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[Sivas]


SIVAS      



Sivas liegt im östlichen Zentralanatolien und war früher auch unter den Namen Sebestia und Sipas bekannt. Sipas bedeutet so viel wie „drei Wasserquellen“. Von diesen drei Quellen sollen in die Stadt „Dankbarkeit“, „Opferwillen“ und „Güte“ fließen.

Sivas ist eine Stadt, die auf die prähistorische Zeit des Chalkolithikums zurückgeht und zur Zeit Lydiens auf dem Königsweg lag. Funde aus den Hügeln Pılır und Tepecik führen auf die Zeit des Chalkolithikums (5500- 3000 v. Chr.) und zur Bronzezeit (3000- 2000 v. Chr.) zurück. Die Grenzen der Stadt, die nach 2000 v. Chr. Siedlungsgebiet der Hethiter war, hat später die Blütezeiten der Phrygier, Lydier, Perser, Römer, sowie von Byzanz, den Anatolischen Seldschuken, der İlhan und der Osmanen durchlebt. Am 4. September 1919 versammelte sich hier unter der Präsidentschaft Atatürks der Kongreß von Sivas, bei dem einer der Grundsteine der Türkischen Republik gelegt wurde und somit in der Geschichte der Türkei einen bedeutenden Platz einnahm.

Bezirke der Stadt Sivas; Akıncılar, Altınyayla, Divriği, Doğanşar, Geremek, Gölova, Gürün, Hafik, İmralı, Kangal, Koyulhisar, Suşehri, Şarkışla, Ulaş, Yıldızeli und Zara.


MUSEEN


Archäologisches Museum und Museum für Steinmetzkunst


In diesem Museum das sich in der Buruciye Medrese aus dem Jahr 1271 befindet, werden neben archäologischen Ausstellungsstücken im Garten auch islamische Grabsteine ausgestellt.

Kongreßgebäude, Atatürk - und Ethnographisches Museum


Das Gebäude, das vom 2. September bis zum 18. Dezember 1919 das Hauptquartier des Nationalen Unabhängigkeitskampfes war, wurde 1990 als Museum zum Besuch eröffnet. Das Gebäude hat drei Stockwerke, hat einen Innenhof und weist Eigenschaften der zivilen Architektur des 19. Jh. auf. Das Bauwerk, an dessen Bau Stein in der Außenfassade und innen Holzmaterial verwendet wurde, trägt eine besondere Bedeutung hinsichtlich der Tatsache, daß hier die Kongreß-Versammlungen von Sivas abgehalten wurden. Im Ethnographischen Museum im Erdgeschoß werden verschiedene Gegenstände wie Waffen der Osmanen, Münzen, Schilder als die schönsten Beispiele der Kalligraphie – Kunst, Ölgemälde, Teppiche, Kelims, Gebetsteppiche, Kupfergegenstände wie Platten, Kannen, Kessel, Flüssigkeitsbehälter, Kupferplatten, Töpfe, Nudelsiebe, Kerzenleuchter, Wasserrohre, Gewichtsmesser, Schlösser und Türklopfer, Gegenstände der Derwisch-Sitze (Tekke) sowie volkstümliche Kleidung der Region von Sivas. Im oberen Stockwerk befindet sich das Atatürk – und Kongreß – Museum, in welchem Informationen und Dokumente über Atatürk, den Sivas Kongreß und des Nationalen Unabhängigkeitskampfes ausgestellt werden. Die historische Kongreßhalle, sowie das Arbeits- und Ruhezimmer Atatürks, sind noch genauso erhalten wie damals, als der Kongreß abgehalten wurde.

Das Akaylar Anwesen


Beispiel der bürgerlichen Architektur aus dem 19. Jh.: gebaut aus gleichmäßigen Blocksteinen, zweistöckig; die Arbeiten für die Umwandlung in ein Museum-Haus gehen weiter.

Das Ethnographische İnönü Museum


Das Haus, in dem İnönü zur Zeit seines Besuches in Sivas gastierte, wurde in ein Museum umgewandelt.

Das Aşık Veysel


Das Haus, in dem der berühmte Volksdichter Aşık Veysel geboren ist und in den Jahren 1884- 1973 lebte, befindet sich im Dorf Sivrialan des Bezirkes Şarkışla. Im Museum werden Gebrauchsgegenstände des Aşık Veysel, endemische Dokumente und Photographien ausgestellt. Auch die Gedichte des Volksdichters, dessen Berühmtheit sich über die ganze Türkei verbreitete, sind in diesem Museum zu finden.


MOSCHEEN


Ulu Moschee


Die Moschee, die sich im Stadtzentrum im Stadtviertel namens Ulu Cami Mahallesi befindet, wurde 1196-1197 gebaut. Sie wurde aus Blocksteinen gebaut, hat einen quadratischen Grundriß, und hat mit ihrem flachen Dachwerk einen einfachen Baustil. Im steinernen Altar fallen durchgehende Motive auf. Die Moschee mit einem Innenraum aus vertikalen 11 sogenannten „Sahın“ (Räume unter den Kuppeln) gegen Mekka, 50 massiven Stützen hat zwei äußere Altare und einen rechteckigen Innenhof. In der Mitte des zylindrischen Minaretts, das sich über einen achteckigen Sockel emporhebt, befindet sich eine altarabische Inschrift mit Schnittgeflecht aus türkiser Kachel. Unterhalb des Balkons des Minaretts, das 1213 gebaut wurde und die mit 116 Stufen bestiegen werden kann, windet sich ein zweiter Kranz mit Inschrift.

Kale Moschee


Die Moschee im Selçuklu Park in der Stadtmitte wurde 1580 gebaut. Es ist ein schönes Beispiel, das die Eigenschaften der Moscheen der Osmanischen Zeit aufweist hinsichtlich des Grundrisses, der Architektur, des Baustils und der Verzierungsmittel und ihrer schmalen, langen und stilvollen Minarette. Das Gebäude mit quadratischem Grundriß ist mit einer Kuppel bedacht, die mit Blei belegt ist. Die Wände des Körpers, der zwölfeckigen Trommel und dem sechzehneckigen Rahmen sind aus Blockstein gebaut, und der Altar und die Kanzel der Moschee sind aus Marmor. Das sechzehneckige Minarett aus Ziegeln ragt an der nordwestlichen Ecke mit ihrem nach außen ragenden Steinsockel nach oben. Das Minarett in Form einer Wabe ist oben mit einem Kegelförmigen Dach bedeckt, das außen mit Blei belegt ist.

Meydan Moschee


Die Moschee mit rechteckigem Grundriß wurde 1564 aus Blocksteinen gebaut und ist bedeckt mit einem schrägen Dach.

Aliağa Moschee


Eine Moschee mit Kuppel und in einfachem Baustil aus dem Jahre 1589; die Altarnische umgeben in form eines dreiblättrigen Kleeblattes ist mit einer Muqarnas verziert.

Alibaba Moschee


Die Moschee ließ 1792 errichtet werden; Außen mit einem Holzdach, innen mit einer Kuppel bedeckt. Sie hat ein Minarett mit einem einzigen Balkon.

Divriği Kale Moschee


Die Moschee, gebaut im Jahre 1180-1181 seitens der Mengücekoğulları hat einen rechteckigen Grundriß und hat keine Aula. Die Steinornamente und Ziegelverzierungen, sowie Inschriften der Portalnische sind eine Blickfang. Die Bordüren auf dem Portal verwandeln sich durch die Verknüpfungen, die sich aus den Schnittpunkten der Sechsecke bilden, zu einer geometrischen Komposition. Türkise Kacheln, sternförmige Übergänge, Ranken, anatolische Verzierungsmotive in Form von Blättern und Palmetten-Motiven sind weitere Verzierungen des Portals. Der Innenraum dieses kleineren Gebäudes mit bekanntem Baujahr und unbeschadeten Grundriß ist, gegen die prachtvolle Verzierungen in der Außenansicht einfach und eindrucksvoll.

Die Große Moschee und das Hospital von Divriği


Die Moschee namens Divriği Ulu Cami aus dem Jahr 1229, sowie das dazugehörige Hospital ist das wichtigste Bauwerk der Mengücekliler. Zwei Bauwerke verschiedener Funktion wurden hier nebeneinander gebracht. Die zwei benachbarten Gebäude mit den qualitativ schönsten Beispielen des Stein- und Holzhandwerks sind wegen ihrer Architektur in die Liste der Welterbes aufgenommen und wurden unter den Schutz der UNESCO gestellt. Die beiden Bauwerke, die eine Fläche von 1280 Quadratmetern bedecken, können durch drei Tore betreten werden, deren Steinverzierungen die Bewunderung der Besucher erwecken. Besonders die Verzierungen der Türe des Hospitals sind von einzigartiger Schönheit. Verzierungen der Türen mit Zweig-, Blatt- und Bogenmotiven, fein ausgearbeiteten Blumen, Orientmotiven, Sternformen, Palmetten, Lotus, Rundspiegeln, prismatischen Muquarnas, doppelköpfiger Adler und Menschenhäupter verleihen dem gelassenen und ruhigen Aussehen Bewegung. Von den vertikalen fünf „sahın“ (Räumen unterhalb der Kuppel) ist die mittlere weiter und hoch ausgelegt. Die Kuppel mit 12 Abschnitten, die den ganzen Bau vor dem Altar beherrscht, ist außen mit einem spitzen Kegel in Form einer vieleckigen Pyramide bedeckt. Die Kanzel aus Ebenholz, die aus einer Reihe von Tafeln mit feinen „Rumili“ und „Kıvrıkdallı“ (gebogene Astzweige) Verzierungen in Form von geometrischen Sternen besteht. Der Steinaltar ist mit seinen plastischen Palmetten aus und starken Ausformungen einzigartig. Das Hospital hinter der Altarswand wurde mit vier Terrassen (Eyvan), einer hellen Laterne in der Mitte, je zwei Zimmern and den Ecken und einem bedeckten Raum ausgelegt. Der Raum am Norden des Hospitals mit Verbindung zur Moschee ist eine Grabstätte. Im Grabmal kann man auf golden eingerahmten halbsechseckigen türkisen Kacheln die die Inschrift „Ya Allah“ („Oh Allah“) und rankenähnliche Motive sehen. Diese Bauwerke, bedeutendstes Beispiel der frühesten Architektur in Anatolien, ist distinktiv für die Balance und die Harmonie des Grundrisses, der architektonischen Proportionen, der Verzierungen und der Dachsysteme. Falls Sie die Gelegenheit dazu bekommen, die Divriği Ulu Cami und Darüşşifa zu besuchen, müssen Sie sich Zeit nehmen, um dieses Bauwerk näher zu besichtigen.


Medressen (Schulen)


Die Şifaiye Medresse


Das Hospital (Şifahane), das durch den Seldschukischen Sultan Keykavus II. im Jahre 1217 errichtet worden war, hat vier Terrassen. Um den unüberdachten Innenhof, das von Portalen umgeben ist, sind Zimmer mit Öfen und längliche Zellen aneinandergereiht. Es ist jenes Bauwerk, das die größten Dimensionen unter den Krankenhäusern der Anatolisch Seldschukischen Geschichte aufweist. Das Bauwerk wurde im 18. Jh. zur Medresse (Schule) umgewandelt. Die „Şifahane“ (Hospitals) waren so etwas wie Praxisräume für Fächer, die in den Schulen für Medizin unterrichtet wurden. Hier wurden Augen-, Innen-, Haut- und Geisteskrankheiten behandelt. Rechts und links der Frontseite des nach außen hervorstehenden Tores diese Gebäudes, in dessen Bau Stein und Ziegelmaterial verwendet wurde, sind Löwen- und Stierreliefs zu sehen. Im Inneren befindet sich über die ganze Nische eine Inschrift. Auf beiden Seiten des zusammengefallenen Terrassenbogens stehen zwei Figuren; eine Frau mit geflochtenem Haar über dem Neumond und ein Männerhaupt über Sonnenschein. Die Fenster auf beiden Seiten der Terrasse haben geometrische Rahmen. Die Kronentür, Fenster, sowie die Stirnseite der Hauptterrasse sind mit ineinandergehenden Sternen verziert. Geometrische Übergänge und Sterne in blauer, weißer, türkiser, und dunkelblauer Farbe, hergestellt aus einer speziellen Keramik-Mosaik-Technik gemischt mit Ziegelsteinen des Hospitals, geflochtene Khouffi-Schriften sind von blendender Schönheit.

Die Çifte Minareli Medresse


Die Çifte Minareli Medrese (Medrese mit Doppel-Minarett) gleich gegenüber der Şifaiye Medrese wurde 1271 gebaut. Die Hauptfront im Osten der Medresse, in der die Lehre der Hadis (Prophetenüberlieferung) unterrichtet wurde ist noch erhalten. Die Medresse mit zwei davorstehenden Minaretten, einer Kronentür, Fenstern auf beiden Seiten und den Ecktürmen ist zweistöckig und hat drei Terrassen (Eywans). Die Doppelminarette, die über dem Portal beginnen, sind aus Ziegelstein gebaut und sind mit Keramik verziert. Es ist auffallend, dass man sich bei den Steinverzierungen auf der monumentalen Front von Wiederholungen der gleichen Verzierungen zurückhielt. Der Name des Architekten steht nunmehr unleserlich in einer keinen Nische aus drei Abschnitten, links von der Kronentür auf der Front, auf der lebendige, farbreiche Lichtspiele zu sehen sind. Der Architekt hieß anscheinend Kölük bin Abdullah.

Die Gök Medresse


Die im Jahre 1271 gebaute Medresse war nach alten Schriftquellen zweistöckig und hatte 24 Zimmer. Das Bauwerk hat heute nur ein Stockwerk und drei Terrassen. Aufgrund der blauen Keramikfliesen auf den zwei aus Ziegelstein gebauten Minaretten über der Kronentür wird das Bauwerk Gök Medrese (Blaue Medrese) genannt. Das monumentale Kronentor mit Doppelminarett, der Bogen mit drei Abschnitten auf der linken Seite des Kronentors, die zweizeilige Inschrift, sowie der Brunnen, der auf drei Seiten mit einer geometrischen Bordüre versehen ist, die Ecktürme mit Reliefs verziert, sind alles Faktoren einer prachtvollen Architektur auf die man her stößt. All diese Aspekte verleihen der Fassade eine lebendige Erscheinung und machen sie noch eindrucksvoller. In den zwei Ecken des Bogens der marmornen Kronentüre befinden sich zwei Reliefs, auf der die Häupter von 12 verschiedenen Tieren aus dem alten Türkischen Tierkalender dargestellt sind. Inschriften, geometrische- und Pflanzenmotive auf der Marmoroberfläche der Minarett-Sockel, welche die Eigenschaften der Anatolisch – Seldschukischen Verzierungskunst wiedergeben, sind symmetrisch angeordnet. Der Raum links des Eingangs mit quadratischem Grundriß ist der Hadis – Raum (Dar-ül Hadis), der quadratische Raum rechts neben dem Eingang dagegen ist die Mescit (Gebetsraum), deren Kuppel mit Fliesen verziert ist. Auf zwei Seiten der Aula sind Portika mit je sieben Räumen eingeteilt. Die Bögen der Portika sind aus Stein, die Sockel in Form von Wiegen aus Ziegelstein. Die Innenseiten der Nord- und Südterrassen sind mit Fliesen verziert. Es ist aus den Marmorsteinen erkennbar, daß in der Mitte der Aula der Medresse, in der Astronomie gelehrt wurde, ein Brunnen mit 22 Ecken gestanden hat.

Die Buruciye Medresse


Die Buruciye Medresesi, die im gleichen Jahr gebaut wurde wie die Çifte Medresse und die Gök Medresse (1271), ist aufgrund der Steinmetzarbeit und den Fliesen des Grabmals links vom Eingang sehr bedeutend.

In der Medresse wurden positive Lehren gelehrt. Von dem einst zweistöckigen Bauwerk ist nur das Erdgeschoß erhalten. Die Rosetten, die auf der Kronentür der Medrese hervorstechen, von welcher entsprechend der Stiftung hervorgeht, daß hier auch eine Bibliothek zu finden war, fallen ebenfalls ins Auge. Ecktürme an zwei Ecken der Fassade, Fenster und ein Schriftbogen wirken beeindruckend. Stern-, Pflanzen- und geometrische Motive sind wie Häkelspitzen eingearbeitet. Neben dem Eingangstor geben auch die die Innenwand gegenüber der Aula eines der schönsten Beispiele der Steinkunst wieder. Links des Eingangs liegt ein mit blauen und schwarzen Keramikfliesen verziertes Grabmal und rechts davon der Gebetsraum.


Grabstätten


Das Grabmal von İzzettin Keykavus


İzzettin Keykavus, der in jungen Jahren erkrankte, wurde 1220 nach seinem Testament in der Grabstätte der Şifaiye bestattet. Der gutmütige, weise und poetische Herrscher sprach der Wissenschaft der Medizin und den Ärzten große Bedeutung zu. Geometrische Steckteile, Sterne, Khuffi-Inschriften und Verzierungen aus blauen, dunkelblauen, türkisen und weißen Keramikmosaiken blenden vor Pracht. Innerhalb der Kuppel fällt eine schlichte aber beständige Ziegelstein-Technik auf dem Sultans- Lahitengrabmal vor dem Altar und auf den anderen Sarkophagen geometrische Fliesen und weiße Steckteile mit schwarzen Rändern auf. Das Grabmal ist das erste große Kunstwerk der Seldschukischen Keramikmosaik Verzierungen.

Das Grabmal namens Divriği Sitte Melik Kümbeti


Das Grabmal aus dem Jahre 1106 ist pyramidal kegelförmig auf einem achteckigen Sockel aus Blockstein gebaut. Es ist ein origineller Platz mit vielfältigen Verzierungen auf den Fassaden, sowie engen und schmalen Nischen. Die Inschrift ist geschrieben in der Kalligraphie-Technik ‚Sülüs’ (‚Drittel’), auf ein Relief verziert mit Ranken in Form von gebogenen Zweigmotiven.Das Bauwerk ist hinsichtlich seiner Qualität und des Baustils das schönste Grabmonument aus dem 12. Jh.

Das Grabmal des Şeyh Hasan Bey


Diese Grabstätte aus dem 14. Jh. im Zentrum der Stadt steht auf einem quadratischen Sockel, und hat einen zylindrischen Ziegelsteinkörper. Da sie einem kurzen Minarett ähnelt, wird sie im Volksmund auch Güdük Minarett (Stumpfminarett) bezeichnet.

Das Grabmal des Ahi Emir Ahmed


Das Grabmal gegenüber des Kurşunlu Hamams wurde im ersten Halbjahr des 14. Jh. gebaut. Das ganz aus Blocksteinen gebaute Grabmal hat einen achteckigen Körper mit pyramidalem Kegeldach und steht auf einem quadratischen Sockel.

Das Grabmal des Samud Baba


Die Grabstätte im Dorf namens Teke, 10 km entfernt von Kangal, ist aus dem Jahr 1573. Das Grabmal, gebaut aus Blocksteinen auf einen sechseckigen Grundriß, ist innen mit einer Kuppel aus Ziegelstein und außen mit einem pyramidalen Kegel bedeckt. In der Innenseite steigt ein zylindrischer Körper auf einem runden Körper empor. Um das Grabmal herum liegt ein Friedhof.

Das Grabmal des Abdülvahab Gazi


Es ist ein vom Volk sehr wertgeschätztes und sehr besuchtes Grabmal. Es ist die Grabstätte des Abdülvahab, einem Heiligen aus der Zeit der Eroberung Anatoliens. Die Besucher besuchen diese Grabstätte und beten hier, um von schlechten Gewohnheiten loszukommen und Übel und Unglück loszuwerden.

Das Grabmal des Şemseddin Sivasi


Das Grabmal, das im Nordwesten der Moschee namens Meydan Camii, im Hof der Moschee liegt, stammt aus dem Jahr 1600. Das Grabmal aus Blocksteinen hat eine einzige Kuppel mit einem achteckigen Rahmen von außen. Innerhalb der Kuppel befinden sich außer der des Şemseddin Sivasi, einem Gelehrten mit zahlreichen Werken, noch weitere 20 Sarkophage.

Andere Grabmäler in der Region Sivas: Die Grabmäler des Şeyh Çoban aus dem 14. Jh., des Kadi Burhanettin, des Akkaş Baba, des Arap Evliya (Arabischer Heiliger), des Süt Evliya sind weitere Grabstätten in der Stadt Sivas.


HANS, HAMAMS UND BRÜCKEN


Der Behrampaşa Han


Der Han, der 1576 gebaut wurde, ist aus Blocksteinen gebaut, zweistöckig und hat eine in der Mitte offene Aula, Zimmer, sowie einen Stall hinter der Aula. Die Eingangsfront hat einen spitzen Bogen und steht hervor und sieht gen Süden aus der Sicht des Bauwerks. Über dem Eingang sind zwei Fenster mit Bögen von je drei Abschnitten und Löwenfiguren auf der linken und der rechten Seite.

Alacahan


Wurde in den Jahren 1150- 1180 von dem Seldschukischen Herrscher Alaeddin Keykubat errichtet. Das Bauwerk, das neben die historische Burg der Byzantiner gebaut wurde, besteht aus weißen Blocksteinen. Das Bauwerk, das aus einer Moschee, einem Han und aus Burgmauern besteht, liegt auf der Seidenstrasse zwischen Sivas und Malatya. Es wurde im 17. Jh. zur Zeit der Osmanen restauriert. Das 1967 nochmals vom Kultusministerium restaurierte Bauwerk ist heute noch sehr standhaft.

Weitere Han in Sivas; Subaşı Han, Çorapçı Han, Burmalı Han in Divriği, Mirçinge Han, Taşhan und das Latif Han auf dem Weg Sivas- Kayseri.

Das Meydan Hamam gegenüber der Meydan Moschee stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es hat vier Säulengänge und ist mit einer Kuppel überdacht. Das größte Hamam in Sivas ist das Kursunlu Hamam, es wurde 1576 von Behram Pascha errichtet. Der Bau wurde als Doppelhamam konzipiert, die Abteilung für Frauen sowie die für Männer sind direkt nebeneinander und es ist im Stil der klassischen osmanischen Bäder errichtet. Auch heute ist das aus Quadersteinen errichtete türkische Bad noch in Betrieb.

Weitere wichtige Hamams sind die Ruinen des Kale Hamams, das Mehmet Ali Hamam, das Eski Pascha Hamam, das Cay (Sütlü) Hamam sowie das Sirinlioglu Hamam.

Die Yıldız Brücke über dem Yıldız Fluß am 30. Kilometerstein auf der Landstrasse Sivas- Ankara ist ein Seldschukisches Bauwerk. Die Brücke mit 70 Metern Weglänge hat 13 Brückenbögen mit spitzen Bögen.

Die Eğri Brücke über dem Kızılırmak (Roter Fluß) 3 km südöstlich von Sivas hat 18 Bögen. Die weiteste Bogenöffnung der 179,60 m langen und 4,55 m breiten Brücke ist 7,70 Meter.

Die Kesik Brücke 10 km südwestlich von Sivas ist ein Seldschukisches Bauwerk aus dem 13. Jh. Sie hat zwei Teile mit 17 und 2 Bögen.

Die Boğaz Brücke mit sechs spitzbögigen Durchfahrten liegt 10 km östlich von Sivas.

Die Halil Rıfat Paşa Brücke in Alacahan im Dorf namens Yeşilkale wurde 1882 gebaut. Die Brücke mit nur einer Durchfahrt mit spitzem Bogen ist 4.15 m hoch, 3,80 m breit und 10,50 m lang.


HEILQUELLEN


Es gibt Niemanden, der nicht von dem Ruhm der Heilquellen von Sivas gehört hat. Jedes Jahr kommen zahlreiche Kurfahrer nach Sivas um diese Heilquellen zu nutzen.

Kangal Balıklı Kaplıca


Liegt im Tal des Kavak – Flusses 13 km entfernt von Kangal. In Gewässer dieser Heilquelle leben Tausende von Fischen von höchstens 10 cm Größe. Diese Fische helfen bei der Heilung von Hautkrankheiten wie Pickeln, Wunden, Ekzemen, Schuppenflechte durch Wundreinigung. Braune, graue und beige-farbige Fische der Karpfen- und Felsenfischfamilie schwimmen um die Leute, die in das Bad in der Heilquelle gehen umher und reinigen die Stellen an denen die Haut erkrankt ist. Diese Fische ohne Zähne, picken die Bläschen und Wundschuppen von der Haut, die im Wasser mit 36- 37 Grad Temperatur aufgeweicht wird und führen diesen Reinigungsprozeß solange durch, bis die Haut völlig rein ist. (Für Einzelheiten über dieses Heilbad können Sie sich das Kapitel über den Thermal-Tourismus durchlesen).

Sıcak Çermik


Es wird gesagt, daß dieses Heilbad in 31 km Entfernung von Sivas heilend wirkt gegen Rheumatismus, Nerven- und Muskelerkrankungen, Frauen-, Haut- und Nierenkrankheiten. Speise-, Trink- und Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden.

Soğuk Çermik


Diese befindet sich 17 km von Sivas entfernt, die Wassertemperatur beträgt 28 Grad Celsius. Dieses Wasser soll heilend bei Magen-, Darm- und Gallenkrankheiten wirken. Außerdem helfe das Wasser auch bei der Behandlung von Rheuma und Nervenbeschwerden.

Auch in Suşehri (Akçaagıl Çermiği), Şarkışla (Ortaköy Çermiği, Alaman Çermiği) und Yıldızeli gibt es Heilbäder und Kurorte, in denen den Einheimischen Kurmöglichkeiten geboten werden.


KANGAL HUNDE


Die Heimat der Kangals ist im Kreis Sivas und bei dieser Rasse handelt es sich um die Besten Wachhunde der Welt. Sie verfügen über einen unvergleichlichen Spürsinn. Diese Hunde verstehen sofort, wenn schlechte Absichten im Spiel sind und bringen ausschließlich Menschen, die schlechte Absichten verfolgen unschädlich. Sie bemerken sogar sofort, wenn sich gute in schlechte Absicht umwandelt. ‘Die „Kangal Hunderasse“, die aus Kangal stammen, sind durch ihren Mut, Schnelligkeit und Gewandtheit, Intelligenz, scharfen Vorausahnungssinn, ihrer Treue, und unglaublichen Pflichtbewußtheit gesuchte Schutz- und Schäferhunde. Ihre Eigenschaften wie Intelligenz, Vertrauenswürdigkeit, Aufmerksamkeit, Schutzgefühl, Stärke, Flinkheit und Mut sind auf der höchsten Ebene. Da sie die verläßlichsten Freunde der Landwirte sind, die ihr Leben durch Schafshaltung verdienen und da ihre Pflege und Ernährung leicht zu gewährleisten ist konnte diese Hunderasse bis heute rein erhalten werden. Es ist die einzige Hunderasse auf der Welt, die den Wölfen keinen Pardon zeigen. Falls sie in die Gegend von Kangal kommen, können sie in einer der Farmen vorbeisehen in denen diese freundlichen, herzlichen Tiere gezüchtet werden. Das Landratsamt von Kangal wird Ihnen in diesem Bezug die nötigen Informationen liefern.


ANDERE KULTURELLE UND HISTORSICHE SEHENSWÜRDIGKEITEN


Im Dorf Demiryurt von Zara sind an die 50 Höhlen zu finden. Es wird angenommen, daß die nebeneinander oder schichtweise aneinander gereihten Höhlen vor und nach dem Christentum als Wohnraum genutzten wurden.

Die Köse Gebirge, eine Verlängerung des nordanatolischen Kettengebirges, die Tecer Berge aus den nördlichen Zweigen der Taurusgebirges, sowie die İncebel Berge, Akdağlar, Yama Dağı sind die Berge dieser Provinz.

Wichtige Ströme sind der Kızılırmak, der Fluß Kelkit Çayı, Tozanlı Çayı, Çaltı Çayı und Tohma Çayı.

Außer der mit Tannenwäldern bedeckte Eğriçimen Hochebene in 20 km Entfernung zum Bezirk Koyulhisar gibt es die Hochebenen Dumanlıca Hochebene, Sarıçiçek Hochebene, Kalınpınar Hochebene, Arpacık Hochebene, Kengercik Hochebene, Topalan Hochebene und Başyayla.

Der Ethem Bey Park, der Picknickplatz von Akdeğirmen, der Sızır Wasserfall, die Raststätte Koyunkaya, und die Hochebene von Eğriçimen sind beliebte Picknick- und Rastorte.

Der See Gürün Gökpınar, weiterhin die See namens Hafik, Lota, Tödürge, der Sızır Wasserfall über dem Fluß Göksu und der Wald von Karaçayır sind es, neben ihrer Eigenschaft als Raststätte, wert, aufgrund ihrer Naturwunder besucht zu werden.

Geeignete Orte für den Trekking-Sport: Koyulhisar, Eğriçimen Hochebene, Köse Berg, Sızır Wasserfall, Eskiköy Rastort, Sızır und Doğanşar Hochebenen, Yıldız Berg und Çaldağı.

Auf der unebenen und schroffen Landschaft von Sivas, das zwischen drei Regionen liegt, leben Tiere wie Rebhühner, Wachtel, Gemsen und Hasen. In allen Seen sind Wildgänse, in den Schilfsseen und Sümpfen Wildente und im Tödürge See Kraniche zu finden. Die Seen und Flüsse sind wegen ihrer Fischvielfalt für den Angelsport sehr geeignet.

Wir können nicht über Sivas berichten, ohne einen warmblütigen treuherzigen Freund zu erwähnen, der gegen die scharfe Kälte von Sivas gefeit ist. Die Küche von Sivas und Umgebung basiert hauptsächlich auf Getreideprodukten. Hier werden Lebensmittelsorten wie Bulgur (gebrochenes Weizen), Çekme, Erişte (Hausnudeln), Kadayıf (Süßteigware), Salça (Tomatenmark), Getrocknetes Gemüse zubereitet. Keş, Peşkutan, Çökelek (Frischkäse) sind Lebensmittel aus Milchprodukten. In Sommermonaten werden Mahlzeiten wie Ayranlı, Pancarlı Çorba (Rübensuppe), Madımak, Evelik, Düğürcek Aşı; in den Wintermonaten Mahlzeiten mit den Namen Tırhıt, Sübüra, Kelecoş, Tarhana, İçli Köfte (gefüllte Fleischknödel), und Teigwaren wie Hıngel zubereitet und gegessen. Auch der Sivas Kebap ist sehr beliebt. Kül Çöreği (Aschenbrot im Steinofen), Fodla, Kömbe, welches aus Kartoffeln, oder Käse zubereitet wird, Kete, Lavasch, Yufka (Fladenbrot) sind Brotsorten.

Wollteppiche mit festen Knüpfmaschen, Kelims, sowie Mundstücke aus Holz sind die bekanntesten Handarbeiten aus Sivas, das ein wichtiger Ort in Bezug auf Handwerkskunst ist. Darüber hinaus sind Gegenstände wie Bettdecken, genannt Tülüce, sowie Wandschmuck, Gürün – Schals (Schal mit Efeu-Muster, Traubenzweig-Muster), gestrickte Wollsocken mit reichen Mustern, Haarkämme, Klappmesser und Taschenmesser, Kupferware, Silberschmuck auch bekannte Handelsgegenstände. Solche Waren können in den Läden auf der Atatürk Cadde, sowie in der Şifaiye Medresae, im städtischen Kaufhaus (Belediye Çarşısı), Kuyumcular Çarşısı (Goldschmiedpassage) und im Viertel der Paşa Cami erworben werden.

www.sivas.bel.tr
www.sivas.gov.tr