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[Osmaniye]


OSMANIYE      



Osmaniye ist einer jüngsten Regierungsbezirke der Türkei. Die Stadt liegt am oberen Çukurovaarm an dem östlichen Flussufer des Ceyhan Flusses.

Soweit aus verschiedenen Quellen festgestellt werden konnte, hat Osmaniye den Namen von einem Dorf namens Hacı Osman, das vor sehr langer Zeit hier existiert hatte, übernommen. Osmaniye verfügt über fruchtbare Böden und ist gleichzeitig auf wichtigen historischen Straßen gegründet. Die erste davon ist, die als historische Maraş Straße bekannte und die Gavur Berge (Amanos Berge) überquerende Strecke. Heute wird die gleiche Strecke von der internationaler Landstraße (D-400) und der Autobahn Gaziantep – Tarsus ( TEM ) und einer Eisenbahnstrecke überquert. Die zweite Straße wiederum, die über Osmaniye in den Osten geht, ist volkstümlich als Ağyol, Kocayol bekannt. Dieser Straße kommt von Örenşar und Kastabala und zweigt sich nach Karatepe ab.

Fruchtbare Böden, Wasserläufe und die Lage auf wichtigen Strecken zu sein, haben das obere Çukurova, natürlicherweise seit der Antike zu einem wichtigen Ansiedlungsgebiet gemacht. Das auf dem östlichen Flussufer liegende obere Çukurova, ist in der Antike mit Karatepe, Kastabala und Toprakkale, zur Zeit der Osmanen jedoch mit der Stadt Kınık bekannt geworden. Die innerasiatische Seidenstraße, die durch Osmaniye geht und die Maraş Straße, haben den Handel hier verstärkt und somit das Gebiet interessant gemacht.

Im Verlauf der Geschichte hat die Stadt der Reihenfolge nach; hethitische, assyrische, hellenistische, römische und byzantinische, abbasische, Zeitalter sowie die anatolischen Seldschuken und die Osmanische Herrschaft erlebt. Die Souveränität der Türken in Osmaniye begann im 1083 als I. Rükneddin Süleyman das Gebiet eroberte. Die Stadt wurde dem Territorium der anatolischen Seldschuken angeschlossen. In diesem Gebiet, das im Jahre 1096 unter die Okkupation der Kreuzritter geriet, wurde Zilizien, das armenische Fürstentum gegründet. Mit der Ansiedlung von Turkmenen, die wegen den Mongolen Zwang nach Anatolien kamen, wurde hier im 14. Jahrhundert das Ramazanoğlu Beyliği (Fürstentum) gegründet. Mit Zwang der Kınıks, die hier in diesem Gebiet lebten, endete das Armenische Fürstentum Zilizien. Die Kınıks hatten hier auf eine Landwirtschaft und Handel basierende Ansiedlung gegründet. Das heutige Osmaniye steht über den Ruinen dieser Siedlung.

Im Jahr 1516 jedoch begann in Çukurova die Herrschaft der Osmanen. Osmaniye wurde im 19. Jahrhundert, ein, dem Cebelibereket Sandschak (im Sinne von Provinz, Anm. d. Übs.) von Adana angeschlossener Kreis, der vom Juni 1933 bis 1996 der Stadt Adana angeschlossen wurde.

Die Gavur Berge, die Fortsetzung von Çukurova, mit ihren grünen Hochebenen und wunderbaren Natur, sind ein wichtiges Touristenzentrum. Die Hochebenen Tekir, Bürücek, Namrun Zorkun, Mitisin – Dervişpınarı, Olukbaşı, Fenk, Ürün, Maksutoğlu und Bağdaş sind in den Sommermonaten Ansiedlungsgebiete der in Osmaniye und Umgebung lebenden Menschen. Diese Hochebenen gewinnen von Tag zu Tag, was den Tourismus betrifft, an Bedeutung.

Im Mittelmeer Gebiet gibt es den Karatepe Nationalpark, der am Ufer des Flusses Ceyhan liegt und zum Landkreis Kadirli, des Regierungsbezirks Adana in 22 km Entfernung liegt. Es ist hier sowohl mit historischen Werken ein Freiluftmuseum, als auch mit der Pflanzendecke und mit den Wildtieren, die hier ein Unterschlupf finden, eine der am beliebtesten Ausflugsorte von Osmaniye.

Eigentlich ist Karatepe eine historische Ansiedlung der Späthethiter Fürstentümer. Sie wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von einem einheimischen Fürsten namens Azativatas gegründet und dieser Name wurde auch der Stadt gegeben. Es ist auch bekannt, dass in der, zur Zeit der Hettiter als Asitavanda bekannten Stadt, die hieroglyphische Schrift verwendet wurde und die Stadt ab 720 v. Chr. unter der Herrschaft des assyrischen Reichs stand. Die Festung Karatepe ist mit Festungsmauern umgeben. In den nördlichen und südlichen Eingängen der Stadt, sind monumentale Reliefe und Sphinx vorhanden. Neben den Reliefen sind Hethitische Hieroglyphe ( Luvice ) und phönizische Schriften zu finden. In den Reliefen wird das Festmahl des Königs Azativatas dargestellt. Außerdem ist auch noch eine Statue des Sturmkönigs Baal vorhanden.

Das Hierapolis Freiluftmuseum ( Kastabala Ruinen), befindet sich im Norden von Osmaniye. Die Stadt sollte wegen archäologischen Spuren auch wegen ihrer natürlichen Schönheit besichtigt werden. Man denkt, dass die älteste Geschichte der Stadt in die Zeit der Hethiter führt. Den Namen Kastabala ist man erst in persischen Texten begegnet. Auf den gedruckten Münzen, als die Stadt unter der Herrschaft (175 – 164 v. Chr) von einem der Seleukos Könige, IV. Antiochos Epiphanes stand, wurde sie als Hierapolis erwähnt. Das Gebiet, welches für die römische Regierung eine strategische Bedeutung hatte, erlebte 80 Jahre lang eine Dynastieperiode unter der Verwaltung von Tarkondimotos und seinen Söhnen, der früher ein Pirat war und der römischen Regierung mit Treue ergeben war. Informationen aus den antiken Quellen und Inschriften, über Tarkondimotos und seine Zeit, sind sehr begrenzt. Das Gebiet war bis 72 n. Chr. unter der Herrschaft des IV. Antiochos. Die Stadt wurde 260 n. Chr. durch den Sasani König I. Hapur erobert, im Jahr 380 jedoch ging sie unter die Verwaltung des byzantinischen Reiches. Bei zwei großen Erdbeben in den Jahren 524 und 561 im Gebiet, wurde die Stadt zum größten Teil zerstört.

Die Stadt Kastabala, verlor in den mittleren und späten Byzantinischen Zeitabschnitten nach und nach an Bedeutung und wurde nach den Kreuzzügen verlassen. Fast alle Spuren auf der Oberfläche heutzutage, werden auf den römischen Zeitabschnitt datiert. Das am besten erhaltene Stück unter den Resten ist die 300 m lange Straße mit den Säulen. Dieser Straße geht bis zu einem monumentalen Tor. Außerdem sind mit den Ruinen von Stadium, Theater, Badehaus verschiedene Gräber (wie ausgehöhlte Felsgräber), auf die erste Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. datierte, zwei Kirchen und für die Wasserversorgung der Stadt, in der Umgebung des Stadtviertels Nergis, über den Fluss Ceyhan gebaute Aquädukte, einiges was von der Stadt bis heute geblieben ist.

Von den vielen Festungen, die für den Schutz des Gebietes in der Stadt Osmaniye gebaut wurden, die auf einer wichtigen historischen Straße lag, sind sehr viele Ruinen bis heute erhalten geblieben. Die, auf den römischen Zeitabschnitt datierte Festung Çardak, liegt östlich von Osmaniye auf einem Hügel. Die rechteckige Festung hat zehn Festungstürme.

Die Festung Hemite, deren Bauzeit unbekannt ist, liegt 20 km nordwestlich von Osmaniye. In der Festung sind Spuren aus der Periode der Römer und Byzantiner sowie hethitische Felsreliefs vorhanden. Die Festung hat 1500 Meter lange, zweistöckige Festungsmauern und über den Mauern befinden sich 20 Festungstürme.

Die Festung Savranda ( Kaypak ) wiederum liegt östlich von Osmaniye, an der Seite des Kalecik Stausees. Der Umfang der Festung beträgt 800 Meter: Die Festung ist rechteckig und hat 12 Bastionen und Türme. Die natürliche Beschaffung wurde ausgenützt und sie ist mit einer starken Verteidigungsidee gebaut worden. Die innere Festung ist mit Tannen bedeckt, diese Eigenschaft unterscheidet die Erscheinung der historischen Gebäude, von den anderen.

Die Festung Toprakkale wurde in den Jahren 312 – 64 v. Chr. in der Periode von Seleukos gebaut. Die Festung wurde im Zeitabschnitt der Abbasiden nochmals aus schwarzem Steinmaterial gebaut. Das von den Osmanen als Festung Kınık benannte Gebäude wurde, während der Feldzüge des Yavuz Sultan Selim ins Gebiet, als Kaserne benutzt. Sie hat 12 Festungstürme auf den Festungsmauern.

Im Norden der Festung Toprakkale, innerhalb der Grenzen des Landkreises Bahçe, liegt das Trümmerfeld Şar Ören Yeri. Die Stadt ist auch als alte Kınık Stadt bekannt. Von der Stadt, die das Glaubenzentrum der Hethiter war, ist das Theater aus der römischen Periode, Ruinen einer byzantinischen Kirche und Alakapı Funde bis heute erhalten geblieben.

Die in Hasanbeyli liegende Ala Moschee wurde von den Römern als Gotteshaus und von den Byzantinern als Kirche benutzt. Im Zeitabschnitt der Dulkadiroğlu wurde das Gebäude durch Anbau von einem Minarett in eine Moschee umgewandelt. Die Ağacabey Moschee ist wiederum im Landkreis Bahçe. Das prunkvolle Minarett der Moschee zieht Aufmerksamkeit auf sich.

Die Stadt Osmaniye, die mit ihren historischen und natürlichen Schönheiten ein ideales Touristenzentrum darstellt, bietet den Besuchern auch mit ihren Thermalbädern Haruniye, Kadirli und Kokar, die alternative Erholungsmöglichkeiten an.

Die am meisten bevorzugten Gerichte der lokalen Küche werden aus Weizengrütze hergestellt. Wir schlagen folgende Gerichte vor: İçli köfte (Frikadellen aus Hackfleisch und Weizengrütze), Mercimek Köftesi (Frikadellen aus Weizengrütze), Çiğ Köfte (Frikadellen aus Weizengrütze), Kısır (Weizengrützesalat).

In Hasanbeyli und dem nahe gelegenen Dorf Kızyusuflu, dort wo in der zweiten Woche des Monats Juni, Kirschen- Festspiele stattfinden, werden die berühmtesten Handwerkskünste von Osmaniye, die Karatepe Kelims gewebt. Diese Kelims können auch gekauft werden. Die mit Krapp gefärbter Wolle hergestellten Karatepe Kelims sind weltbekannt und werden exportiert. Außerdem sind in Karatepe und in den nahe gelegenen Dörfern, aus Holz hergestellte Löffel, Gabel und verschiedene Schmuckgegenstände, schöne Beispiele der örtlichen Handwerkskünste.

www.osmaniye.bel.tr
www.osmaniye.gov.tr