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[Şırnak]


ŞIRNAK      



Şırnak wurde am Rand des Berges Cudi (2114 m) gegründet. Der Name besteht aus den Wörtern Şır = şehir (Stadt) und nak = Nuh (Noah) und bedeutet die Stadt von Noah. Es wird geglaubt, dass während der Sintflut der Cudi Berg ein Anlegeplatz der Arche Noahs war. Deshalb ist dieser Ort für den Glaubenstourismus sehr bedeutend. Zur Zeit der Osmanen war Şırnak ein Dorf. Im Jahre 1927 wurde es Siirt als Bezirk angeschlossen, 1990 wurde es zur Provinz.

In Şırnak befinden sich viele Ruinen am Cudi Berg und auch in der Umgebung befinden sich noch weitere Ruinen. Eines der relevanten Bezirke ist Cizre und es ist 45 km von Şırnak entfernt. In der Nähe von Cizre befinden sich zwischen den Dörfern Eskiyapı und Damlarca die Finik Ruinen und sie gehen zurück auf die Zeit von 4000 v. Chr. Es sind hier viele Werke zu sehen, z.B. ein Palast, Kerker, Zisterne und viele Höhlenhäuser, auch sind viele Felsenreliefe zu sehen. An der südwestlichen Seite von Cizre befindet sich das Dorf Kebele und dort sind auch die Babil Ruinen zu sehen, das Umfeld wurde mit einer Festungsmauer umschlossen. 1992 wurden verschiedene Ausgrabungen durchgeführt und Werke gefunden, die aus der Zeit der Assyrischen Herrschaft stammen, eine Statue davon wird heute im Museum der Anatolischen Kulturen in Ankara ausgestellt. Die Ruine Kasrik ist ein weiterer sehenswerter Ort. 6 km entfernt von Cizre, liegen in einer Mündung Baureste von einer Niederlassungsstätte. Die Ruine Kasrik wird heute, von den Einwohnern von Cizre als Jahrmarkt benutzt.

Die relevanten geschichtlichen Bauten von Şırnak sind die Burg von Cizre, heute ist ein großer Teil baufällig und es wird vermutet, dass es von den Gutäern gebaut worden ist und dass es sich im Gebiet im Norden der Cizre Stadtmauer und des Flussufers des Tigris befindet. Es wurden eine Kamel-Herberge, ein Palast und ein Kerker eingebaut, heute wird es von der Kommandantur der Grenzgendarmerie genutzt.

Cizre ist in Bezug auf den Glaubenstourismus ein sehr inhaltsreicher Bezirk. Das Grabmal des Propheten Noah und das Grabmal Mem-u Zins befinden sich im Zentrum des Bezirks und werten somit dieses Gebiet auf. Im Jahr 639 wurde die Ulu Cami von Cizre von einer Kirche zur Moschee umfunktioniert. Die Moschee befindet sich innerhalb der Stadtmauer, wie auch die Abdaliye Medresse, das Grabmal Cizre Mem-U Zun befindet sich unter den Verwaltungsräumen der Medresse. Die Kırmızı Medresse und das Grabmal Ahmed El Cezeri, die Kirche Bagoz, die Marienkirche und die Ogündük Kirche sind die weiteren sehenswürdigen Bauwerke dieses Gebietes.

Ein weiterer Bezirk der Provinz Şırnak ist die Beytüşşebap. In der Alm Fargoşin sieht man die berühmten Häuser „Dirheler“ (Dev Evler) (= Häuser der Riesen), die in die Felsen eingehöhlt worden sind und aus vier großen Werken entstanden. Es wird vermutet, dass sie gegen die Eingriffe der Assyrer als Wachturm oder als Herberge für Karawanen gebaut wurden.

Es gibt in dieser Provinz verschiedene Webarten die man „şal-şapik“ oder „rençberi“ nennt. Teppiche, Wandteppiche und Doppeltaschenweberei sowie Filzarbeiten sind berühmte Handarbeiten aus dieser Region. Die Wandteppiche von Beytüşşebap sind auch sehr bekannt.

www.sirnak.bel.tr
www.sirnak.gov.tr