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[Zivilisationen in Anatolien] [Die ersten Ansiedlungen in Anatolien]


TROJA       


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Troja liegt 30km südwestlich von Çanakkale in der Nähe des Dorfes Tevfikiye. In Troja wurden neun Siedlungsschichten gefunden.

Troja I : 3000-2500 v.Chr.
Troja II : 2500-2300 v.Chr.
Troja III-V : 2300-1700 v.Chr.
Troja VI : :1700-1250 v.Chr.
Troja VII : 1250-1000 v.Chr.
Troja VIII : 800-85 v.Chr. (griechisch)
Troja IX : 85 v.Chr–500 n.Chr. (hellenistisch- römisch)

Trojas geographisch geeignete Lage, war der Grund dafür, dass man sie 3000 Jahre lang als Niederlassung bevorzugte. Das trojanische Volk erwarb sein Lebensunterhalt neben Landwirtschaft und Viehzucht auch vom Handel. Troja wurde im Laufe der Zeit durch viele Erdbeben, Kriege und Brände vernichtet, doch die Stadt wurde wieder von Neuem errichtet.

TROJA I: Die erste trojanische Kultur beeinflusste den Nordosten Anatoliens und die südwestliche Küste Traziens, u.a. auch die Halbinsel von Izmir im Süden und die Inseln Limni, Midilli und Sakız. Es ist ein Dorf, umbaut mit einer starken Festungsmauer aus Stein. Da man auf dieser Festung den Töpfertisch noch nicht gebrauchte, wurden handgefertigte, dunkle, gebrannte Tontöpfe hergestellt. Einige der Töpfe hatten Griffe in Gestalt von Menschengesichtern und waren meistens unlackiert.

TROJA II: Die Festungsmauer, die das Dorf umgab, hatte ein Fundament aus Stein. Darauf war eine Mauer aus ungebrannten Ziegeln errichtet. Die Bauten waren aus der Art Megaron und waren hauptsächlich im ägäischen Gebiet beliebt; dieser bestand aus einem rechteckigen, großen Raum und einer Eingangsdiele. Die Eingänge dieser Megaronen, lagen an den kürzeren Seiten der Gebäuden. Einer Ansicht nach, waren diese Bauten mit Dächern bedeckt, die dreieckige Giebel hatten. Diese Bauten, die ebenso die Prototypen der griechischen Tempeln waren, hatten innen Holzsäulen, die das Dach stützten. In der Mitte befand sich ein Platz für den Kamin, der zur Beleuchtung und zum Heizen diente.

Durch die Festungsmauer, den prunkvollen Megaronen und den Unterstädten, hatte diese neue Festung die Erscheinung eines sehr starken Fürstentums.

In der Metallurgie wurden Guss und Gravurtechniken verwendet.

Zu dieser Zeit benutzte man auch sehr häufig den Töpfertisch. Kelche mit langem und schmalem Rumpf und beidseitigen Henkeln, sowie Behälter in Form von Menschengesichtern, waren weit verbreitet. Verzierungen kamen sehr selten vor.

TROJA III-V : Die Eigenschaften der vorherigen Epoche setzten sich mit kleinen Unterschieden fort. Nur wenige Reste konnten nachgewiesen werden. Die Brände im Westen und Süden Anatoliens, sowie die Besetzungen in ganz Anatolien, außer den im Osten, verringerten sich zu jener Zeit und somit auch die trojanische Zivilisation.

TROJA VI : Umbaut von einer neuen Mauer in Höhe von 4m. Die Mauer ist verziert mit einem Sägeblattmotiv, worauf sich Tierkreiszeichen aus Ton befinden. Die Keramiken waren weit verbreitet.

TROJA VII : Hier kommt eine Fortsetzung der vorherigen Schicht in Frage.
Die darauf folgenden trojanischen Siedlungsschichten haben eine Beziehung zum antiken Griechenland, Rom und Hellas. Troja erweckte insbesondere mit seinen 20 Schätzen aus unterschiedlichen Epochen viel Aufmerksamkeit. Außerdem wurde in Homers „llias“ von dieser Stadt berichtet und der berühmte trojanische Krieg ging als eine legendäre Geschichte in die europäische Kultur ein.