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[Samsun]


SAMSUN      



Samsun liegt im mittleren Teil der Schwarzmeerregion und ist durch seine natürlichen, geschichtlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten und durch seine Verkehrsverbindungen über Meer, Land, Luft und Schiene eine Stadt mit sehr hohem Tourismuspotential. Dadurch, dass Atatürk am 19. Mai 1919 in die Stadt kam, um den Befreiungskrieg gegen die Besetzer Anatoliens zu planen, wurde Samsun eine wichtige Stadt für den Türkischen Unabhängigkeitskrieg und bewahrte diese Bedeutung bis heute.

An der Küste des Regierungsbezirks Samsun herrscht typisches Schwarzmeerklima. Doch im Landesinneren wird das Festlandsklima wirksamer. In Samsun regnet es im Gegensatz zum Osten des Schwarzmeeres weniger und es ist wärmer. An der Küste ist es im Winter lauwarm, im Frühling neblig und kühl und im Sommer trocken. Der Niederschlag ist im Allgemeinen in Form von Regen.

Samsun ist ein kleines Siedlungszentrum, das 750-760 v. Chr. durch einen Stamm der Ioner, den Milletosen, unter dem Namen Amisos gegründet wurde. Danach blieb sie unter der Herrschaft der Perser, Makedonen, Pontos, Römer, Byzantiner, Danischment, Seldschuken und Osmanen.

Auch nachdem die Seldschuken nach Anatolien kamen, waren die Danischmentoğlu nicht in der Lage, Amisos einzunehmen. Die Stadt Amisos wurde durch den Seldschukischen Sultan Kılıçarslan II. dem Seldschukischen Territorium zugefügt. Danach wird in islamischen Quellen die Stadt mit dem Namen „Samsun“ in westlichen Quellen aber mit dem Namen „Sampson“ erwähnt.

Nachdem der anatolische Seldschukenstaat zerfiel, ging der muslimische Teil der Stadt Samsun (denn in einem Teil der Stadt lebten auch Christen) in die Herrschaft der Ilhanlı über.

Die osmanische Herrschaft begann in Samsun und Umgebung zu Yıldrım Bayezits Zeiten. Das muslimische Samsun, das sich unter der Herrschaft der Kubatoğlu befand, wurde von Yıldirım Bayezıt eingenommen (1398).

Der westliche Teil von Samsun, in dem Christen lebten, wurde Schwarz Samsun genannt und von Sultan Çelebi Mehmed im Jahre 1418 eingenommen. Einige Jahre nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen, im Jahre 1425, brannten die hier lebenden Christen das Schwarz Samsun nieder und verließen es auf Schiffen. Nachdem die Stadt unter die Osmanische Herrschaft ging, verlor sie ihre frühere Handelsbedeutung und blieb bis ins XIX. Jh eine kleine Anlegestelle. Während dieser Zeit blieb die Anlegestelle Samsun unter dem Schatten des Hafens von Sinop und konnte sich nicht weiter entwickeln.


Die Amazonen


Die Amazonen waren legendäre weibliche Krieger die 1200 v.Chr. lebten. Sie gründeten die Stadt Themiskyra am Ufer des Thermedon (Terme Fluss).

Um den Bogen ihrer Pfeile besser spannen zu können, wurde den Frauen im Kindesalter ihre rechte Brust abgeschnitten und deshalb bekamen sie den Namen „Amazon“ das „brustlos“ bedeutet.

Die Amazonen sind Anatolische Vertreter in Form von muttermächtigen Kriegern. Deswegen beten sie die Königsgöttin Kybele an, die die Bedeutung der Frau versinnbildlicht.

Die interessante Lebensphilosophie der Amazonen wird in verschiedenen Quellen eindrucksvoll wiederholt. Es wird behauptet, dass sie die Männer im täglichen Leben als Sklaven und Arbeiter benutzen und um ihre Existenz weiterführen zu können, schliefen sie mit ihren Kriegsgefangenen und töteten sie anschliessend. Ihrer Tradition nach war es Pflicht, vor dem Geschlechtsverkehr drei Männer getötet zu haben und die erzeugten Jungen zu verkrüppeln, zu töten oder ihren Vätern zu geben. Man weiss aber, dass die Mädchen mit Stutenmilch und Krafthonig versorgt und kräftig aufgezogen wurden. Die Amazonen benutzten anstelle eines Sattels nur eine Decke. Sie konnten auf dem Pferd sehr gut Bogen schießen und Speer werfen.

Die interessanten und attraktiven weiblichen Krieger wurden in ihrer Geschichte zu Kunstobjekten. Diese Krieger bedeuteten mit ihren Sagen den geheimnisvollsten Geschichtsabschnitt von Samsun bis in unsere Gegenwart.


DIE KREISSTÄDTE


Die Landkreise des Regierungsbezirks Samsun sind Alaçam, Asarcık, Ayvacık, Bafra, Çarşamba, Hafza, Kavak, Ladik, Ondokuzmayıs, Salıpazarı, Tekkeköy, Terme, Vezirköprü und Yakakent.

Alaçam


Alaçam ist eine Küstenstadt, die 78 km westlich von Samsun liegt. Der Geyikkoşan-Strand des Vororts besitzt einen sauberen Sandstrand, einen daran angegrenzten Wald aus Platanen, Pappeln und Kirschlorbeerbäumen.

Asarcık


Asarcık befindet sich 44 km westlich des Stadtzentrums. Im Vorort befindet sich die Gökgöl Moschee (1180), sie ist ein sehr gutes Beispiel für die Art der Holzbau-Architektur.

Bafra


Bafra ist 51 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Felsgräber, Moscheen, Türkische Bäder und Quellen im Vorort sind sehenswert.

Çarşamba


Çarşamba ist in einer Entfernung von 37 km zum Stadtzentrum. Im Vorort wurden Tepecik, Kilise Tepe und Tünbü Tepe als Hügelsiedlungen aus der frühen Bronzezeit festgestellt. Die Göğceli Moschee aus dem Jahre 1206 ist eines der schönsten Beispiele für die anatolische Holzarchitektur. Ihre wichtigste Eigenschaft ist, dass beim Bau keine Nägel benutzt wurden.

Hafza


Der Vorort ist 86 km von Samsun entfernt. Der Thermaltourismus ist ein wichtiger Standpunkt im Vorort. Archäologische Forschungen führten dazu, dass sehr viele Ruinenhügel und Tumuluse freigelegt wurden.

Ladik


Der Vorort ist 82 km entfernt von Samsun. Die 10 km vom Stadtzentrum entfernte Hamamayağı (Ladik) Heilquelle, gilt durch ihre Wasserqualität als das wichtigste und vorrangigste Heilwasser der Türkei.

Ondokuzmayıs


Ondokuzmayıs ist 33 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Nebyan Wälder und ihre Umgebung bieten neben ihrer Naturschönheit auch Plätze für Almfeste im Vorort. Das sauberste Meer befindet sich an der Küste der Yörükler Region.

Vezirköprü


Vezirköprü ist 116 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Fazıl Ahmet Pascha Moschee und der Basar der Taşkale Moschee sind wichtige Werke des Vororts.

Yakakent


Yakakent ist 84 km vom Stadtzentrum entfernt. Der Vorort ist reich an Naturschönheiten. Tannenbaum bedeckte Hügel treffen hier auf wunderschöne blautönige Wässer. In Yakakent, befinden sich die idealsten Naturstrände entlang den Wäldern.


MUSEEN UND RUINEN


Museen



Samsun Atatürk Museum


Das Museum, dass aus farbigem Marmor erbaut wurde, stammt aus dem Jahre 1968. Die Fassade des Museums ist mit Becken, Statuen und Relief Figuren beschmückt. Im Museum befinden sich Gegenstände, Waffen, Bücher und Bilder von Atatürk.

Museum für Archäologie und Ethnographie


Das Museum, dass sich neben dem Atatürk Museum befindet wurde 1981 eröffnet. Hier werden Werke aus der kalkolitischen, frühbronze, hethitischen, hellenistischen und römischen Zeit und Werke mit ethnographischen Eigenschaften, die in Samsun und Umgebung gefunden wurden, ausgestellt. Zu den wertvollen Werken, die im Museum zu finden sind, gehört der Amisos Schatz (Amisos Grabraum Funde). Im Jahr 1995 wurde innerhalb der antiken Stadt Amisos ein Grabraum, durch Bearbeitung weicher Felsenblöcke, Boden und Deckenverputzung mit Horasan in den Maßen 5x5 Meter und 2.30 Meter Höhe und 5 Gräbern entdeckt. Man fand heraus, dass diese Gräber, von denen 3 benutzt wurden und 2 leer standen, ein Familiengrab waren. Bei den ersten Untersuchungen und Schätzungen der Wertgegenstände, der Töpfe und Schüsseln, der archäologischen Werke aus Glas und Marmor aus den Funden der drei Skelette in den Gräbern und den Leichengeschenken aus purem Gold, glaubt man, dass eines der Gräber einem Führer des Pontus Königreichs (König, Kommandant, Prinz) und die anderen Gräber seiner Frau und Tochter angehörten. Die Werke aus dem Amisos Grabmal stammen aus den Jahren Ende des 4 Jh. v. Chr. und Anfang des 3. Jh. v. Chr. Von den Goldarbeiten ist die Handarbeit der goldenen Krone, des Ohrrings, des Armreifs usw. sehr bemerkenswert.

Das Gazi Museum: Es ist das Mıntıka Palast Hotel in dem Atatürk, als er am 19. Mai 1919 nach Samsun kam, gelebt hatte. Im Hotel, das zu einem Museum umgebaut wurde, werden Gegenstände und Fotos von Atatürk ausgestellt.

Das Gazi Museum


Es ist das Mıntıka Palast Hotel in dem Atatürk, als er am 19. Mai 1919 nach Samsun kam, gelebt hatte. Im Hotel, das zu einem Museum umgebaut wurde, werden Gegenstände und Fotos von Atatürk ausgestellt.

Havza Atatürk Haus


Das Haus liegt an der Straße und ist zweistöckig. Atatürk führte zwischen dem 25. Mai 1919 - 12. Juni 1919 in dem Gebäude, das das Mesudiye Hotel war, seine Arbeit fort. Das Zimmer von Atatürk befindet sich im 2. Stockwerk. Das Gebäude, das heute als Museum dient, wurde vom Verwaltungsamt dem Kultur- und Tourismusministerium übergeben.

Ruinenstätten



Die Ruinenstätten von Dündartepe


Diese befinden sich auf einem 15 Meter hohen Hügel, der 3 km südöstlich vom Zentrum Samsun liegt. Drei unterschiedliche Kulturen, aus der Kalkolitischen, frühen Bronzezeit und der hethitischen Epoche wurden dort gefunden. Die letzte Ansiedlung auf der Spitze des Hügels stammt aus der frühen Bronzezeit. Am Fuße des Hügels stieß man auf eine hethitische Ansiedlung. In der ersten Kulturschicht stieß man auf Gebäudereste, handgefertigte Keramikteile, Tongewichte, Feuersteine, Messer usw. aus der Kalkolitischen Zeit. Die zweite Kulturschicht an der Spitze und am Fuß des Hügels stammt aus der frühen Bronzezeit. In der Schicht, die mit einem Brand endete, wurden ein rechteckiges Haus und ein Kamin, dunkelgraue Behälter die innen rot oder tonfarben sind, Knochengegenstände und eine Tonspindel gefunden. Auch am Fuße des Hügels wurden in der dritten Kulturschicht drei Bauschichten aus der hethitischen Zeit festgestellt. In der ersten Bauschicht wurden Ziegelhäuser mit Steinfundamenten (1500-1200 v. Chr.), in der zweiten Bauschicht Überreste eines Steinfundaments (1500 v. Chr.), in der dritten Bauschicht wurden bemalte, gut gebrannte und auf dem Drehtisch gefertigte Keramikfunde, Tonstempel, Tierstatuen, Knochen und Nadeln (1500 v. Chr.) gefunden.

Tekkeköy Ruinenstätte


Die Ruinen befinden sich 14 km süd-östlich von Dündartepe innerhalb der Grenzen des Vororts Tekkeköy. Bei archäologischen Ausgrabungen aus dem Jahre 1940 wurden Funde aus der hethitischen und frühen Bronzezeit sichergestellt. Die Vielzahl der Funde bestand aus rot und hellbraun gefärbter Keramik und aus Drehtischen. In der Schicht aus der frühen Bronzezeit jedoch, wurde eine Vielzahl von Grabstätten, handgefertigter Keramik, auf schwarzem Grund mit weisser Farbe beschmückte Behälter mit geometrischen Motiven wie Striche, Zacken und Rillen sowie Vasen mit Gesichtreliefen ans Tageslicht gefördert.

İkiztepe Ruinenstätte


Die Ruinen liegen 7 km nordöstlich des Landkreises Bafra. Die Oberflächenforschung ergab, dass die Siedlungen aus der frühen Bronzezeit und aus der spät hethitischen Zeit stammen. Die Schichten aus denen İkiztepe besteht, werden in 4 Gruppen eingeteilt. Die erste Schicht wurde am Anfang des Jahres 2000 v. Chr. dicht besiedelt. In der zweiten Schicht fand man Gebäudereste aus der Bronzezeit und zahlreiche Grabstätten aus der spät hethitischen Epoche. Ringe aus Bronze, Armreifen, Harpunen, Speerspitzen, Gebrauchsgegenstände aus Metall und Nadeln aus Knochen wurden als Leichengeschenke hinterlassen. Die Geschenke bestanden aus getöpferten Keramiken, roten Kelchen und Tonkrügen mit schnabelförmigen Öffnungen. Die keramischen Funde aus der Bronzezeit, Muscheln und Behälter mit Pflanzenzusatz, sind bemerkenswerte Funde von İkiztepe II.

Bafra Asrakale und Felsengräber


Sie liegen 30 km südwestlich vom Landkreis Bafra enfternt, in der Nähe des Altınkaya Staudamms im Kızılırmak Tal. Asarkale stammt aus der hellenistischen Epoche und wurde zur Verteidigung erbaut. Man vermutet, dass die drei Gräber, die in die Hauptfelsen eingearbeitet wurden, auch aus derselben Epoche stammen.

Kaledoruğu Hügel


İm Hügel, der sich im Landkreis Kavak befindet, wurden Funde aus der Frühbronze Zeit bei Ausgrabungen zwischen den Jahren 1940-1942 ans Tageslicht gebracht. Es ist auffallend, dass die Toten in den Grabstätten auf zurechtgemachter Erde in Hockposition liegen. Unter den Leichengeschenken wurden handgefertigte schwarz, rot und braun gefärbte und gerillte Behälter, eine flache Axt, ein Dolch, Stechgegenstände aus Knochen und Spindeln gefunden.

Lerdüge Tumuluse


21 km östlich des Landkreises Havza wurden 5 Tumuluse aus der Lerdüge-Zeit gefunden. Die Funde, die bei den Ausgrabungen im Jahre 1946 sichergestellt wurden, werden im Museum der Zivilisationen in Ankara ausgestellt. Aus den Funden des Tumulus Nr: 4 und aus seiner Bautechnik kann festgestellt werden, dass er aus dem 1. – 2. Jh. v. Chr. stammt. Man gelangt durch einen mit Stein verschlossenen Eingang, der mit Eisen Klammern befestigt ist, in einen gewölbten Durchgang und durch eine kleine Tür in die Grabstätte. Die Wände der Grabstätte, die mit gewölbten Felsensteinen bedeckt sind, sind mit Motiven verziert, die Menschen und Tiere darstellen. Die Motive sind mit pflanzlichen und geometrischen Darstellungen umgeben. Goldene Schmuckgegenstände, Öllampen aus Bronze und Flaschen in verschiedenen Größen sind im Tumulus gefunden worden.


HISTORISCHE BAUWERKE


Moscheen und Grabstätten



Große Moschee


Sie befindet sich im Viertel Kale, in der Nähe des Saathane Platzes.1884 ließ Hacı Ali aus Batum die Moschee errichten. Sie ist durch ihre Gebetsnische aus Marmor und die hölzerne Kanzel sehr Aufsehen erregend.

Yalı Moschee


Sie befindet sich im Viertel Buğday Pazarı auf der Gümrük und İskele Straße, Mehmet Sadık Bin Abdullah ließ sie errichten. Die trombenförmige Kuppel ist mit Ziegeln bedeckt, die von einem achteckigen Holzrahmen getragen wird. Sie besitzt ein kleines Minarett, das auf einem viereckigen Sockel steht.

Kurşunlu Moschee


Sie befindet sich im Viertel Pazar auf dem 100.Yıl Boulevard. Dem islamischem Kalender nach ließ Molla Fahrettin die Moschee 1340 erbauen. Die Moschee steht auf viereckigem Grund und ist aus Felsstein. In den Eingang der Kuppel, die auf einem achteckigen Holzrahmen erbaut wurde, gelangt man durch die Wölbungen.

Hacı Hatun Moschee


Sie befindet sich im Viertel Kale in der nähe des Saathane Platzes. 1694 ließ Hatice Hatun, die Tochter von İbrahim, die Moschee zu einem Wohltätigen Zweck erbauen. Die Moschee wurde aus Felssteinen erbaut und steht auf rechteckigem Grund und hat eine Kuppel.

Kale Moschee


Die Moschee befindet sich im Juwelier Basar. Sie wurde 1314 erbaut und ist dem Gouverneur İlhanlı Emir Timurtaş Pascha gewidmet.

Pazar Moschee


Sie befindet sich im Viertel Pazar. Das Gebäude, das ein İlhanlı Bauwerk ist, wurde 1819 restauriert. Sie steht auf einem rechteckigen Grund und hat ein hölzernes Dach.

Grabstätten


İn Samsun befinden sich folgende Grabstätten: Scheich Seyyit Kudbettin Grabstätte, Kılıç Dede Grabstätte, Emir Mırzabey Grabstätte, Hızırbey Grabstätte und Mustafa Bey Grabstätte.


Wohltätigkeitseinrichtungen und Türkische Bäder


Wohltätigkeitseinrichtung Havza


Sie befindet sich im Viertel İmaret. 1429 ließ sie der Yörgüç Paşazade Mustafa Bey erbauen. Sie wurde zwischen den Jahren 1938-1940 restauriert und als Atatürk Bibliothek eröffnet. Das Gebäude wurde aus Felssteinen gebaut und Besitz ein Flachdach. Es hat im Osten zwei Bogentore, durch die man in das Hauptzimmer und in die Nebenräume gelangt. Die Einrichtung besteht aus einem rechteckigen Hauptzimmer und drei quadratischen Zimmern mit Wiegengewölbten, die mit zwei Türen an das Hauptzimmer Verbunden sind.

Türkisches Bad – Çifte


Es steht in Samsun im Viertel Kaleoğlu. Das Gebäude ließ Ayşe Sultan in der Mitte de 17 Jhs. bauen. Der Umkleideraum hat eine Kuppel und in der Mitte des Raumes steht ein Brunnen. Der Abkühlraum ist durch einen breiten Bogen in einen viereckigen Raum mit einer Kuppel geteilt. Der Aufwärmraum ist kreuzförmig aufgeteilt und besteht aus vier Räumen.

Türkisches Bad – Şifa


Es steht im Viertel Mehmet Paşa und wurde Ende des
17. Jhs. von der Tochter des Köprülü Mehmet Paşa gebaut. Der hölzerne, viereckige Umkleideraum wurde später angebaut. Darin befinden sich ein Abkühlraum mit Kuppel und Brunnen, zwei Heissbadekabinen und ein viereckiger Aufwärmraum.

Thermalbad Kızgözü – Aslanağzı


Es befindet sich im Viertel İmaret und ist auch bekannt als Büyük Hamam oder Sadi Paşa Hamam. Es wurde an Stelle eines byzantinischen Gebäudes im Jahre 1256 vom seldschukischen Sultan Mesut II. erbaut. In das Türkische Bad, das aus Abteilungen wie Umkleideraum, Abkühl- und Aufwärmraum besteht, gelangt man durch eine tiefe kleine Bogentür. Der zweistöckige und rechteckige Umkleideraum ist mit einer achteckigen Laternenkuppel bedeckt. Die Umkleidekabinen befinden sich im oberen Stockwerk. Der Abkühlraum besteht aus einem rechteckigen Raum mit Kuppeln und zwei gewölbten, wiegenförmigen Räumen. Der Aufwärmraum besteht aus einem rechteckigen Raum mit einer Kuppel und einem großen Becken.

Türkisches Bad – Küçük (Thermal Bad Şifa)


Das Bad wurde 1429 von Mustafa Bey, dem Regenten von Amasya, erbaut. Man gelangt durch einen Korridor vom Umkleideraum in den Aufwärmraum. In der Mitte des marmornen Aufwärmraums befindet sich ein grosses achteckiges Becken. Der Aufwärmraum ist von Marmorbecken und Hockern umgeben. Von hier gelangt man in die heissen Badekabinen.

Herberge und Basar



Taşhan


Es befindet sich in Samsun im Viertel Pazar auf der İskele Straße. Das Gebäude, dass Ende es 17. Jhs. gebaut wurde, ist zweistöckig und rechteckig. Es besteht aus Steinmauern mit Querbalken.

Fazıl Ahmet Pascha Basar und Arasta


Es befindet sich im Zentrum des Vororts Vezirköprü und wurde im 17. Jh. erbaut. Die Arasta Abteilung befindet sich im Umkreis des Basars (Abteilung, in der alle Geschäftsleute das gleiche Handwerk tätigen). In den Basar gelangt man durch Bogentüren von allen vier Seiten aus, das Gebäude ist rechteckig und mit vier Kuppeln bedeckt. Im Norden des Arastas, in das man durch Bogentüren gelangt, befinden sich Geschäfte. Die Geschäfte, dessen Fronten zum Basar gerichtet sind, wurden dreieckig gebaut um Platz zu gewinnen.


Kirchen


Die Kirche Mather Dolarosa


Sie befindet sich im Stadtteil Ulugazi. Das Gebäude wurde 1846 errichtet und ab 1885 zur Kirch umgeweiht. Sie steht zur Andacht und für Besucher offen.


Denkmäler


Atatürk Denkmal


Das Werk des österreichischen Bildhauers Heinrich Krippel befindet sich im Park in der Nähe des Rathauses. Die Skulptur aus Bronze wurde 1932 auf ihren Platz gestellt. Auf dem Sockel befindet sich die Geschichte von Atatürk, wie er nach Samsun kam. Atatürk ist mit einer Soldatenuniform auf einem aufgebäumten Pferd dargestellt. Das Denkmal ist mit den Hinterfüßen und dem Schwanz des Pferdes auf dem Sockel befestigt.

Das „erste Schritt“ Denkmal


Das Steindenkmal im Hafen von Samsun wurde 1969 eröffnet. Das Denkmal symbolisiert die Solidarität und ist ein Entwurf des Architekten Seçkin Viter. Außerdem steht auf einem Steinblock „Am 19. Tag des Mais 1919, kam ich nach Samsun. Gazi Mustafa Kemal“.


ANDERE TOURISTISCHE, NATÜRLICHE UND KULTURELLE SEHENSWÜRDIGKEITEN


Naturwunder



Die Kızılırmak Delta


Die Kızılırmak Delta ist das größte und wichtigste Feuchtgebiet der Türkei, dass seine natürlichen Eigenschaften der Schwarzmeerküste bewahrte. Es ist der Teil, der sich nördlich der Landstraße von Samsun nach Sinop in den Grenzen der Vororte Bafra, Alaçam und 19 Mayıs im Regierungsbezirk Samsun befindet und wo der Kızılırmak Fluss ins Meer fließt. Das Ökosystem des Deltas besitzt zahlreiche Arten. Die Vielfalt an Flora und Fauna wurde durch wissenschaftliche Forschungen nachgewiesen. Insbesondere die Vögel und die Fauna in den Dünen und das Schilfdickicht sind für die Lebewesen im Delta wichtige Lebensräume.

Die Kızılırmak Delta (Fisch-Seen)


Der Kızılırmak Fluss, der sich in den Grenzen des Vororts befindet, ist mit den jahrtausende lang andauernden Ablagerungen aus Anatolien das fruchtbarste Delta. Zugleich befinden sich hier die Bafra Fischseen, die die wichtigsten Feuchtgebiete des Ökosystems der Türkei sind. Das Kızılırmak Delta ist mit der Vielzahl der Lebewesen, die hier leben und ihrer erhaltenen Natur eines der wenigen Feuchtgebiete der Türkei, das von internationaler Bedeutung ist. Die Vielzahl und die Vielfalt der Vögel zeigt wie reich und gesund das Ökosystem für die Lebewesen ist.

Neben den kleinen Vögeln und Wasservögeln, die das Schwarze Meer überfliegen, ist das Delta auch für Störche, Kraniche, Raubtiere und Fische ein wichtiger Nahrungs- und Unterkunftsort. Die Region ist für den „Ökotourismus“ sehr geeignet.

Simenit Seen


Man sieht, dass ein kleiner Fluss vom Gebiet Terme fließt und bevor dieser sich in das Meer ergießt, sich wegen dem flachen Grund auf eine sehr große Fläche verteilt und somit Seen ineinander entstehen lässt.

Der Hacı Osman Wald und Naturschutzgebiet


Der Hacı Osman Wald, der sich im Vorort Çarşamba im Dorf Çınarlı neben der Gelemen Farm befindet, steht unter Schutz des Waldverwaltungsamtes. Im Waldgebiet wachsen Baumarten wie Esche, Eiche, Weissbuche und Ahorn. Der Wald befindet sich auf dem 8. km der Samsun- Çarşamba Landstraße.

Es ist ein unvergleichbares Waldökosystem, das sich im Vergleich zu Europa sehr langsam entwickelt und vor dem Aussterben steht. Es bietet vielen Tierarten durch sehr vielfältige Ernährungsmöglichkeiten einen Unterschlupf.

Heilquellen



Havza Heilquelle


Die Heilquelle, die sich im Stadtzentrum von Havza befindet, liegt 1 km westlich der Amasya-Samsun Landstraße. Es befinden sich im Heilquellengebiet fünf Türkische Bäder, von denen drei Antike Bäder sind und zwei nach dem Jahre 1986 gebaut wurden. Außerdem befinden sich im Gebiet auch Sonderbäder, Hotels, Motels und Pensionen. Das Wasser der Heilquelle besitzt eine sehr heilende Wirkung bei rheumatischen Erkrankungen, Frauenkrankheiten, Nervenkrankheiten, Gelenkkrankheiten und Verkalkungen.

Touristisches Thermal Zentrum - Ladik


Die Ladik „ Hamamayağı“ oder „ Hıllaz“ Heilquelle liegt im Osten der Samsun-Ankara Landstraße und ist 60 km vom Stadtzentrum Samsun entfernt. Die Quelle ist als Trink-und Badekur zu nutzen. Sie hat eine sehr heilende Wirkung auf Rheumatische Krankheiten, Nerven- und Muskelschwäche, Gelenk- und Verkalkungskrankheiten und Nervenkrankheiten.

Strände



Yakakent und Çam See


Yakakent befindet sich 84 km westlich vom Stadtzentrum Samsun und der Çam See liegt 7 km westlich von Yakakent. Es besitzt sehr natürliche Strände, ein sauberes Meer und durch ihre Hügel, die mit Tannen bedeckt sind, eine sehr schöne Natur.

Im Landkreis und am Çam See Strand befinden sich Campingplätze und Pensionen.

Alaçam Geyikkoşan Strand


Es ist der 78 km nördlich von Samsun liegende Küstenteil des Landkreises Alaçam. Er besitzt sehr breite und natürliche Sandstrände, an denen man zahlreiche Pensionen finden kann.

Bafra Strände


Der Küstenstreifen der 51 km von Samsun entfernt ist, besitzt sehr breite und natürliche Sandstrände.

Tekkeköy


Die sich im Osten von Samsun befindende Tekkeköy, Çarşamba und Terme Landkreise, besitzen ebenfalls sehr breite und natürliche Sandstrände. Auf diesem Küstenstreifen befinden sich auch Ferienhäuser, Strände und Restaurants.

Besichtigungsorte


Die natürliche geeignete Lage und die Eigenschaft, dass sie sich zwischen dem Kızılırmak Delta und dem Yeşilırmak Delta befindet, ist das besonderste Merkmal sowie, dass hier an einem Tag vier Jahreszeiten gleichzeitig erlebt werden können. In Samsun kann man unter anderem folgende Orte zum Besichtigen aufzählen: Atakum, Kocadağ, Waldbaumschule, Kuru Pelit-İnce su, Çakırlar Park und Hasköy.


Sportliche Aktivitäten


Wandern


Ladik Akdağ und Ladik Hochebenen, die Umgebung des Staudsees, Yakakent Waldanlagen, Tekkeköy Hacıosman Wald, Vezirköprü Biberwald und Hochebenen und Kocadağ sind vorrangig zu empfehlende Orte.

Wassersportarten


Samsun weist mit seinen langen Sandstränden, seinen zwei großen Flüssen und mit vier Stauseen ein großes Potential für Wassersportarten auf.

Angeln


Entlang der Küste des Regierungsbezirks, in den vier Stauseen auf dem Kızılırmak Fluss und dem Yeşilırmak Fluss, in den zahlreichen Deltaseen, die an den Orten an denen der Kızılırmak Fluss,Yeşilırmak Fluss und der Terme Fluss sich mit dem Meer vereinen, auf dem Ladik See und auf vielen Teichen, die sich im Regierungsbezirk befinden, kann man angeln.

Luftsportarten


Allen voran ist vor allem der 1350 m hohe Kocdag für Luftsportarten wie Paragliding und anderes geeignet. In Samsun gibt es einen Verein für Luftsportarten. In diesem Verein werden Fallschirmspringer, Flugzeugpiloten, Segelflugzeugpiloten und motorisierte Fallschirmspringer ausgebildet.

Vogelbeobachtung


Der Regierungsbezirk Samsun hat eine reiche natürliche Flora. Das Feuchtgebiet Kızılırmak ist durch seine Artenvielfalt ein wichtiger Ort. Im Delta sind 312 Vogelarten festgestellt worden. Es besitzt von internationaler ornithologischer Hinsicht her einen wichtigen Platz im Vogelwesen.

Die Hauptnahrungsmittel in Samsun bestehen aus Mais, Kohl und Bohnen. Speisen aus Fleisch, Reis und Teiggerichte sind ebenfalls verbreitet. Geflügel wie Gans, Huhn und Ente sind aus traditioneller Hinsicht eine sehr wichtige Ernährungsweise. Aus Pflanzen wie Lorgon, Kırçan, Kaldırayak, Madımak und Nünük werden Suppen, oder Braten vorbereitet.

Zu den traditionellen Speisen zählen Tir (Gänseblätterteig), Rüben (Yazı Rüben), Maissuppen, Yoghurtsuppen, Weizengrütze mit Linsen, Weizengriess mit Fleisch, Kohlsuppe, Sardellenbrot, Reis mit Sardelle und Burma.

In Restaurants der Gegend Kurupelit kann man Fladenbrot mit eingemachten Marinaden essen, außerdem ist die türkische Süßigkeit aus Bafra mit Sahne bekannt. Wir empfehlen, den Plattfisch und den Hecht aus dem Ladiksee zu probieren.

Im Regierungsbezirk war das Handwerk Weberei bis vor einiger Zeit noch sehr verbreitet. Die dick geflochtenen Leinen werden zur Herstellung von Hemden, Kleidung oder Tüchern benutzt. In den Bergdörfern sind die Wollweberei und in den Dörfern des Vororts Havza die Handarbeiten, wie Hemden aus Baumwolle, Wollpullover und Pluderhosen sehr bekannt.

www.samsun.bel.tr
www.samsun.gov.tr