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KALLIGRAPHIE (SCHRIFTKUNST) (Hat)      


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„Hat“ bedeutet Schrift und der Künstler wird als „Hattat“ Schriftkünstler bzw. Kalligraph bezeichnet. Die wichtigsten Quelle für die Entstehung der Schriftkunst ist der Koran. Das Wort von Allah sollte im schönsten Stil geschrieben werden. Außer den Bereichen wie Literatur und Religion wurde die Kalligraphie auch bei Ortstabellen, Schmucktafeln der Moscheen, bei Gebetsnischen und bei Gewölben eingesetzt. Diese Kunst wird mit der Hilfe einer Rohrfeder ausgeübt und bezieht sich auf das arabische Alphabet. Der Ausmaß ist der Punkt bei dieser Schriftkunst. Es gibt verschiedene Schriftarten und jede Schreibart hat ein eigenes Punktmaß. Der Abbasische Wesir des 10.Jh. Mukle Kufi änderte die Schriftweise und entwickelte 6 verschiedene Schriftcharakter welches als Aklam-ı Sitte benannt wird. Diese Gruppe entsteht aus Muhakkak, Reyhani, Sülüs, Nesih, Tevki und Rıka. Muhakkak ist das erste Stil nach der Art Kufi und wurde von dem Stil Sülüs abgelöst. Reyhani ist die kleine Schreibweise des Stils Muhakkak. Dieser Stil wurde bis zum 16. Jh. bei den Koranschriften benutzt. Sülüs bedeutet ein Drittel und ein Drittel der Buchstaben werden gerade und zwei Drittel werden rund geschrieben. Die kleine Schriftweise des Stils Sülüs nennt sich Nesih und wurde sehr oft eingeführt. Bei der Schriftart Tevki und Sülüs verbinden sich die Buchstaben. De kleine Schriftart des Stils Tevki wird Rıka genannt. Mit der Zeit haben sich weitere Schriftarten wie Talik, Nestalik, Divani, Celi und Rık’a entwickelt Divani bedeutet „des Diwans“(eine Angehörigkeit des klassischen –osmanischen Vers-Literatur Divan) es besitzt ein originales Alphabet und die Buchstaben haben eine originale Verbindungsweise. Celi wird mit einer breiten Rohrspitze geschrieben und wenn man möchte, dass eine Schrift von fernem gelesen werden kann ist die Schriftart Celi einzuführen. Celi Sülüs ist die Schriftweise die am meisten benutzt wurde. Ab in der Seldschuken Periode wurde dieser Stil anstatt Kufi bei Schmucktafeln eingesetzt. Rık’a wurde von den Osmanen fortgebildet. Dieser Stil ist einfacher und wurde deshalb sehr oft bei Schriften und Büchern benutzt. Der Schriftkünstler des Abbasiden Palastes namens Amasyalı Yakut-i Mustasimi bestimmte den ästhetischen Maß der Schrift. Der Gelehrter Şeyh Hamdullah (1520) in der Zeit des Herrschers Beyazit der II., hat den ästhetische Maß der Schriften weitergebildet, durch die Werke Koran, En’am und Gebetsbücher wie Kıt’a und Murakka wurde die Stadt Istanbul zur Hauptstadt dieser Schriftkunst. Ahmet Karahisari (1556) war bei der Zeit des Herrschers Kanuni Sultan Süleyman als Schriftkünstler im Palast beauftragt. Mit dem Celi Stil und besonders die verbundenen Kettenarten stellten einen neuen Stil dar. Einer der wichtigsten Schriftkünstler im 17. Jh. war Hafız Osman ( 1698) und war zugleich der Lehrer von dem Sultan Mustafa der II. „Delail Hayratın“ ist ein Werk von ihm welches Miniaturen enthält und sich auf Koranversen, Gebeten und Prophetenüberlieferungen bezieht. Das erste Werk über die Eigenschaften und Lebensweise des Propheten Mohammeds stammt angeblich von ihm. Der berühmteste Schriftkünstler des 18-19. Jh. namens Mustafa Rakım (1826) wurde zum größten Kalligraph der Osmanen durch seine Celi Sülüs Schriftart. Mit dem Celi Sülüs- Stil erzielte der Kalligraph durch die Abstände zwischen Buchstaben und Wörtern sowie durch die Längen der senkrechten Buchstaben und anhand der Kompositionseigenschaften eine ästhetische Integrität zu erreichen. Ein weiterer berühmter Schriftkünstler in dieser Periode ist Mahmud Celaleddin (1829) gewesen und hat auch im Celi Stil verschiedene Werke angefertigt. Er schrieb den ersten Buchstaben des arabischen Alphabetes „elif“ auf einer originalen Weise welches sehr bemerkenswert war. Der Herrscher Abdülmecid war einer seiner Schüler. Ein weiterer Lehrer von Abdülmecid war der Kazasker Mustafa İzzet (1876). Die Schmucktafeln des Ayasofia gehörten zu seinen Werken. Die berühmtesten Schriftkünstler und deren Werke in der letzten Periode waren z.B. Ismail Hakkı Altınbozer; und seine Schriftwerke in den Moscheen Edirnekapı Mihrimah, Üsküdar Selimiye und Şemsi Paşa, Halim Özyazıcı und seine Werke in den Moscheen wie Azapkapı, Sultanahmet-Sokollu Mehmet Moschee, Hamid Aytaç und seine Schriftwerke bei den Moscheen Eyüp Sultan und Fındıklı Molla Çelebi.