette und haben bei der Verbreitung der osmanischen Musik eine wichtige Rolle gespielt.

Die Mystische Musik zieht auch heute mit den Tanzveranstaltungen die Zuschauer in diese tiefe Welt mit hinein.