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[İstanbul]


MOSCHEEN UND DEREN KOMPLEXE      


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Zwar wurden mit der Eroberung Istanbuls einige Kirchen in Moscheen umgewandelt, doch gleichzeitig wurden eine Vielzahl von unvergleichlich schönen Moscheen neu gebaut. Manche davon gelten als Schlüsselbauten in der Architekturgeschichte.


Die Fatih Moschee


Sie ist nicht nur die größte Moschee aus den Zeiten des Sultan Mehmet,II., ihre klassischen Maße, Balance und Architektur wurden später für viele weitere Moscheen in Istanbul und Edirne als Vorbild genommen. Die Moschee befindet sich im Zentrum eines Gesamtkomplexes, der sich aus hunderten Kuppeln zusammensetzt und hat selber einen Kuppelumfang von 26 Metern hat. Bei einem schweren Erdbeben im Jahr 1756 stürzte diese ein. Ihre heutige Erscheinungsform bekam die Mosche zu Zeiten des Sultan Mustafa,III.


Die Beyazıt Moschee


Sultan Beyazıt,II. ließ diesen Moscheekomplex, nach dem das gesamte Stadtviertel benannt ist und der über Moschee, Schule, Armenküche, Karawanserei, Medrese, Hamam und Grabmäler verfügt, von 1501 bis1505 errichten. Wahrscheinlich stammt sie vom Architekten Hayrettin. Die Hauptkuppel ist im zentralen Eingangsbereich, sie erweitert sich dann in zwei Halbkuppeln. Der Durchmesser der Hauptkuppel beträgt 16,80 Meter. Es ist die älteste Sultansmoschee der Stadt.


Die Şehzade (Prinzen) Moschee


Süleyman,I. (Kanuni Sultan) ließ diese zur Erinnerung an seinen, im Alter von 21 Jahren verstorbenen sehr geliebten Sohn, Prinz Mehmet, errichten. Der Komplex beinhaltet neben der eigentlichen Moschee, auch Grabmäler, eine Medresse, Armenküche, Hospiz, Schule, Karawanserei und einem Nebenraum. Sie ist ein Werk des Architekten Sinan und befindet sich direkt neben dem Valensaquädukt. Die Şehzade Moschee gilt als sein Lehrlingswerk. Sie wurde zwischen 1544 und 1548 fertig gestellt. Der quadratische Platz, mit jeweils 38 Meter langen Seiten, wird von einer Zentralkuppel mit einem Durchmesser von 19 Metern überdacht. Diese wiederum wird durch vier Halbkuppeln an den Seiten ergänzt, viele kleine Kuppeln überdecken die Ecken. Zusammen mit dem Säulenhof bildet der Bau eine Einheit. Der harmonische und geräumige Innenraum folgt genau austarierten Bemessungen und von Außen geben die rhythmisch angeordneten Kuppeln ein lebhaftes Gesamtbild.


Die Moschee an der Anlegestelle in Üsküdar


Sie wurde ebenfalls vom Architekten Sinan erbaut. In Auftrag gegeben wurde die Moschee von Süleyman,I. für seinen seine Tochter Mihrimah Sultan, die Ehefrau des Großwesirs Rüstem Paşa. Die Mosche wurde zusammen mit den beiden Grabmälern, einer Medresse, einer Knabenschule, der Armenküche, dem Hamam, der Karawanserei und dem Brunnen konzipiert. Die auf 1547 datierte Moschee steht auf einer Terrasse, mit Blick über den Anlegeplatz. Die mittlere Kuppel, mit einem Durchmesser von 10 Metern, wird auf drei Seiten von Halbkuppeln umgeben.


Die Süleymaniye Moschee


Sie ist das Gesellenstück des Architekten Sinan und wurde von diesem zwischen den Jahren 1550-1557 errichtet. Die Moschee befindet sich im Zentrum der weitläufigen Anlage. Die unzähligen Kuppeln des Gesamtkomplexes sind ein wichtiger Bestandteil für das Weltbild der Stadt Istanbul. Für den Bau wurden die wertvollsten Materialien aus allen vier Enden des Osmanischen Reiches herbeigeschafft. So wie bereits bei der Şehzade Moschee, gehört auch hier der Säulengang und der Brunnen zum Gesamterscheinungsbild dazu. Die Maße des Raumes betragen 27 mal 40 Meter, über den sich in 53 Meter Höhe eine zentrale Kuppel wölbt. Auf den Seiten des Eingangs sowie der Gebetsnische befinden sich zwei Halbkuppeln, denen jeweils noch zwei Viertelkuppeln zugefügt sind. Vier schwere Stützpfeiler und Säulen stützen den Raum, der durch 128 Fenster lichtdurchflutet ist und dadurch leicht wirkt. Süleyman,I. war der zehnte Osmanische Sultan und der vierte seit der Eroberung der Stadt. Das wird durch die vier Minarette mit jeweils zehn Umgängen versinnbildlicht. Um die abschüssige Lage des Untergrundes auszugleichen, sind zwei der Minarette kürzer. Die Grabmäler von Süleyman I. und seiner Gemahlin Hürrem Sultan sowie vom Architekten Sinan befinden sich ebenfalls in diesem Komplex.


Die Rüstempasa Moschee in Istanbul


Diese Moschee, etwas abseits des belebten Ägyptischen Bazars und mit Blick über das Goldene Horn, wurde von Süleyman,I. für seinen Großwesir und Schwiegersohn Rüstem Pascha vom Architekten Sinan gebaut. Von außen wirkt diese Moschee schlicht und schmucklos, doch innen zeigt sie ihre wahre Pracht durch die reiche Dekoration aus Kacheln. Diese gehören zu den feinsten Beispielen Osmanischer Kachelkunst und die vollkommene Verkleidung sucht damit Ihresgleichen.


Die Mihrimah Sultan Moschee mit Komplex in Edirnekapı


Der Architekt Sinan begann den Bau im Jahre 1558 anlässlich des Todes von Mihrimah Sultan in Edirnekapi. Der Komplex besteht aus Moschee, Knabenschule, Medresse und Hamam. Während die weitläufige Mittelhalle von einer Kuppel mit 19 Metern Durchmesser überdeckt ist, werden die Nebenräume von je drei Kuppeln überspannt. Die Moschee hat ein einziges Minarett.


Die Sultanahmet Moschee und Komplex


Sie befindet sich direkt neben dem Sultanahmet Platz und ist auch als Blaue Moschee bekannt. Die Anlage wurde von 1607-1617 während der Zeit Ahmet I. vom Architekten Sedefkar Mehmet Aga gebaut. Sie beinhaltet Moschee, Knabenschule, Medresse, Zunftbasar, Hospital, Hospiz, Armenküche und Grabmäler. Im Zentrum steht die Sultanahmet Moschee, sie befindet sich auf derselben Achse wie die Hagia Sophia. Sie ist eines der Wahrzeichen Istanbuls. Die zentrale Kuppel wölbt sich in 43 Meter Höhe über eine Fläche von 23 mal 50 Metern und ruht auf vier großen Stützpfeilern von je fünf Meter Durchmesser. An allen vier Seiten wird die zentrale Kuppel von Halbkuppeln unterstützt. Auf der Seite der Gebetsnische werden diese von zwei, an allen weiteren Seiten von je drei Viertelkuppeln verstärkt. Insgesamt verfügt die Moschee über eine rechteckige Gesamtfläche von 64 mal 72 Metern. Die Dachkonstruktion wird durch kleine Kuppeln an den Ecken abgeschlossen. Vor der Moschee befindet sich der Säulengang mit erneut 30 Kuppeln sowie der Innenhof mit Brunnen. Die Innen- und Außenarchitektur ist einfach und harmonisch. Das Innere hat durch die 260 meist farbigen Fenster und die mehr als 20.000 blauweißen Iznik-Kacheln, mit denen der Raum verkleidet ist, eine einmalige und verzaubernde Atmosphäre. Auch durch die insgesamt sechs Minarette hebt sich die Moschee von den anderen der Stadt ab.


Die Neue Moschee und Komplex


Der Bau wurde zu Zeiten Mehmet,III. vom Architekten Davut Pascha direkt neben dem heutigen Eminönü Platz begonnen, wurde allerdings erst fünfzig Jahre später, zur Zeit Mehmet IV. durch den Architekten Mustafa Aga im Jahre 1663 fertig gestellt. Der Entwurf beinhaltet eine Mederesse, einen Zunftbasar (Ägyptischer Bazar), Grabmal, Brunnen und Waschbrunnen, sowie eine Knabenschule. Sie ist das letzte große Beispiel für klassische Osmanische Baukunst. So wie bereits bei der Şehzade und der Sultanahmet Moschee besteht die Dachkonstruktion aus einer Zentralkuppel, welche durch Halbkuppeln an allen vier Seiten ergänzt wird. Die Kuppel ist 36 Meter hoch und hat ein Ausmaß von 16 mal 20 Meter. Heute sind die ausgesprochen hohen Mauern des Innenhofs sowie die Treppen, die dahin hinaufführen, aus dem Alltag in Istanbul nicht mehr wegzudenken. Das Innere der Moschee ist reich mit Kacheln und Verzierungen ausgeschmückt.


Die Neue Valide Moschee in Üsküdar und deren Komplex


Es handelt sich um eines der wichtigsten Bauwerke Osmanischer Zeit im Stadtteil Üsküdar, stammt aus der Regierungszeit Ahmet III. und wurde zwischen 1708 und 1710 errichtet. In der Moschee spiegelt sich die Kunstauffassung des Lilienzeitalters wieder, gleichzeitig reflektiert sie auch die traditionelle klassische Bauweise. Am Rande des äußeren Hofes befindet sich das offene Grabmal vom Valide Sultan. Direkt benachbart liegt der Marmorbrunnen mit seinen geometrischen Bronzeverzierungen.


Die Nuruosmaniye Moschee


Heute ist die Gegend um die Moschee, das Gebiet zwischen dem Bedeckten Bazar und der Beyazit Moschee, nach ihr benannt. Sie stammt aus der Zeit, in der sich die ersten westlichen Einflüsse in der Osmanischen Architektur bemerkbar machten. Der Brunnen, die Waschmöglichkeiten, das Schlösschen und die Wohnungen, also alle nicht religiösen Bauwerke, sind die ersten Beispiele für Barock- und Rokokobauweise. Damit ist die Nuruosmaniye Moschee das erste religiöse Bauwerk, welches im Stil des Osmanischen Barock errichtet wurde. Baubeginn war zu Zeiten Mahmut I. im Jahr 1748, die Fertigstellung erfolgte unter seinem Nachfolger Osman III. im Jahr 1755. Vom Grundriss her unterscheidet sich die Moschee nicht sehr von ihren Vorgängern. Das Innere ist als ein Quadrat konzipiert. Die Kuppel hat die Maße 25 mal 50 m und wird von den Eckwänden getragen, gleichzeitig ruht sie auf vier Trägern. Die Gebetsnische ist in eine halbkreisförmige Einbuchtung, eine barocke Besonderheit. Auch der Hof hebt sich von den gewohnten Beispielen ab, er ist in Hufeisenform und es fehlt der Brunnen. Die Moschee befindet sich auf einer erhöhten Plattform und beherrscht so die Umgebung. Man erreicht das Gotteshaus über eine Treppe. Auch diese Details sind barock. Die Außenfront ist ebenfalls mit Wellenmotiven im Barockstil gestaltet. Abgesehen von der eigentlichen Moschee besteht der Gesamtkomplex noch aus Grabmälern, Armenküche, Medresse, Bibliothek, Brunnen und Geschäften. Die Sultansloge ist durch einen Übergang mit Rampe nach draußen verbunden. Auch diese Rampe spiegelt durch die welligen Formen die barocke Seele wieder. Am Beispiel der Nuruosmaniye Moschee verbinden sich traditionelle Osmanische Formen harmonisch mit barocken Elementen.


Die Laleli Moschee


Aus den Zeiten Mustafa III. ist die Laleli Moschee das wichtigste Beispiel für barocke Details. Sie wurde zwischen 1759 und 1763 vom Architekten Mehmet Tahir Aga errichtet. Die Besonderheiten, welche den barocken Eindruck besonders hervorheben ist zum einen die immense Höhe des Baus, und dass die Zargen der Kuppel ebenfalls besonders hoch gehalten wurden. Doch die Außenfassade ist im Vergleich zur Nuruosmaniye Moschee weniger bewegt. Die Treppen und die Front des Brunnens im Hof sind mit dem Motiv der Austernschale dekoriert, die Eingangstür ist barock verziert und es wurden Korinthische sowie Ionische Säulen im Bau verwendet. Diese Details unterstreichen wiederum den barocken Charakter der Moschee.


Eyüp Sultan Moschee


Dieser Bau zeigt Besonderheiten des Rokoko Barock und wurde zwischen 1798 und 1800 im Stadtteil Eyüp errichtet. Eyüp war für die Sultane ein besonderer Ort. Dort wurde ihnen das Schwert umgehängt. Von acht monumentalen klassischen Moscheen ist die Eyüp Sultan die Letzte. Die hochgezogene Kuppel ist von Außen betrachtet, das stärkste Merkmal, das an Barock erinnert. In den verschiedenen Abschnitten des Baus kann man Barocke und Rokokomotive wiederfinden. Über den Schriftzügen in der Gebetsnische, dem Eingangstor und der Front des Hofes befinden sich ebenfalls Barockmotive. Außerdem befinden sich auf den Säulen zu beiden Seiten des Eingangs S-förmige Verzierungen. Die Säulenkapitelle sind mit Pflanzenmotiven verziert.


Nusretiye Moschee


Zu Zeiten der Regentschaft Mahmut,II. (1808-1839) kreuzten sich der Empirestil gebaut mit Details aus dem Barock und dem Rokoko, sowie dem der Osmanischen Kunst. Ein gutes Beispiel dafür ist die Nusretiye Moschee im Stadtteil Tophane aus dem Jahr 1826. Die Sultansloge sticht durch die Besonderheiten im Empirestil besonders ins Auge. Am Eingang zur Straße hin befinden sich zwei Barocktreppen. Auch die Minarette haben durch ihre Füße und die gewellten Umgänge eindeutige barocke Züge, ebenso wie die hohe Kuppel. Die Anordnung der Bögen an der Außenfassade, die Schlusssteine über den Fenstern, sowie die Form der Minarette, welche an antike Säulen erinnert, sind eindeutig Besonderheiten des Empirestils. Auch wenn die Moschee zwei so gegensätzliche westliche Baustile wie das Empire und den Barock in sich vereint, so hat sie doch in ihrer Gesamtheit die Osmanische Identität nicht eingebüßt.


Die Dolmabahçe Moschee


Sie wurde zu Zeiten des Sultan Abdülmecit (1839-1861) von 1853-1854 am heutigen Dolmabahçeufer von Nikogos Balyan erbaut. Die Mutter Abdülmecits, Bezmi Alem Valide Sultan, hat sie in Auftrag gegeben. Sie ist quadratisch konzipiert und hat nur eine einzige Kuppel; die Sultanssuite befindet sich vor der Moschee. Die Verstärkung der Türme in den Ecken ist im Barockstil. Die Unterseiten der Umgänge der schmalen Minarette sind mit Akanthusblättern verziert. Der helle Innenraum der Moschee ist ebenso sehr stark mit barocken Motiven verziert.


Die Hırka-i Şerif Moschee


Sie befindet sich in Atikali im Stadtteil Fatih und wurde 1850 von Abdülmecit in Auftrag gegeben. In einem mit Kuppeln bedeckten Teil vor der Gebetsnische wird der Mantel des Propheten Mohammed aufgehoben, welchen er Veysel Karani gegeben hatte.


Ortaköy Moschee (oder Große Silbermünze)


Die Moschee befindet sich direkt am Bosporus und wurde zwischen 1854-1855 vom Architekten Nikogos Balyan im Stadtteil Ortaköy errichtet. In Auftrag hatte sie Sultan Abdülmecit gegeben. Die Moschee befindet sich auf einem Kai, der von drei Seiten vom Wasser umgeben ist. Die Fassade ist reich verziert und wirkt durch die konkaven Wellenlinien äußerst bewegt. Die ovalen Bogenfenster, die sich über zwei Stockwerke erstrecken, werden von monumentalen Säulen abgegrenzt. Die Akanthusblattverzierungen unterhalb der Umgänge sind vergoldet. Die Ortaköy Moschee ist ein sehr prachtvoller Bau. Ein weiterer Bau vor der Moschee setzt durch seine Schlichtheit einen Kontrastpunkt. Heute befindet sich die Moschee mitten in einem sozialen Knotenpunkt.


Aksaray Valide Moschee


Diese wurde im Jahre 1871 von Pertevnival Valide in Auftrag gegeben. Sie ist im Eklektischen Stil errichtet, auch wenn sie an einigen Stellen Orientalistische Züge in der Architektur aufweist. Sie wurde vom Italienischen Architekten Montani errichtet.


Bebek Moschee


Sie befindet sich am Bosporus neben der Anlegestelle Bebek. Sie wurde vom Architekten Kemalettin im Jahre 1913 im Osmanisch-Neoklassischen Stil errichten.


Weitere Moscheen


Sakrale Bauten aus Byzantinischer Zeit in Istanbul


Vom 4.Jahrhundert bis zur Eroberung durch Sultan Mehmet,II. im Jahre 1453 wurden in Istanbul, der Hauptstadt des Römischen Reiches, viele Kirchen errichtet. Einige davon sind unverändert bis heute erhalten geblieben, andere wieder wurden in Moscheen umgewandelt und daher geschützt, andere wurden bei Erdbeben oder Bränden zerstört und sind daher nicht mehr erhalten. Einige dieser Bauten dienen heute als Museen.

Imrahor Ilyas Bey Moschee (Studios Klosterkirche)


Sie befindet sich im Stadtteil Yedikule und stammt aus der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts. Es ist eines der ältesten Bauwerke aus Byzantinischer Zeit in Istanbul. Das Kloster und die Kirche kennt man unter dem Namen ihres Gründers, Studios. In Byzantinischer Zeit war das Kloster ein wichtiges religiöses Zentrum. Während des Lateinischen Kaiserreiches wurden das Kloster und die Kirche zu weiten Teilen abgerissen und zerstört. Im 13.Jahrhundert wurden die notwendigen Renovierungsarbeiten unternommen und das Areal durch eine hohe Mauer abgegrenzt. Istanbul Reisende aus dem 13. und 15.Jahrhundert berichten über die prachtvollen Verzierungen und das imposante Erscheinungsbild der Kirche. Nachdem Istanbul im Jahre 1486 erobert wurde, widmete Ilyas Bey den Bau in eine Moschee um. Später wurde das Gebäude durch Erdbeben und Brände schwer beschädigt, 1908 stürzte das Dach ein. Da noch keine Renovierung vorgenommen wurde, ist das Gebäude noch immer in diesem Zustand. Zwei Säulenreihen trennen drei Schiffe voneinander ab, eine typische Basilika. Heute ist nur noch die Säulenreihe auf der rechten Seite erhalten. Der untere Teil der Apsis ist aus Byzantinischer Zeit, der obere aus Türkischer. Die Fenster sind in Türkischem Barock gehalten. Vom ursprünglichen Bau sind die Säulen, die Säulenkapitelle und einige weitere Baueinheiten erhalten geblieben. Außerdem konnten die reichen Bodenverzierungen in einem Bereich erhalten werden. Die Wände sind aus einfachem Quaderstein und Ziegelsteinreihen gemauert.

Kleine Hagia Sophia Moschee, oder St. Sergios und St. Bacchos Kirche


Die Kleine Hagia Sophia Moschee befindet sich im Stadtteil Eminönü an der Stadtmauer zum Marmarameer. Sie liegt zwischen den Stadtvierteln Cankurtaran und Kadirga, nur 20 Meter vom Meer entfernt. Es handelt sich um eines der wichtigsten und am besten erhaltenen Gebäude aus Byzantinischer Zeit im Zentrum Istanbuls. Die Kirche ist den beiden Heiligen Sergios und Bacchos gewidmet gewesen. Zwar ist überliefert, dass sich daneben ein Pavillon des Hormidas Palastes, der auch als Großer Palast bekannt war, befand, sowie eine Basilika für die Aposteln Petrus und Paulus direkt angegrenzt haben soll. Doch deren genaue Standorte sind heute nicht genau bekannt und es lassen sich dafür auch keinerlei Beweise finden. Kaum hatte Justinianus die Macht ergriffen, lies er im Jahre 527 den Bau beginnen, der 536 abgeschlossen war. Rund 1000 Jahre war das Bauwerk dann als Kirche in Nutzung, bis Sultan Beyazit,II. sie im Jahre 1504 von Hüseyin Ağa in eine Moschee umwandeln liess. Die Kleine Hagia Sophia ist als ein ungerades Rechteck konzipiert. Durch eine Säulenreihe wird im Inneren ein achteckiger Zentralraum abgegrenzt. Der Zentralbereich wird durch halbrunde Nischen (Exedra) erweitert. Um das Zentrum herum befindet sich ein zweistöckiger Umgang. Dieser spezielle Bauplan findet sich in San Vitale in Ravenna und dem Aachener Dom wieder. Obwohl der Baubeginn der Kleinen Hagia Sophia und San Vitales zeitgleich stattfand, konnte diese früher fertig gestellt werden.

Die Kellermoschee (Myraleion Kirche)


Dieser Bau befindet sich im Stadtteil Laleli und wurde von Kaiser Romanus Lekapenos (920-944) erbaut. Sie ist auf den Ruinen eines großen Römischen Bauwerks errichtet. Das Bauwerk hat den Grundriss eines geschlossenen Griechischen Kreuzes und wurde zu Zeiten des Sultan Murat,III. von Mesih Pascha in eine Moschee umgewandelt. Dadurch wurden wichtige bauliche Veränderungen vorgenommen. Bei dem Brand von 1911 im Stadtteil Laleli wurde das Gebäude zerstört und blieb lange Zeit unrestauriert, bis sie wieder hergerichtet wurde. Die Kuppel ist noch im Original erhalten und zeigt durch ihre Hängekuppel und den geschwungenen Kreis alle Besonderheiten der Mitte der Byzantinischen Epoche.

Zeyrek Moschee (Pantokrator Klosterkirche)


Dies ist der monumentalste Bau mit Griechischem Kreuz als Grundriss in Istanbul und nach der Hagia Sophia der zweitgrößte Bau, der aus Byzantinischer Zeit bis heute überdauert hat. Nach der Eroberung Istanbuls durch Mehmet,II. wurden die noch stehenden Gebäudeteile als Medresse verwendet, der Südteil wurde als Moschee genutzt, bis Mehmet,II. seine eigene Moschee mit dazugehörigen Komplex bauen ließ. Den Einfall dafür lieferte der zu dieser Zeit sehr bekannte Wissenschaftler Zeyret Mehmet Efendi, nach dem die Moschee und das Stadtviertel um sie herum benannt wurde. Der Gesamtbau besteht aus drei nebeneinander liegenden Kirchen. Im Süden liegt die große Kirche, deren Grundriss in Form eines Griechischen Kreuzes hat. Sie wurde von Kaiser Johannes Komnenos,II. (1118-1143) errichtet und Christus geweiht. Die kleine Kirche in der Mitte folgt keinem klaren Bauplan und ist dem Erzengel Michael gewidmet. Die im Norden befindliche Kirche ist der Jungfrau Maria gewidmet und ihr Grundriss entspricht wiederum einem Griechischen Kreuz. Aus den wenigen bis heute erhaltenen Bruchstücken lässt sich schließen, dass die Wände einst ganz mit Mosaiken verziert waren. Die im Gegensatz dazu bis heute sehr gut erhaltenen Bodenmosaike gehören zu den kunstvollsten Beispielen aus Byzantinischer Zeit.

Die Kalenderhane Moschee (Diyakonissa Kirche)


Dieser Bau befindet sich in der Nähe des Valensaquädukts im Stadtviertel Sehzadebasi. Sultan Mehmet der,II. ließ sie in eine Moschee umwandeln und überließ sie den so genannten Bettelmönchen (Kalender), den Derwischen des Heeres. Daher stammt auch ihr Name. Es handelt sich um eine Kreuzkuppelkirche, deren Grundriss ein Griechisches Kreuz ist. Im Gegensatz zu der äußerst schlicht gehaltenen Außenfassade ist das Innere reich mit buntem Marmor und Bodenmosaiken verziert. Nach Forschungs-, Grabungs- und Renovierungsarbeiten vonseiten der Istanbuler Technischen Universität und dem Britischen Archäologischen Institut ist die Kirche heute wieder in ihrem Originalzustand.

Vefa Kirchenmoschee (Hagios Theodoros Kirche)


Dieser Bau wird auf das 11.Jahrhundert geschätzt und hat einen kreuzförmigen Grundriss. Nach der Eroberung Istanbuls wurde sie von Şemseddin Molla Gürani in eine Moschee umgewandelt. Bei Forschungsarbeiten im Jahr 1937 wurden in der Kuppel des äußeren Narthex Bilder gefunden. In der zweiten Kuppel von rechts betrachtet sind acht Heilige abgebildet.

Der Gebetsraum Ahmet Paschas (Hagios Johannes Prodomos Kirche)


Die Kirche befindet sich in Çarşamba, im Stadtteil Fatih. Sie wird auf das 12.Jahrhundert geschätzt und hat einen kreuzförmigen Grundriss. Zu Zeiten des Sultan Murat,III. wurde sie in eine Moschee umgewandelt. Sie hat eine hohe Hängekuppel.

Fenari Isa Moschee (Konstantin Lips Klosterkirche)


Dieser Komplex befindet sich auf der Vatan Caddesi in Aksaray und besteht aus zwei benachbarten Kirchen. Die nördlicher gelegene Kirche hat einen Kreuzgrundriss und wurde im Jahre 910 erbaut. Ihr Gründer war Konstantinos Lips. Während des Byzantinischen Kaiserreiches war es ein bedeutender Ort. Die Kirche ist der Maria gewidmet und wurde während der Lateinischen Regentschaft zerstört. Im Jahre 1282 wurde sie von Theodora, der Gattin Michaels des III. wieder aufgebaut und südlich davon hat man die Johannes Promodos gewidmete Kirche errichtet. Diese ist eine Hallenkirche. Zu Zeiten des Sultan Beyazit,II. wurde die Kirche von Fenari Alaattin in eine Moschee und in ein kleines Derwischkloster umgewandelt.

Fethiye Moschee (Pammakaristos Klosterkirche)


Sie befindet sich auf einem Abhang in Çarşamba, im Stadtteil Fatih mit Blick auf das Goldene Horn. Sie wurde gegen Ende des 13.Jahrhunderts von einem Byzantinischen Adligen als Hallenkirche errichtet. Die Mosaike im Inneren gehören zu den wichtigsten Beispielen Spätbyzantinischer Mosaikkunst. In der Halbkuppel der Apsis befindet sich eine Deisis-Darstellung, an den Wänden des Bema (erhöhter Teil mit Kanzel und Altar) ist eine Taufszene abgebildet, darüber hinaus gibt es die unterschiedlichsten Darstellungen von wichtigen Kirchenmännern.
1- Mahmut Paşa Camii - Mahmut Paşa -1462 - II. Mehmet
2- Murat Paşa Camii - Aksaray - 1472 - II. Mehmet
3- Rum Mehmet Paşa Camii - Üsküdar - 1471/1472 - II. Mehmet
4- Davut Paşa Camii - 1485 - II. Beyazıt
5- Atik Ali Paşa Camii - Çemberlitaş - 1497/1497 - II. Beyazıt
6- Atik Ali Paşa Camii - Zincirlikuyu - II. Beyazıt
7- Bali Paşa Camii - Fatih - 1504 - II. Beyazıt
8- Sultan Selim Camii - Fatih - I. Selim
9- Cezeri Kasım Paşa Camii - Eyüp - 1515 - I. Selim
10- Çoban Mustafa Paşa Camii - Gebze - 1523 - I. Süleyman
11- Piri Mehmet Paşa Camii - Silivri - 1530/1531 - I. Süleyman
12- Haseki Külliyesi - Haseki - 1539 - I. Süleyman
13- Hadım İbrahim Paşa Camii - Silivrikapı - 1551 - I. Süleyman
14- Sinan Paşa Camii - Beşiktaş - 1555 - I. Süleyman
15- Kara Ahmet Paşa Camii - Topkapı - I. Süleyman
16- Molla Çelebi Camii - Fındıklı - I. Süleyman
17- Zal Mahmut Paşa Camii - Eyüp - 1566/1568 - II. Selim
18- Sokollu Külliyesi - Kadırga - 1571/1572 - II. Selim
19- Piyale Paşa Camii - Kasımpaşa - 1573 - II. Selim
20- Sokollu Mehmet Paşa Camii - Azapkapı - 1577 - III. Murat
21- Eski Valide Camii - Üsküdar - 1577/1580 - III. Murat
22- Şemsi Paşa Külliyesi - Üsküdar - 1580 - III. Murat
23- Kılıç Ali Paşa Camii - Tophane - III. Murat
24- İvaz Efendi Camii - Eyüp - 1585 - III. Murat
25- Mehmet Ağa Camii - Fatih - Çarşamba - 1585 - III. Murat
26- Ramazan Efendi Camii - Kocamustafapaşa - 1586 - III. Murat
27- Mesih Paşa Camii - Fatih - 1586 - III. Murat
28- Nişancı Mehmet Paşa Camii - Fatih - 1588 - III. Murat
29- Cerrah Paşa Camii - Cerrahpaşa - 1593 - III. Murat
30- Sinan Paşa Külliyesi - Divan Yolu - 1593 - III. Murat
31- Yeni Valide Camii - Eminönü - 1598/1599 - III. Mehmet
32- Gazanferağa Külliyesi - Saraçhanebaşı - 1595/1596 - III. Mehmet
33- Kuyucu Murat Paşa Külliyesi - Aksaray - 1605- 1606 - I. Ahmet
34- Ekmekçioğlu Ahmet Paşa Kül. - Vefa - 1610/1611 - I. Ahmet
35- Bayrampaşa Külliyesi - Haseki - 1624 - IV. Murat
36- Çinili Camii - Üsküdar - 1640 - IV. Murat
37- Çorlulu Ali Paşa Külliyesi - Divan Yolu - 1708 - III. Ahmet
38- Damat İbrahim Paşa Külliyesi - Şehzadebaşı - 1720 - III. Ahmet
39- Hekimoğlu Ali Paşa Külliyesi - Cerrahpaşa - 1734 - I. Mahmut
40- Seyit Hasan Paşa Külliyesi - Beyazıt - 1745 - I. Mahmut
41- Hacı Beşir Ağa Külliyesi - Cağaloğlu - 1745 - I. Mahmut
42- Ayazma Camii - Üsküdar - 1757 - III. Mustafa
43- Beylerbeyi Camii - Beylerbeyi - 1778 - I. Abdülhamit
44- Şebsefa Camii - Unkapanı - 1787 - I. Abdülhamit
45- Selimiye Camii - Üsküdar - 1810/1805 - III. Selim
46- Küçük Efendi Külliyesi - Kocamustafapaşa - 1825 - II. Mahmut
47- Küçük Mecidiye Camii - Beşiktaş - 1848 - Abdülmecit
48- Hırka-i Şerif Camii - Fatih - 1850 - Abdülmecit
49- Fuat Paşa Camii - Sultanahmet - 1848 - Abdülmecit


Die Mausoleen Istanbuls


Es heißt, dass sich in Istanbul bis zu 400 Mausoleen von Sultanen, Prinzen, Staatsmännern, Wissenschaftlern und Künstlern sowie ihren Familien befinden.

Das Mausoleum des Sultan Mehmet,II. (des Eroberers) befindet sich auf der anderen Seite der Wand der Gebetsnische der Fatih Moschee. Das Mausoleum ist zehneckig und wurde bei dem Erdbeben in 1765 schwer zerstört, doch sehr getreu wieder aufgebaut. Daneben befindet sich das achteckige Grabmal von Gübbahar Hatun. Es gehört der Frau Mehmet,II. und wurde ebenfalls erneuert. Eines der ältesten Mausoleen der Stadt ist das von Mahmut Pascha aus dem Jahr 1473, der Zeit Mehmet,II. Es befindet sich auf dem Friedhof der Mahmut Pascha Moschee und ist ein aus geschnittenem Stein gebautes Achteck, deren Außenfassade mit blautürkisen Kacheln verkleidet ist.

Das Grabmal des Sultan Beyazit,II. befindet sich südlich der Beyazit Moschee und fällt durch seinen schlichten, achtförmigen Bau auf. Auch das Mausoleum Sultan Selim,I. ist ein achteckiger Bau und befindet sich hinter der nach ihm benannten Moschee. Es ist aus Marmor und wurde zwischen den Jahren 1519-1522 errichtet.

Das Mausoleum von Barbaros Hayrettin Pascha wurde im Jahre 1542 vom Architekten Sinan errichtet. Es ist ein schlichter achteckiger Kuppelbau, der an der Vorderfront mit einem Säulengang abschließt.

Das Mausoleum des Sultan Süleyman,I. ist ein Teil des Komplexes der Süleymanie Moschee und wurde vom Architekten Sinan errichtet. Der Säulengang mit 29 Säulen verleiht diesem Gebäude gegenüber den anderen Grabmälern eine Besonderheit. Der Innenraum ist achteckig. Auf zwei Seiten befinden sich an den Außentüren aus Kacheln gelegte Bilder. Die Innenwände sind mit Koransprüchen auf Kacheln dekoriert. Ein besonderer Blickfang sind auch die Gravurarbeiten in der Kuppel sowie die geometrischen Muster auf der Holztür und den Fensterrahmen. Nebenan befindet sich das Mausoleum von Hürrem Sultan. Die Innenwände dieses sehr schlichten achteckigen Marmorgrabmals sind ebenfalls mit Kacheln verkleidet.

Ein weiteres Kunstwerk des Architekten Sinan ist das Mausoleum von Sokullu Mehmet Paşa im Stadtteil Eyüp. Das aus Steinquadern gebaute Grabmal ist von außen betrachtet achteckig, im Inneren sechszehneckig.

Nach demselben Bauplan ist auch das Mausoleum von Ibrahim Pascha auf dem Friedhof der Şehzade Moschee aus dem Jahre 1602 im Inneren sechszehneckig, außen jedoch ein Achteck.

Die Mausoleen vieler Angehöriger des Osmanischen Palastes befinden sich auf dem Friedhof der Hagia Sophia. Eines davon ist das Mausoleum Sultan Selim,II., ein Werk des Architekten Sinan. Die aus Perlmutt gelegten geometrischen Muster auf den Türen sind besonders bemerkenswert. Ebenfalls dort befindet sich das Grabmal Murats III., ein Werk von Davut Ağa, einem Schüler Sinans. Das sechseckige Mausoleum verfügt über einen Säulengang und die Türen sowie der Innenraum sind zu beiden Seiten mit Kacheln ausgeschmückt. Im Inneren der Kuppel befinden sich Gravuren. Dieses weitere Mausoleum auf dem Friedhof der Hagia Sophia ist auf das Jahr 1608 datiert. Das kleinste Grabmal hier ist das Prinzenmausoleum. Es hat ebenfalls einen achteckigen Grundriss und die Türen, die sich hinter einem Säulengang befinden, sind mit Kacheln verkleidet, deren Motiv sechseckige Sterne sind.

Das größte Mausoleum aus Osmanischer Zeit ist das von Sultan Ahmet,I., welches vom Architekten Mehmet Ağa im Jahre 1619 in der Verlängerung des Sutanahmet Komplexes errichtet wurde. Aufmerksamkeit erregt der mit Marmor verkleidete Bau vor allem durch seine perlmuttverzierten Türen sowie durch die Kacheln. Neben Sultan Ahmet,I. liegen hier auch Sultan Osman,II. und Sultan Murat IV.

Ein weiteres wichtiges Mausoleum ist das von Valide Turhan Sultan aus dem Jahr 1682 neben der Neuen Moschee. Das von einem Säulengang umgebene Grabmal ist mit Marmor verkleidet, das Innere gekachelt. Hier sind auch Mehmet IV., Mustafa II., Ahmet III., Mahmut I. und Osman der III. beigesetzt.

Aus dem Jahre 1773 stammt das Grabmal Mustafa III. neben der Laleli Moschee. Der untere Teil des Baus ist aus Marmor, der obere aus Quadersteinen gemauert. Sowohl innen als auch außen befinden sich Barockdekorationen mit Akanthusblätterverzierungen.

Das Mausoleum Abdülhamits I. befindet sich in Bahçekapı. Interessant machen diesen Marmorbau aus dem Jahre 1798 vor allem die fein gearbeiteten Trinkwasserbrunnen an den Ecken.

Das Grabmal Mihrişah Sultans, der Mutter Selims III., stammt aus dem Jahr 1792 und befindet sich in Eyüp. Der zwölfeckige Marmorbau wirkt beinahe rund. Das Mausoleum ist schlicht, ausgeglichen und im spätbarocken Stil.

Aus dem Jahr 1824 stammt das Grabmal Nakşıdil Sultans, der Mutter Mahmut II. in Fatih. Auf einem runden Grundriss ist das zweistöckige Marmorgebäude erbaut und weist Besonderheiten im Stil des Barock und Empire auf. Es wurde zusammen mit dem Brunnen konzipiert und ist aus weißem Marmor. Die ovalen Fenster und geschwungenen Oberflächen sind barock, die schlichten ovalen Bögen, das Motiv von gefaltetem Stoff, sowie die Säulenkapitelle, sind charakteristisch für den Empirestil.

Eines der bekanntesten Mausoleen Istanbuls ist sicherlich das von Mahmut,II. aus dem Jahre 1840 im Stadtteil Cağaloğlu; es wurde es im Jahr 1840 errichtet. Es ist ganz im Empirestil gebaut und mit Marmor verkleidet. Die lange Friedhofsfront und der Brunnen sind zur Straße hin ausgerichtet. Vor jedem Fenster zum Friedhof hin befindet sich ein Brunnen. Darüber wurden große marmorne Sphären angebracht. Es gibt monumentale Bögen, in die Wand versenkte Säulen und Schriftzüge. An den Ecken sind jeweils Cokarden (militärische Kopfbedeckung) angebracht. Das Eingangstor zum Friedhofsbereich ist schlicht aber monumental. Das einfache runde Brunnenareal ist ebenfalls im Empirestil gehalten, wie auch der Zaun. Abdülaziz und Abdülhamit,II. sind hier beigesetzt.

Ein interessantes Grabmal in Istanbul ist das von Fuat Pascha aus dem Jahr 1869 in Keçecizade in Sultanahmet. Es wurde für Fuat Pascha zu Zeiten Abdülaziz angefertigt und ist ein achteckiger Bau im orientalischen Stil.

Das Mausoleum des Sultan Mehmet,II. (des Eroberers)


Das Mausoleum des Sultan Mehmet,II. (des Eroberers) befindet sich auf der anderen Seite der Wand der Gebetsnische der Fatih Moschee. Das Mausoleum ist zehneckig und wurde bei dem Erdbeben in 1765 schwer zerstört, doch sehr getreu wieder aufgebaut. Daneben befindet sich das achteckige Grabmal von Gübbahar Hatun. Es gehört der Frau Mehmet,II. und wurde ebenfalls erneuert. Eines der ältesten Mausoleen der Stadt ist das von Mahmut Pascha aus dem Jahr 1473, der Zeit Mehmet,II. Es befindet sich auf dem Friedhof der Mahmut Pascha Moschee und ist ein aus geschnittenem Stein gebautes Achteck, deren Außenfassade mit blautürkisen Kacheln verkleidet ist.

Das Grabmal des Sultan Beyazit,II


Das Grabmal des Sultan Beyazit,II. befindet sich südlich der Beyazit Moschee und fällt durch seinen schlichten, achtförmigen Bau auf. Auch das Mausoleum Sultan Selim,I. ist ein achteckiger Bau und befindet sich hinter der nach ihm benannten Moschee. Es ist aus Marmor und wurde zwischen den Jahren 1519-1522 errichtet.

Das Mausoleum von Barbaros Hayrettin Pascha


Das Mausoleum von Barbaros Hayrettin Pascha wurde im Jahre 1542 vom Architekten Sinan errichtet. Es ist ein schlichter achteckiger Kuppelbau, der an der Vorderfront mit einem Säulengang abschließt.

Das Mausoleum des Sultan Süleyman,I. ist ein Teil des Komplexes der Süleymanie Moschee und wurde vom Architekten Sinan errichtet. Der Säulengang mit 29 Säulen verleiht diesem Gebäude gegenüber den anderen Grabmälern eine Besonderheit. Der Innenraum ist achteckig. Auf zwei Seiten befinden sich an den Außentüren aus Kacheln gelegte Bilder. Die Innenwände sind mit Koransprüchen auf Kacheln dekoriert. Ein besonderer Blickfang sind auch die Gravurarbeiten in der Kuppel sowie die geometrischen Muster auf der Holztür und den Fensterrahmen. Nebenan befindet sich das Mausoleum von Hürrem Sultan. Die Innenwände dieses sehr schlichten achteckigen Marmorgrabmals sind ebenfalls mit Kacheln verkleidet. Ein weiteres Kunstwerk des Architekten Sinan ist das Mausoleum von Sokullu Mehmet Paşa im Stadtteil Eyüp. Das aus Steinquadern gebaute Grabmal ist von außen betrachtet achteckig, im Inneren sechszehneckig. Nach demselben Bauplan ist auch das Mausoleum von Ibrahim Pascha auf dem Friedhof der Şehzade Moschee aus dem Jahre 1602 im Inneren sechszehneckig, außen jedoch ein Achteck. Die Mausoleen vieler Angehöriger des Osmanischen Palastes befinden sich auf dem Friedhof der Hagia Sophia. Eines davon ist das Mausoleum Sultan Selim,II., ein Werk des Architekten Sinan. Die aus Perlmutt gelegten geometrischen Muster auf den Türen sind besonders bemerkenswert. Ebenfalls dort befindet sich das Grabmal Murats III., ein Werk von Davut Ağa, einem Schüler Sinans. Das sechseckige Mausoleum verfügt über einen Säulengang und die Türen sowie der Innenraum sind zu beiden Seiten mit Kacheln ausgeschmückt. Im Inneren der Kuppel befinden sich Gravuren. Dieses weitere Mausoleum auf dem Friedhof der Hagia Sophia ist auf das Jahr 1608 datiert. Das kleinste Grabmal hier ist das Prinzenmausoleum. Es hat ebenfalls einen achteckigen Grundriss und die Türen, die sich hinter einem Säulengang befinden, sind mit Kacheln verkleidet, deren Motiv sechseckige Sterne sind. Das größte Mausoleum aus Osmanischer Zeit ist das von Sultan Ahmet,I., welches vom Architekten Mehmet Ağa im Jahre 1619 in der Verlängerung des Sutanahmet Komplexes errichtet wurde. Aufmerksamkeit erregt der mit Marmor verkleidete Bau vor allem durch seine perlmuttverzierten Türen sowie durch die Kacheln. Neben Sultan Ahmet,I. liegen hier auch Sultan Osman,II. und Sultan Murat IV. Ein weiteres wichtiges Mausoleum ist das von Valide Turhan Sultan aus dem Jahr 1682 neben der Neuen Moschee. Das von einem Säulengang umgebene Grabmal ist mit Marmor verkleidet, das Innere gekachelt. Hier sind auch Mehmet IV., Mustafa II., Ahmet III., Mahmut I. und Osman der III. beigesetzt. Aus dem Jahre 1773 stammt das Grabmal Mustafa III. neben der Laleli Moschee. Der untere Teil des Baus ist aus Marmor, der obere aus Quadersteinen gemauert. Sowohl innen als auch außen befinden sich Barockdekorationen mit Akanthusblätterverzierungen. Das Mausoleum Abdülhamits I. befindet sich in Bahçekapı. Interessant machen diesen Marmorbau aus dem Jahre 1798 vor allem die fein gearbeiteten Trinkwasserbrunnen an den Ecken. Das Grabmal Mihrişah Sultans, der Mutter Selims III., stammt aus dem Jahr 1792 und befindet sich in Eyüp. Der zwölfeckige Marmorbau wirkt beinahe rund. Das Mausoleum ist schlicht, ausgeglichen und im spätbarocken Stil. Aus dem Jahr 1824 stammt das Grabmal Nakşıdil Sultans, der Mutter Mahmut II. in Fatih. Auf einem runden Grundriss ist das zweistöckige Marmorgebäude erbaut und weist Besonderheiten im Stil des Barock und Empire auf. Es wurde zusammen mit dem Brunnen konzipiert und ist aus weißem Marmor. Die ovalen Fenster und geschwungenen Oberflächen sind barock, die schlichten ovalen Bögen, das Motiv von gefaltetem Stoff, sowie die Säulenkapitelle, sind charakteristisch für den Empirestil. Eines der bekanntesten Mausoleen Istanbuls ist sicherlich das von Mahmut,II. aus dem Jahre 1840 im Stadtteil Cağaloğlu; es wurde es im Jahr 1840 errichtet. Es ist ganz im Empirestil gebaut und mit Marmor verkleidet. Die lange Friedhofsfront und der Brunnen sind zur Straße hin ausgerichtet. Vor jedem Fenster zum Friedhof hin befindet sich ein Brunnen. Darüber wurden große marmorne Sphären angebracht. Es gibt monumentale Bögen, in die Wand versenkte Säulen und Schriftzüge. An den Ecken sind jeweils Cokarden (militärische Kopfbedeckung) angebracht. Das Eingangstor zum Friedhofsbereich ist schlicht aber monumental. Das einfache runde Brunnenareal ist ebenfalls im Empirestil gehalten, wie auch der Zaun. Abdülaziz und Abdülhamit,II. sind hier beigesetzt. Ein interessantes Grabmal in Istanbul ist das von Fuat Pascha aus dem Jahr 1869 in Keçecizade in Sultanahmet. Es wurde für Fuat Pascha zu Zeiten Abdülaziz angefertigt und ist ein achteckiger Bau im orientalischen Stil.